Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Möbelkauf, Mototaxis und ein neues Mofa

Viel braucht man ja nicht in diesen Breiten, das heißt das Glanzstück der deutschen Wohnkultur, die heißgeliebte Schrankwand kann man sich sparen und so einiges Andere auch. Wir haben uns dann mit den hier notwendigen Dingen ausgestattet, wobei ein DVD Spieler und ein entsprechendes Lautsprechersystem für mich zu den notwendigen Dingen gehören. So, nun waren wir fast komplett aber ein sehr wichtiges Utensil fehlte uns noch.

Überall wo man hier geht und steht gibt es die sogenannten „Motos“, also Motorrad Taxis. Das ist sehr praktisch und bequem aber es nervt auch mit der Zeit. Vor jedem Fahrtantritt mit dem Moto gehen die Preisverhandlungen los. Als Ausländer bekommt man zuerst immer den höchstmöglichen Preis genannt. Da hier der Fahrpreis nach der Länge der Fahrstrecke berechnet wird, ist es für jemanden der sich hier nicht auskennt unmöglich zu ermitteln welcher Preis für welche Strecke der angemessene ist. Wenn man nun einen der Fahrer (es stehen meistens mehrere bis viele zur Auswahl) nach dem Preis fragt bekommt man meist die Antwort „Two (2) Dollar“. Diese zwei Dollar sind meist das vierfache des eigentlichen Fahrpreises, mindestens aber das doppelte. Es empfiehlt sich dem Fahrer zu sagen, das das zu teuer ist und einfach weiterzugehen. Kommt er nun hinterher und bietet einen niedrigeren Preis an, kann man das Angebot annehmen. Kommt er nicht hinterher war der erst genannte Preis wohl korrekt gewesen und man nimmt sich das nächste Moto und fährt eben für diesen Preis zu seinem Ziel.

Wenn man aber nun hier in Kambodscha lebt und mehrmals am Tag eine Besorgung oder Erledigung machen muss und das über einen längeren Zeitraum gerechnet (vom lästigen Feilschen mal ganz abgesehen) geht das ständige Mototaxi fahren ins Geld. Also ein eigenes Mofa muss her, ganz klar. Ich bin dann mit unserem hilfsbereiten Makler zu einem Honda Vertragshändler gegangen um wieder eine, von mir heißgeliebten, Honda „Dream“ zu kaufen. Der Makler hatte soweit alles mit dem Verkäufer auf kambodschanisch geklärt und ich habe dann den Kaufvertrag unterschrieben. Für 1.240 $ war ich nun wieder stolzer Besitzer einer nagelneuen Honda „Dream“ mit 125ccm. Solch ein unverwüstliches Modell hat mich vorher schon tausende von Kilometern in Südostasien transportiert ohne jemals ein Problem zu haben.

Danach sind wir sofort zum Verkehrsministerium in Sihanoukville gefahren um die Maschine zuzulassen und Nummernschilder zu beantragen. Alles ging Problemlos und hat 24,- $ gekostet. Der Vorgang ist jetzt bereits eine Woche her und ich habe immernoch keine Nummernschilder aber ein amtliches Schreiben das ich zumindest ein Nummernschild beantragt habe, das soll in einer Verkehrskontrolle ausreichen, so sagte man mir jedenfalls. Nun war nurnoch die letzte Hürde zu nehmen, nämlich ein Kambodschanischer Führerschein.

Posted in Auswandern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.