Die Mädels vom “Blue Mountain”
Der erste Abend mit den beiden kumpels wurde mit einem rustikalen BBQ im “Ocean’s Hotel” (sauberes, kleines Hotel mit sehr freundlichem Besitzer und Personal) eingeläutet. Danach ging es dann zu fuss zur “Freedom Bar”, von der ich vorher schon oft gehöhrt habe. Betrieben wird der Laden, der nicht nur Bar ist sondern auch Hotel ist, von einem Landsmann von mir der aber an diesem Abend nicht in Erscheinung getreten ist. Was ich aber nicht wusste ist, das meine beiden Begleiter nicht wegen der Bierbar mit Pooltischen gekommen sind, sondern wegen dem was eine Etage höher passiert. Wenn man die Treppe erklommen hat gelangt man an eine verschlossene Tür wo man erst klingeln muss um eingelassen zu werden. Hinter dieser Tür verbirgt sich das in klein was man in Pattaya/Thailand in gross und zu hauf vorfindet. Eine kleine intime Bar wo die Mädels für die Herren tanzen und das nach sehr lauter Musik. Auf Grund der enormen Lautstärke war eine Unterhaltung mit meinen Kumpels oder eines der Mädchen leider nicht möglich und so sind wir, nach einer halben Stunde, auch schon wieder unterwegs auf der Piste gewesen.
Gut, das habe ich alles in dieser Form schon etliche male in vielen Ländern gesehen aber der Ort wo mich die Beiden danach hingeführt haben war schon wesentlich interessanter gewesen. Das ganze ist soetwas wie eine unbefestigte, schmale Strasse und wird von Insidern “Blue Mountain” genannt. Ungefähr solche Plätze habe ich schon in Mittel.- und Südamerika gesehen und sie ziehen mich immerwieder an. Diese kleine sehr spärlich beleuchtete Strasse hat im dunkeln auf mich den Eindruck von einer Mischung aus Südamerikanischen Elendvierteln und Beirut zu Kriegszeiten gemacht. Man musste aufpassen das man nicht durch irgendein Schlammloch stolperte. Als wir in den ersten Innenhof einbogen dachte ich, mich trifft der schlag. Wir waren kaum um die ecke gebogen da kame, wie ein Bienenschwar, eine Meute von ca. 20-30 jungen Mädels auf uns eingestürmt und hat uns mit einem wirren Durcheinandergeschnatter empfangen. Jede von ihnen wollte uns nun zu sich in ihre kleine Barecke des Hofes ziehen. Als wir uns entschieden hatten in welchen Bereich wir uns setzen wollten und losliefen wurden wir von der gesamten Meute begleitet. Das muss ein recht bizarres Bild abgegeben haben, wir drei sassen dann auf einer Couch und direkt uns gegenüber all die Mädels in ca. 3 Meter abstand. Keines der Girls (die zum Teil aus Vietnam stammten und zum Teil aus Kambodscha) sagte mehr ein Wort und alles wartete gespannt für wen wir uns denn nun entscheiden würden. Als wir ihnen erklärten, das wir nur einen Drink nehmen wollten gab es ein Kollektives seufzen und die Meute zerstreute sich in alle Winde. Nur eine junge Dame, eine 22 jährige Vietnamesin, blieb bei uns um uns zu unterhalten.
Wir besuchten an diesem Abend noch zwei weitere solcher Freiluftbordelle und ein Skurilles Guesthouse ganz am Ende von “Blue Mountain” bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Ich kann jetzt schon sagen, das ich bei meinem nächsten Besuch von Blue Mountain meine Kamera mitnehmen werde um hier für euch ein paar Blider zu schiessen, die ihr dann hier im Blog sehen könnt.
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August 25th, 2007 at 11:06
[...] In den Artikeln wird die gesamte Palette des täglichen Lebens anschaulich geschildert und immer wieder von wunderschönen, exotischen Fotos (wie hier Ansichten von Sihanoukville) aufgelockert. Nebenbei erfährt man, was der mittlerweile seit 9 Jahren im Ausland lebende Autor mittlerweile über Deutschland denkt, warum es in buddhistisch geprägten Ländern friedlicher ist als in denen mit christlicher Historie, hört von den traurigen Gründen der verschobenen Alterspyramide in Kambodscha und liest irgendwie amüsante Schilderungen von Freiluftbordellen am “Blue Mountain”. [...]