Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Beobachtungen zum Buddhismus

Es ist Sonntag morgen in Sihanoukville und es ist bewölkt, angenehem kühl. Vor 10 Minuten hat es aufgehört zu regnen. Ich schaue hier aus dem Fenster und sehe einen sanften, grünen Hügel. Zwischen mir und dem Hügel stehen Palmenhaine über denen sich der feuchte Dunst sammelt. Ein Hahn kräht, Vögel fangen wieder an zu singen die während des Regenschauers verstummt sind. Auf dem Weg hinter unserem Haus ziehen zwei buddhistische Mönche in orangen Wickelgewändern und mit Regenschirmen ausgestattet ihres Weges. Es herrscht eine unglaublich sanfte und friedliche Atmosphäre.

Ein herrlicher Sonntag morgen und das obwohl in buddhistischen Ländern der Sonntag ein Tag wie jeder Andere ist. Selbst nach so vielen Jahren in Süostasien habe ich den deutschen Rhythmus immernoch im Blut, der Sonntag ist heilig und etwas anderes als der Rest der Woche.

Dieses friedliche Miteinander was man sowohl in Thailand als auch in Kambodscha beobachten kann halte ich für einen direkten positiven Einfluss der Religion auf die Menschen hier! Man kommt einfach nicht drumrum Vergleiche anzustellen. Aber wie komme ich nun auf die Theorie, das friedliches Miteinander und soziales Verhalten mit der Religion eines Landes zu tun hat? Zwischendurch sollte ich noch erwähnen, das ich Atheist bin und das mir Religion und Glaube immer Fremdwörter waren. Zurück zum Vergleich, zum einen erlebe ich diesen Zusammenhang immer wieder bei meiner Frau, die strenggläubige Buddhistin ist. Zum anderen habe ich selber vor einigen Jahren eine Zeit in einem Tempel bei Mönchen gewohnt, wo man sich zwangsläufig mit dem Buddhismus auseinandersetzt.

Kambodscha ist ein schönes Beispiel. Das Land ist arm und die Korruption blüht, das ist bekannt. Ein Polizist verdient hier im Monat ca. 30 – 40 $ womit er nicht weit kommt, selbst bei den niedrigen Preisen hier. Dieser brave Polizist nun, sieht natürlich keine Veranlassung sich für diesen Hungerlohn mit besonderem Einsatz seiner Aufgabe zu widmen. Besonders viele Gesetze scheint es hier sowieso nicht zu geben und im Straßenverkehr wahrscheinlich überhaupt keine. Trotzdem ist die Kriminalitätsrate denkbar gering weil die Leute hier von sich heraus eine andere Einstellung zum Umgang mit Mitmenschen haben. Das führe ich auf ihren Glauben zurück. Was ich sagen will ist, das im Vergleich zu ähnlich armen Ländern, wo die Bevölkerung zum größten Teil katholisch ist, eine vielfach höhere Kriminalitätsrate herrscht. Ich bin auch der Meinung, das wenn man z.B. in Deutschland den Leuten so viele Freiheiten lassen würde wie sie die Leute hier genießen und eine Armut wie hier herrschen würde, wäre man sich auf der Straße seines Lebens nicht mehr sicher. Warum? Weil ja auch Deutschland einst auf einem christlichen Fundament errichtet wurde.

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