Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Das grausame Regime von Pol Pot

Wenn man in Kambodscha unterwegs ist fragt man sich zwangsläufig wo sind hier eigentlich die alten Menschen und wo kommen die vielen jungen Menschen her? Nach meiner Schätzung sind ca. 70 – 80% der Leute hier zwischen 1 und 30 Jahre alt. Ich komme mir manchmal mit meinen 40 Lenzen wie ein alter Mann vor. Die Ursache dafür ist allerdings weniger erfreulich und hat mit der jüngsten Geschichte des Landes zu tun. Ich kann mich noch schwach daran erinnern, das ich als Kind ab und zu die Schreckensmeldungen über das Fernsehen aus dem damaligen Kambodscha mitbekommen habe.

Die Roten Khmer haben ein wildes Gemetzel veranstaltet, wer ganz genaues über diese üblen Gesellen wissen will, das Internet ist voll davon. Hauptinitiator war ein wahnsinniger, kommunistischer Diktator namens Pol Pot der ein grausames und blutiges Regime führte. Er war der Sohn eines Bauern und wurde später Lehrer an einer Privatschule in Phnom Penh. Als er in die Politik einstieg, war seine Plan aus Kambodscha ein kommunistischen Einheitsstaat zu machen. Auch im Nachbarland Vietnam vertrieben zu dieser Zeit gerade die ebenfalls kommunistischen Vietcong die amerikanischen Invasoren aus dem Land. In Kambodscha kam keine fremde Macht um den kommunistischen Wahnsinn von Mr. Pol Pot zu stoppen und die französischen Kolonialherren waren bereits längst zurück in Paris.

Nach dem Motto ein dummes Volk ist leichter zu regieren, fing Pol Pot an die gesamte Intelligenz des Landes grausam auszurotten. Lehrer, Professoren, Ärzte, Akademiker jeglicher Richtung und Menschen die Vermögen hatten sowieso, standen auf seiner Abschlußliste. Der Rest der Bevölkerung wurde in unmenschlichen Zwangsarbeit Einsätzen dahingerafft.  So kam es, das zwischen 1975 und 1979 unter dem Pol Pot Regime, Millionen von Menschen in Kambodscha gefoltert und umgebracht wurden. Darunter befanden sich auch etliche Ausländer, die damals hier in Kambodscha gelebt und gearbeitet haben.

Es gibt zwei Gedenkstätten zu dieser schlimmen Zeit. Die eine sind die „Killing Fields“ (es gibt einen Film zu diesen Thema mit dem selben Namen, Nick Nolte spielt die Hauptrolle) und das kambodschanische Todesgefängnis „S 21“ das man heute besichtigen kann wie in Deutschland die ehemaligen Konzentrationslager. Auf Grund dieser damaligen Säuberungsaktionen ist eine komplette Generation nahezu ausgelöscht worden, was dem Land bis heute unvorstellbaren Schaden zugefügt hat. Man hat prognostiziert, das Kambodscha noch weitere 40 Jahre brauchen wird ehe es wieder auf dem gleichen geistigen und wirtschaftlichen Niveau wie zum Beispiel das Nachbarland Thailand ist. Man muss sich vorstellen, das die Menschen die das alles überlebt haben, meist einfache Bauern waren und hier praktisch wieder von Null angefangen haben.

Das alles ist nun schon viele Jahre her und wenn ihr wissen wollt was die Khmer bisher daraus gemacht haben, kommt einfach in den Urlaub nach Kambodscha und seht es euch selber an.

Posted in Kambodscha.

One Comment

  1. ich finde es sehr spaend und auch gut das jemand sowas macht denn eine lehrerin war da in urlaub und wir machen jetzt ein projekt darüber wegen der schle da ich das tehma so interresant finde

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