Angkor Wat Tempelanlage

Gut angekommen in Kambodscha und der Zauber von Angkor Wat

Nach dreieinhalb Stunden Busfahrt bin ich am Flughafen in Phnom Penh angekommen, eine halbe Stunden zu früh. Die Maschine aus Taipe hatte 15 Minuten Verspätung, also noch genug Zeit für einen Kaffee aus dem Plastikbecher im Flughafen Schnellrestaurant. Nach einer Flugroute von Deutschland über London nach Taipe und einer Übernachtung dort ist mein Freund endlich Kambodscha angekommen.

Kulturschock vom feinsten, das erste mal in Kambodscha! Nicht schlecht gestaunt hat er, als wir durch die Straßen von Phnom Penh gefahren sind. Die Taxis die einen vom Flughafen in die Stadt bringen sind im Verhältnis recht teuer, wir haben für eine Fahrt zum Paragon Hotel an der Riverside 8 $ bezahlt. Aber das kümmert einen Touristen aus Europa wenig, wenn man bedenkt was die Leute zuhause für eine Taxifahrt bezahlen. Das Paragon Hotel liegt sehr zentral, direkt am Tonle Sap River und ist mit guten, sauberen Zimmern ausgestattet. Ich hatte ein Zimmer mit Minikühlschrank, Kabelfernsehen und Warmwasserdusche für 15 $. Wir haben dann erstmal eine kurze Stadtrundfahrt mit dem Tuk Tuk unternommen und sind am Central Market, Königspalast, Nationalmuseum und diversen Tempeln vorbei gekommen.

Den Abend haben wir mit einem üppigen Abendessen eingeläutet und sind dann ins Martini gefahren. Wir waren die ersten und hatten so einen guten Überblick. Etwa 30-40 kambodschanische und vietnamesische Girls sassen an den Tischen verteilt, zur Auswahl. Die Lichtverhältnisse im Martini waren extrem schlecht, so das wir nicht recht erkennen konnte wie die Damen eigentlich aussahen. Da man dort auch gleich essen kann haben wir nochmal eine kleinen Zwischenmahlzeit zu uns genommen und danach den Weg ins Hotel angetreten.

Am nächsten Morgen ging es dann, für 45 $, mit dem Taxi zurück nach Sihanoukville. Drei Stunden Fahrt und mein Freund konnte endlich seinen wohlverdienten Urlaub beginnen.

Die Reise nach Siem Reap zum Angkor Wat

Angkor Wat am MorgenWir machten uns auf den Weg nach Siem Rep, der Stadt im Norden Kambodschas, die direkt an den historischen Tempelanlagen von Angkor Wat liegt. Mit dem Taxi von Sihanoukville über Phnom Penh nach Siem Rep, alles in allem waren es ca. 7 1/2 Stunden Fahrt. Siem Reap ist voll mit Hotels und Gasthäusern und es ist kein Problem ein gutes Zimmer für 10 $ zu bekommen. Man hat und empfohlen sich Angkor Wat direkt bei Sonnenaufgang anzusehen, also haben wir uns morgens um 05:00 Uhr, mit zwei Fahrrädern bewaffnet, von einem Tuk Tuk zu den Tempelanlagen fahren lassen.

Angkor Wat bei Siem ReapDie Tageskarte kostete 20 $, die 3 Tageskarte 40 $ und die Wochenkarte 60 $. Alles lief nach Plan, bei unserem Eintreffen war es noch stockfinster. Den letzten Weg zum Tempel legten wir mit all den anderen Besuchern zu Fuß zurück. Man kann so früh am Morgen bei Dunkelheit nur erahnen was einen, wenn es heller wird, erwarten wird. Trotzdem ein paar hundert Besucher vor Ort waren herrschte gespannte Stille, nur die niemals verstummenden Geräusche des Dschungels waren zu hören.

Sonnenaufgang am Angkor WatMit dem Aufgehen der Sonne begann dann ein fantastisches, beinahe überirdisches Schauspiel, welches alle Besucher faszinierte. Es ist als wenn man den Hauch längst vergangener Zeiten spüren kann. Diese  exotischen, fremden Eindrücke schlugen jeden in seinen Bann, der um uns stand. Die Sonne ging auf und der Angkor Wat erhob sich aus der Dunkelheit. Mystisch und überwältigend wurde er mit zunehmender Helligkeit immer Monumentaler. Mitten im Urwald hatten das Volk der Khmer vor über 1000 Jahren eine Hochkultur geschaffen und wir standen inmitten der stummen Zeugen dieser glanzvollen Zeit.

Khmer Tempel Angkor WatNach diesem Spektakel sind wir mit unseren Fahrrädern von einem Tempel zum anderen gefahren und haben an einem Tag die wichtigsten Orte der Tempelanlage besichtigt. Wer sich jedoch intensiver mit dem Weltwunder beschäftigen möchte als wir beiden Kunstbanausen sollte sich mehr Zeit nehmen. Wie angekündigt habe ich auch ein paar Fotos gemacht aber auch die beste Aufnahme kann nicht das widergeben was man direkt vor Ort erlebt.

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