January 31st, 2008 admin
Hatte viel zu tun und keine Lust was aus Kambodscha zu berichten aber neulich habe ich was gesehen wo ich meine, das gehöhrt hier her. Als ich am Schalter im Hauptpostamt von Sihanoukville stand (wie immer als einzigster) und auf den einzigsten Postbeamten wartetet (auch wie immer) sprang mir zu meiner rechten ein graues, gusseisernes Ungetüm ins Auge und nach näherer Betrachtung konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Hier am anderen Ende der Welt und fast 19 Jahre nach der Selbstbefreiung der deutschen Arbeiter und Bauern aus dem Regiem der Erich H.. Eine echte, alte Postwaage hergestellt in dem VEB Wägetechnik Weimar, Betriebsteil Schnellwaagenfabrik Eisenach. Das ist mit Sicherheit noch ein Überbleibsel aus dem damahligen Techniktransfer unter den Kommunistischen Bruderstaaten (schmunzel).

Ostdeutsches Kulturgut in Kamboscha

VEB Wägetechnik Weimar auf dem Postamt in Sihanoukville
Genug der Nostalgie, hier noch etwas über meine Frau. Nun, sie ist nicht gerade vom Stress geplagt seit dem wir in Kambodscha angekommen sind, ganz wieder ihrer Natur. Wie ich schon vorrausgesehen habe hält sie das nicht lange aus und so ist sie zu dem Entschluss gekommen, das umzusetzen was sie am besten kann und das ist Kochen. Der neue Plan ist nun, sie möchte ein kleines Thairestaurant eröffnen! Ich habe diese Entscheidung begrüsst unter der Vorrausstzung, das sie nicht mit allzu grossen Kosten verbunden ist. So hat sie was zum fummeln und alle sind zufrieden. Da ich ja weiss das hier in Asien auch schon ein Strohdach mit ein paar Plastikstühlen ein Restaurant sind sehe ich der Sache gelassen entgegen. Ich rede ihr da auch garnicht rein und sie hat schon mal angefangen eine Speisekarte zusammenzustellen. Da hier viele anderssprachige Menschen unterwegs sind hat sie klugerweise auch Bilder von ihren Gerichten gemacht und mich gebeten einfach mal eins hier einzustellen.

Das ist ein grünes Thai Hühner Curry, normalerweise scharf!
Ist alles lecker und sehr gesund aber wenn ich mal die Schnauze voll habe von Reis dann gibts ja immernoch das hier:
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January 4th, 2008 admin
Ich habe davon damals in Thailand schon mal in den nachrichten gesehen und nicht schlecht gestaunt wie manche Dinge hier in Asien angegangen werden. Jetzt ist es leider auch in der Stadt passiert in der ich lebe. Eine Brandräumung im grossen Styl. Irgendwer hat über Nacht den gesamten Markt abgefackelt. ich habe nicht schlecht gestaunt als ich vorgestern am Morgen ins Gym gefahren bin und den Tumult auf der Strasse zum Markt gesehen habe. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet und bevor ich abbiegen musste habe ich noch ein paar Feuerwehrfahrzeuge stehen sehen ansonsten ein Meer aus schwarzehaarigen Köpfen und Baseballkappen. Im Sportstudio wurde ich dann aufgeklärt was geschehen ist. Mein heissgeliebter Mart genau im Zentrum von Sihanoukville ist mal eben abgebrannt und ich schreibe hier nicht von ein paar Buden sondern von einem unüberschaubaren Labyrint aus Ständen und schmalen Gängen das ungefähr die Grösse von zwei Fussballfeldern einnimmt.

Das Werbeschild für das neue Bauvorhaben steht schon da
Es sind zum Glück keine Menschen verletzt oder sogar getötet worde, darauf achtet man schon in einem buddhistischem Land. Ich bin hier Ausländer und ich möchte auch keine Partei ergreifen aber man munkelt, das dieses Filetgrundstück an einen reichen Menschen verkauft wurde der den darauf ansässigen Markthändlern die Mietverträge gekündigt haben soll. Die Markthändler haben das wohl nicht eingesehen und sind einfach geblieben, daraufhin ist der ganze Marktplatz mit allem was darin war in Rauch und Asche aufgegangen. Pech für die Markthändler und alle die damit zu tun hatten. Pech auch für alle die dort täglich einkaufen gegangen sind. Aber so wird das nun mal in Südostasien geregelt, das ist kein Einzelfall. In meinem Beitrag Der zentrale markt von Sihanoukville könnt ihr noch ein paar Bilder von vor dem Brand sehen.
Ich möchte nochmal erwähnen, das die Begleitumstände die ich hier erwähne mir durch Dritte zugetragen wurden und in Einzelheiten variieren können aber der Fakt bleibt der Markt ist weg und es ist auch niemand mit der Zigarette eingeschlafen. Meine Frau geht jetzt immer zum kleinen Markt der weniger Angebot hat und dadurch das jetzt alle da einkaufen müssen hoffnungslos überlaufen ist. Was die Händler vom zentralen Markt jetzt machen steht in den Sternen. Es gibt nicht weit vom alten Standort ein Areal, auf dem schon fertige relativ neue, fest gemauerte Marktstände vorhanden sind. Das Gelände nennt sich “Trade Center”, ist umzäunt und liegt einsam und ungenutz da, wielange schon weiss ich nicht. Dort kostet die Jahresmiete pro Stand wohl 4.000,- $ (wieder eine Information von einem auch hier ansässigen Ausländer) und das übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der Händler. Speziell jetzt, nachdem sie ihr gesamtes Inventar im Feuer verloren haben. Und da regt man sich in Deutschland über Kleinigkeiten auf, unfassbar!
Blogpost zum Thema Sihanoukville / Kambodscha in einem anderen Blog:
Nachrichten Urlaub und Reisen - Die schönsten Strände in Asien
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