Wie man als deutscher Auswanderer in Sihanoukville, Kambodscha lebt
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Was man auch ueber Kambodscha wissen sollte

March 23rd, 2008 admin

Nun sind wir fast ein Jahr hier in Sihanoukville und fühlen und auch noch sehr wohl aber ich finde man sollte auch einmal die Dinge erwähnen die man nicht unbedingt in den Dokumentationen aus und über Kambodscha findet, durch die rosarote Brille gesehenes gibt es überall aber es kann ja nicht angehen, das in einem dritte Welt Land, das auch noch in jüngster Vergangenheit soviel Schreckliches durchgemacht hat, plötzlich das Paradies entstanden sein soll. Wohl bemerkt, alle Dinge die ich hier in diesem Artikel aufführe sind für meine Frau und mich kein Grund diesen Ort zu verlassen weil wir damit umgehen können und die positiven Aspekte überwiegen worüber ich ja auch schon ausführlich hier in meinem Blog berichtet habe. Diejenigen die hier Urlaub machen wollen wird das nicht vorrangig berühren aber jemand der beabsichtigt hier herzuziehen wie wir es gemacht haben sollte auf jeden Fall das eine oder andere wissen.

Ich möchte hier nicht missverstanden werden aber ich schreibe es einfach mal ganz banal, die allermeisten Menschen hier mit denen man es zu tun bekommt sind ganz einfach dumm. Der Eine oder Andere würde vielleicht sagen, sie sind ungebildet. Ich sage das kommt zur Dummheit noch dazu. Die Gründe dieser Massendummheit dürften jedem bekannt sein der sich mit Kambodscha seiner Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Ich meine das auch nicht abwertend, sondern stelle lediglich fest. Schon das alleine kann für einen Mitteleuropäer mit durchschnittlicher Schulbildung zu einem Problem werden. Viele der hierlebenden Deutschen die ständigen Kontakt zu Kambodschanern haben, z.B. durch ein Geschäft, stehen früher oder später am Rande des Nervenzusammenbruchs, die meisten erhohlen sich zum Glück wieder. Angemerkt soll sein das es den Ausländern in Thailand nicht viel anders geht, wir haben es ja auch jahrelang durchgemacht.

Das zweite was man wissen sollte ist, das wenn man hier ein Geschäft betreiben möchte und das auch wirtschaftlich tun will, Kambodscha nicht unbedingt so billig ist wie man annehmen sollte. Speziell in den letzten Monaten sind die Preise drastisch angezogen, sowohl für Lebensmittel als auch für Mieten und das teilweise in einem ungerechtfertigtem Verhältnis. Das hat selbstverständlich mit dem schwachen Dollar zu tun aber nicht nur. Wir haben uns in den letzten Wochen nach einem Haus für einen Bekannten aus Deutschland umgesehn und haben viel interessante Informationen gesammelt. Zum einen habe ich festgestell, das viele Leute hier an Selbstüberschätzung leiden. Selbstüberschätzung was den Standort Kambodscha und speziell Sihanoukville angeht. Man hat versucht uns zu erklären, das eine Mietsteigerung um 33,33 % in einem halben Jahr mit der verbesserten Infrastruktur in Sihanouville zu rechtfertigen sei. Das sehe ich anders, es gibt immernoch regelmässige Stromausfälle von bis zu einer Stunde, das Kabelfernsehen setzt auch immernoch regelmässig aus und von der miserablen und viel zu teueren Internetverbindung wollen wir garnicht erst sprechen. Die Müllabfuhr die 8 Autos zur Verfügung hat, von denen immernoch 6 kaputt sind, so das manchmal der Müllsack 4-5 Tage vor unserem Eingangstor steht und vor sich hin stinkt. Da kommen dann die armen Leute und reissen den Müllsack auf um nach brauchbarem der Wohlstandsgesellschaft zu suchen und lassen ihn dann so stehen. Den Rest machen dann die Hunde. Also ehrlich gesagt ich sehe hier null Verbesserung der Infrastruktur aber vielleicht meint man ja die neu installierte Ampel and der Kreuzung die noch nicht funktioniert. Alles in allem ist es zwar bei weitem billiger als in Europa aber viel zu teuer für das was man für sein Geld bekommt.

Wir waren heute am Strand und haben einen Schreck bekommen. Unser Stammrestaurent hat den Besitzer gewechselt. Vorher war das Geschäft in der Hand eines Hong Kong Chinesen jetzt haben es Kambodschaner übernommen. Ich habe mir einen Kaffe bestellt wie immer und habe ihn diesmal in einer Tasse bekommen die 100%ig nicht abgewaschen wurde nachdem sie in Gebrauch war, also haben wir das mit der Essenbestellung erstmal  ausgelassen. Der Strand vor dem Restaurant war Müllverseucht bis ins Wasser rein, was auch das Schwimmengehen erstmal vermiest hat. Wir wissen jetzt das es für uns das letzte mal an diesem Strand gewesen sein wird, zum Glück gibt es ja hier auch noch andere Strände die sauberer sind.

So, das sollte erstmal genug unkerei sein, ich könnte jetzt noch eine Stunde lang über die Verkehrsverhälnisse schreiben aber das lasse ich mal lieber. Ich halte das für wichtig, das Auswanderer das wissen weil auch wer schon mal hier war und in einem Hotel oder Guesthouse gewohnt hat bekommt davon meist sehr wenig bis garnichts mit.