Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Die lieben Nachbarn

Heute hatte ich ein merkwürdiges Erlebnis in unserer Khmer Nachbarschaft. Ich habe bereits über die Familie des alten Polizisten geschrieben, die die drei Häuser neben uns wohnt: Not und heile Welt liegen dicht zusammen in Kambodscha auch in unserer Strasse Nun kamen wir vorhin vom Frühstück zurück und wie immer saß der alte Polizist und seine Familie, auf hellblauen Plastikstühlen, vor dem kleinen Holzhaus. In der Zeit in der wir Frühstücken waren hat unser „noch“ Vermieter schon das Schild ‚Zu Vermieten‘ an das Eingangstor zu unserem „noch“ Haus angebracht. Das wurde natürlich von allen beobachtet und ich wurde sofort von dem Polizisten darauf angesprochen.

Ich bin dann zu ihnen rüber gegangen und spürte sofort die eisige Stimmung. Der einzige der sich normal verhielt war der alte Khmer, seine Familie dagegen schaute mich an als wenn sie mir gleich an die Gurgel springen wollten. Der Alte fing nun an mich auszufragen, warum wir ausziehen, wohin wir ziehen, wie hoch die neue Miete ist, wer der Vermieter ist, woher wir von der Wohnung wussten u.s.w.. Ich habe ihn mit ein paar allgemeinen Antworten abgespeist weil es nicht ratsam ist den Leuten hier zu viele private Informationen zu geben.

Seine Frau, die jüngere Tochter und die Tante starrten mich weiterhin mit eisigen Minen an. Nichts mehr mit Lächeln und freundschaftlichem Gehabe. Aber ist das nun mal in dieser Ecke der Welt so, nicht nur hier in Kambodscha. Solange man sich von euch einen Vorteil verspricht werdet ihr als gute Freunde behandelt, gibt es nichts mehr zu holen sagt man euch nicht mal mehr ‚Guten Tag‘. Wahrscheinlich waren sie auch sauer, das wir nicht erst sie nach einem neuen Mietobjekt gefragt haben. Jeder Kambodschaner kennt einen anderen Kambodschaner, der ein Haus oder ein Apartment zu vermieten hat. Mietet dann einer gibt es Provision für den Vermittler. Ein lohnendes Geschäft mit den Ausländern die eine Bleibe für länger suchen.

Posted in Auswandern.

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