Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Sihanoukville die Stadt der christlichen Missionen

Wusstet ihr, das Kambodscha ein Tummelplatz für christliche Sekten ist? Hier in Sihanoukville sind z. B. etliche chinesische, indische, koreanische und nordamerikanische Christen in Gruppen,- oder in Einzelmissionen unterwegs, die den Khmer ihren Glauben aufschwatzen wollen. Das geschieht selbstverständlich alles im Auftrag des Herren. Die Vorgehensweise der Missionare ist immer die Selbe. Sie bieten Hilfe an und verlangen dafür, das man zum Christentum konvertiert. Die einfach strukturierten Kambodschaner, die sich über jede Hilfe freuen und sehr einfach zu manipulieren sind, sind da natürlich ein gefundenes Fressen.

Ausgerechnet ich, der mit der Kirche überhaupt nichts am Hut hat, habe nun vor einer Woche solch einen Missionar hier in Sihanoukville in einem Reisebüro kennengelernt. Er viel auf weil ihn offenbar alle in diesem Laden kannten und er jeden mit Bruder angesprochen hat. Er setzte sich neben mir auf den Stuhl was meinen Sohn veranlasste ihn anzusprechen. Es dauerte nicht lange und ich wurde in das Gespräch mit eingebunden und erfuhr, das der Mann seit 9 Jahren in Kambodscha als Missionar tätig ist und aus Indien kommt. Seine Einrichtung hat den Namen ‚Samaritan Love Mission‘.

Da ich noch nie mit einem Missionar aus Indien zu tun hatte habe ich mich mit ihm zum Essen verabredet. Ein paar Tage später bei unserem gemeinsamen Mittagessen habe ich dann festgestellt, das dieser Mann ziemlich gut drauf ist. Ich habe ihm gleich am Anfang deutlich zu verstehen gegeben, wie ich das mit der Kirche halte aber das fand er völlig in Ordnung so. Er erzählte, das er in seiner Mission, für Kinder die sich keine Schule leisten können, kostenlosen Schulunterricht gibt. Er leistet kostenlose, medizinische Grundversorgung in besonders armen Dörfern in der Provinz Sihanoukville und versorgt die Gefangenen im Sihanoukville Provinzgefängnis mit dringend benötigten Medikamenten. Die Mittel dafür stammen aus Spenden die er persönlich sammelt.

Ich denke, das es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, das ich mich mit diesem indischen Missionar treffe. Erstens sind Kontakte wichtig und zweitens haben mich Menschen, die besonderes tun und auch ein besonderes Leben führen schon immer interessiert.

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Posted in Sihanoukville.

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