July 30th, 2008 admin
1971 gewinnt die kommunistische Rote Khmer - unterstützt von Nordvietnam und der VR China - die Herrschaft über den größten Teil Kambodschas. Um die 2 Millionen Kambodschaner wird die vierjährige Schreckensherrschaft der Roten Khmer das Leben kosten - fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung und ein Völkermord am eigenen Volk. Typisch für kommunistische Regime. Den “neuen Menschen” [...]
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July 27th, 2008 admin
Fünf filmische Exkursionen auf dem Dokumentarfilmfest - von Phnom Penh über Island bis ins Innere des Kreml. mehr…
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July 25th, 2008 admin
Mit der Kolonialherrschaft der Franzosen und dem grausamen Regime der Roten Khmer hat Kambodscha eine bewegte Geschichte hinter sich. Doch langsam werden aus Ruinen wieder Häuser, entwickelt sich die Infrastruktur des Landes. Unser Autor hat sich auf den Weg an die Küste gemacht.
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July 21st, 2008 admin
In Kambodscha spielt sich derzeit ein neokolonialer Prozess der Enteignung und Vertreibung von Teilen der Landbevölkerung ab, welcher nur mit kolonialen “Landnahmeprozessen” oder mit Ereignissen während des Prozesses der ursprünglichen Akkumulation in Europa wie den Highland Clearances zu vergleichen ist. Die Regierung unter Premieminister Hun Sen hat ca. 45% des Landes an “Investoren”, häufig britische, [...]
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July 14th, 2008 admin
Ich habe in den letzten paar Monaten des öfteren Anfragen nach seriösen Maklern bzw. Häuser und Apartments in Sihanoukville erhalten, der Leben in Kambodscha Blog hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, das Auswanderungswillige mir schreiben.
Wir sind keine Immobilienmakler aber meine Frau hat viel Zeit und Hummeln im Hintern. Also hat sie sich schon vor Monaten auf den Weg gemacht und Sihanoukville, nach für Westler geeigneten, Objekten durchkämmt. Die Situation am örtlichen Immobilenmarkt ist die selbe wie man sie in Thailand vorfindet, eher noch korrupter.
Es funktioniert folgendermassen, jeder Kambodschaner der einen Ausländer zu einem Vermietwilligen Hauseigentümer bringt bekommt in 95% der Fälle eine Provision von durchschnittlich einer Monatsmiete. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen was das bedeutet. Das ist so als wenn man ein Kopfgeld auf Kauf.- und Mietinteressenten ausgesetzt hätte. Die ersten in diesem Geschäft sind die unzähligen Motorrad Taxifahrer die hier an jeder Ecke rumlungern. Sie, normalerweise sind die ersten die Kontakt zum Barang (sowie der weisse Ausländer hier genannt wird) bekommen, weil wen spricht man an wenn man aus dem Hotel oder Guesthouse kommt und ein bestimmtes Ziel vor Augen hat? Richtig, den Motorrad Taxifahrer der genau vor dem Eingang auf einen wartet.
Taxifahrer: Where you go?
Du: I am looking for an real estate agency!
Taxifahrer: I know, I know come with me, I show you House.
Du: Ok, lets go.
Und schon hat es angefangen, man wird sie schwer wieder los.
Dieser Junge hat natürlich überhaupt keine Ahnung wovon er da redet, er sieht jetzt nicht mal mehr dein Gesicht, er hat nur noch die Provision vor Augen. Auf jeden Fall kennt er etliche Hauser die zum Verkauf oder zur Vermietung stehen und die wird er dir nun alle zeigen wollen. Der Taxifahrer spricht im Regelfall ein paar einstudierte englische Sätze die sich hauptsächlich auf seinen Job als Fahrer beziehen (es gibt einige Ausnahmen) und die Hauseigentümer sprechen in den allerseltensten Fällen mehr Englisch als “Hallo” und “Bye Bye”. Und nun verhandle mal mit den Beteiligten über einen Mietvertrag oder sogar Kaufvertrag für deine künftige Bleibe, viel Erfolg.
Ich kann nur dringendst davon abraten sich mit Leuten die man auf der Strasse kennenlernt, sei es nun ein Taxi oder Tuk-Tuk Fahrer oder der Hotelpage oder, oder, oder…., auf Vermietungs oder Kaufangelegenheiten einzulassen. Auch die Webseiten der lokalen Immobilien Büros haben meist Objekte im Angebot die ich schon seit einem Jahr dort sehe und bei denen man nicht unbedingt weiss ob sie überhaupt jemals zur Disposition gestanden haben.
Es gab auch schon Fälle da haben eingewanderte, weisse etwas von jemanden gemietet dem das Mietobjekt garnicht gehöhrt hat. Ich könnte mir in die Hosen pissen vor Lachen wenn ich sowas höhre, ich meine wie Lebensunerfahren muss man den sein damit einem sowas passiert? Da kommt dann irgenwann nachdem man neu gestrichen und alles eingerichtet hat der wahre Eigentümer aus Phnem Penh und bittet zu Recht um sofortige Räumung. In diesen Fällen wird von dem Betrüger auch gleich einen Jahresmiete im vorraus kassiert damit es sich auch lohnt.
Das alles soll aber niemanden abschrecken sich hier niederzulassen (Spass ein > Bitte nur nicht allzuviele, Mallorca ist die andere Richtung < Spass aus) und jeder kann das ja auch so machen wie er will und wieder andere haben vielleicht ganz andere Erfahrungen als meine Frau und ich gemacht.
Wir haben uns jedenfalls entschieden denjenigen von euch zu helfen die in Sihanoukville eine Haus oder ein Apartment kaufen oder mieten wollen. Ich möchte betonen, das wir kein Maklerbüro sind und es auch nicht vorhaben eines zu werden. Wir kennen hier aber seriöse Makler und meine Frau kennt etliche Objekte die man dann direkt vom Eigentümer mieten oder kaufen kann ohne gefahr zu laufen betrogen zu werden. Versierte Dolmetscher stehen uns jederzeit zur Verfügung.
Bitte beachtet, das wir euch keine verbindlichen Informationen über kambodschanisches Steuer.- und Grundbuchrecht geben können, hierfür haben wir aber eine kompetente Adresse für euch.
Der beste Weg ist, wenn ihr einfach hier auf diesen oder auch jeden anderen Artikel in meinem Blog einen Kommentar schreibt. Da könnt ihr dann loswerden was ihr sucht und wann ihr hier eintrefft. hinterlasst einfach eure Email Adresse (ein Eingabefeld dafür ist vorhanden) und ich antworte euch. Sollte dann zwichen euch und dem Eigentümer ein Miet.- oder Kaufvertrag zustandekommen (auch hierfür gibt es professionelle Betreuung) wird meine Frau von euch für ihre Bemühungen eine kleine Gebühr erheben. Na, wie höhrt sich das an?
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July 10th, 2008 admin
Wer hätte das gedacht, mein Leben in unserem beschaulichen Städtchen Sihanoukville fängt an stressig zu werden. Kein negativer Stress wie man ihn noch aus dem Alltagsleben damals in Deutschland in Erinnerung hat, sondern positiver Stress. Hervorgerufen durch Dinge die man freiwillig und gerne macht.
Es sind drei Dinge die mein eher gemütlichen Tagesablauf verändert haben, das erste ist das ich nun zusätzlich zu meinem persönlichen Online Geschäft nun den ersten, ernstzunehmenden Auftrag zur Gestaltung von fremden Webseiten angenommen habe. Eine hoch interessante Tätigkeit die sich bestens in mein gewohntes Arbeitsfeld einfügt.
Nun aber kommen wir zu den Aufregenden Ereignissen, kurz vor meinem 42. Lebensjahr kann ich nocheinmal die Erfahrung machen wie es sich so als Mitglied eines offiziellen Motorrad Clubs anlässt. Ich passe zwar mit einer derzeit Offroad Maschine nicht ganz so ins Bild der Chopper fahrenden Biker aber was nicht ist kann ja noch werden. Mein Kutte mit den Colors, so wie die Lederweste mit den Clubemblemen gennt wird, ist jedenfalls schon beim Schneider in Arbeit. Der Lone Brothers MC, Cambodia ist praktisch noch in der Gründungsphase, also gillt es etwas neues aufzubauen und auf die Beine zustellen und das ist genau mein Ding. Zweiter Vorteil, Kameradschaft wird gross geschrieben bei den Lone Brothers, eine Tugend die man nicht allzu oft bei im Ausland lebenden Deutschen vorfindet. Ich freue mich jedenfalls auf eine gute Zeit in meinem ersten Motorrad Club.
Hier könnt ihr nachlesen wie es zum ersten Kontakt mit den Lone Brothers kam: Kambodscha hat seinen ersten Motorrad Club
Zu guter letzt ist hier in Sihanouk Ville nun auch ein Expats Club, für hier lebende Ausländer in der Entstehungsphase und ich habe meine volle Unterstützung zugesagt. Es wird ein Club in dem sich Ausländer treffen um Erfahrungen, Tips und Meinungen auszutauschen und sich natürlich auch gegenseitig zu unterstützen. Viele der Ausländer hier haben eigene Geschäfte, so das nachher ein ernstzunehmendes Geschäftliches Netzwerk entstehen kann, die Vorteile kann sich wohl jeder selber ausmahlen.
Ich denke, das reicht mir dann auch erstmal an zusätzlichen Aktivitäten. Nachdem ich nun 2 jahre wie angekettet (mit wenigen Ausnahmen) täglich am Computer gesessen habe ist es wieder mal etwas ganz neues ein paar Stunden Pause einzulegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
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July 7th, 2008 admin
Wegen Kindesmissbrauchs ist ein Deutscher in Kambodscha zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in der Hauptstadt Phnom Penh sah es als erwiesen an, dass der 61-Jährige ein 14 Jahre altes Mädchen missbraucht hat.
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July 5th, 2008 admin
Die Polizei stuermte am vergangenen Dienstag hier in Phnom Penh ein Haus, um einen mutmasslichen Drogendealer festzunehmen. Die trafen den Mann auch an, legten ihm erst Handschellen an und ihn dann auf den Boden. Dann durchsuchten sie das Haus. Leider durchsuchten sie nicht den Mann. Der hatte naemlich eine Pistole und benutzte sie auch. Das Ergebnis: [...]
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July 3rd, 2008 admin
Das letzte mal habe ich über die grosse Ansammlung von diversen christlichen, ausländischen Missionen in Sihanoukville berichtet und ganz speziell über einen Inder der hier so eine karitative Mission leitet.
Der Mann heisst Jonah Ahma, er ist ein Reverent und Direktor der “Samaritan Love Mission” Sihanoukville, Kambodscha. Wenn ihr öfters in meinem Blog lest dann wisst ihr, das ich gerne interessante Menschen kennenlerne und hier haben wir so eine Person.
Schon bei unserem ersten Treffen haben ich ihm aus einer Laune herraus zugesagt, das ich ihm eine Webseite bzw. einen Blog einrichten werde auf dem er dann seinen heilige Mission in die unendlichen Weiten des Internet hinaustragen kann. Weiss auch nicht warum ich das zugesagt habe aber es zeigt mir wieder das ich irgenwo doch ein gutes Herz habe (genug des Eigenlobs).
Heute haben wir uns nun wieder zum Lunch verabredet und ich habe wieder einigen Geschichten aus seinem Leben gelauscht. Das das ein interresanter Mensch ist steht ausser Frage, auch wenn er dem mir völlig suspektem Christentum anhängt oder vielleicht gerade deshalb. Dem einen oder anderen mag mein Lebenswandel vielleicht abenteuerlich erscheinen aber wenn man diesem Manne lauscht erscheint mein 10 jähriger südost Asien Aufenthalt wie eine Pauschalreise von Neckermann.
Er lebt jetzt seit 9 Jahren in Kambodscha und die meiste Zeit davon in Sihanoukville, er lehrt selber English und leitet eine Schule mit ca. 200 Schülern. Ein Teil dieser Schüler sind Kinder aus einem kleinen sehr armen Dorf im Umland von Sihanoukville die er jeden Morgen mit einem eigens dafür angeschafften Schulbus abhohlen lässt und nach dem Unterricht nachhause bringen lässt. Das alles ist kostenlos für die Familien weil sie eh kein Geld haben. In ihrem Dorf existiert keine Schule und auf einer mageren Kuh können die Kinder die 40 km bis Sihanoukville ja auch nicht zurücklegen.
Neben dem Versuch den armen kambodschanischen Kindern etwas Bildung beizubringen, leistet er noch medizinische Grundversorgung für diejenigen die es am nötigsten haben und füttert unzählige kleine und mittelgrosse, zerlumpte Lümmel mit durch, von denen einer der ersten es in all den Jahren bis auf die Universität gebracht hat. Es gibt da noch einiges mehr was er hier auf die Beine gestellt hat aber das könnt ihr dann selber in seinem zukünftigen Blog nachlesen, den ich euch dann hier vorstellen werden wenn er fertig ist.
Und wie sollte es anders sein, das alles finanziert er ausschliesslich durch Spendengelder, nach denen er hinterher ist wie der Teufel hinter der Seele (ein bischen Spass muss sein). Da Jonah kein blöder, sonder ein studierter Mann ist hat er ein weltumspannendes Netzwerk von Spendern aufgebaut welches seine Unternehmungen hier in kambodscha finanziert.
Hut ab Herr Reverent, das könnte ich nicht, dafür bin ich zu egoistisch. Und da wir gerade dabei sind, habe ich mir natürlich auch einen kleinen Vorteil aus dieser Verbindung herrausgeschlagen. In diesem Falle kommt er uns allen zu gute, weil mir Bruder Jonah Zugang zu seinem einmaligem Fotoarchiv gewährt hat. Das sind hunderte von teilweise erstklassigen Fotografien mit Motiven und Menschen aus Gegenden in Kambodscha in denen man noch nie einen weissen Menschen gesehen hat. Zu vielen dieser Bilder kann Jonah eine spannende Geschichte erzählen von Abenteuern die ihr da in der westlichen, zivilisierten Welt nicht einmal im Fernsehen seht. Zum Beispiel von einem kranken Kind in einem unzugänglichen Dorf, wo auschliesslich ehemalige Rote Khmer Soldaten mit ihren Familen leben. Das Kind wurde bei seinem Eintreffen dort von der Mutter zu ihm gebracht, als er sich das Kind, das auf einem Holztisch lag ansah ist es ihm unter der Hand weggestorben, da hat er fürchterliche Angst bekommen weil er erwartet hat das man ihn nun dafür verantwortlich machen würde. Also hat er wie ein Verrückter versucht das Kind wiederzubelebn und hat es auch geschafft. Das Kind ist zu sich gekommen und hat seine Mutter gefragt ob es nun endlich die Medizin bekommen würde. Man muss ich das mal vorstellen was für eine Situation.
So, nun genug von den Missionaren hier in Sihanoukville. Ich werde mich schleunigst dranmachen und mir die besten Bilder aus seinem Archiv aussuchen und sie dann hier in den Leben in Kambodscha Blog für euch posten. Also bleibt am Ball!
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