Mein zweites Treffen mit indischen Missionar in Sihanoukville
Das letzte mal habe ich über die grosse Ansammlung von diversen christlichen, ausländischen Missionen in Sihanoukville berichtet und ganz speziell über einen Inder der hier so eine karitative Mission leitet.
Der Mann heisst Jonah Ahma, er ist ein Reverent und Direktor der “Samaritan Love Mission” Sihanoukville, Kambodscha. Wenn ihr öfters in meinem Blog lest dann wisst ihr, das ich gerne interessante Menschen kennenlerne und hier haben wir so eine Person.
Schon bei unserem ersten Treffen haben ich ihm aus einer Laune herraus zugesagt, das ich ihm eine Webseite bzw. einen Blog einrichten werde auf dem er dann seinen heilige Mission in die unendlichen Weiten des Internet hinaustragen kann. Weiss auch nicht warum ich das zugesagt habe aber es zeigt mir wieder das ich irgenwo doch ein gutes Herz habe (genug des Eigenlobs).
Heute haben wir uns nun wieder zum Lunch verabredet und ich habe wieder einigen Geschichten aus seinem Leben gelauscht. Das das ein interresanter Mensch ist steht ausser Frage, auch wenn er dem mir völlig suspektem Christentum anhängt oder vielleicht gerade deshalb. Dem einen oder anderen mag mein Lebenswandel vielleicht abenteuerlich erscheinen aber wenn man diesem Manne lauscht erscheint mein 10 jähriger südost Asien Aufenthalt wie eine Pauschalreise von Neckermann.
Er lebt jetzt seit 9 Jahren in Kambodscha und die meiste Zeit davon in Sihanoukville, er lehrt selber English und leitet eine Schule mit ca. 200 Schülern. Ein Teil dieser Schüler sind Kinder aus einem kleinen sehr armen Dorf im Umland von Sihanoukville die er jeden Morgen mit einem eigens dafür angeschafften Schulbus abhohlen lässt und nach dem Unterricht nachhause bringen lässt. Das alles ist kostenlos für die Familien weil sie eh kein Geld haben. In ihrem Dorf existiert keine Schule und auf einer mageren Kuh können die Kinder die 40 km bis Sihanoukville ja auch nicht zurücklegen.
Neben dem Versuch den armen kambodschanischen Kindern etwas Bildung beizubringen, leistet er noch medizinische Grundversorgung für diejenigen die es am nötigsten haben und füttert unzählige kleine und mittelgrosse, zerlumpte Lümmel mit durch, von denen einer der ersten es in all den Jahren bis auf die Universität gebracht hat. Es gibt da noch einiges mehr was er hier auf die Beine gestellt hat aber das könnt ihr dann selber in seinem zukünftigen Blog nachlesen, den ich euch dann hier vorstellen werden wenn er fertig ist.
Und wie sollte es anders sein, das alles finanziert er ausschliesslich durch Spendengelder, nach denen er hinterher ist wie der Teufel hinter der Seele (ein bischen Spass muss sein). Da Jonah kein blöder, sonder ein studierter Mann ist hat er ein weltumspannendes Netzwerk von Spendern aufgebaut welches seine Unternehmungen hier in kambodscha finanziert.
Hut ab Herr Reverent, das könnte ich nicht, dafür bin ich zu egoistisch. Und da wir gerade dabei sind, habe ich mir natürlich auch einen kleinen Vorteil aus dieser Verbindung herrausgeschlagen. In diesem Falle kommt er uns allen zu gute, weil mir Bruder Jonah Zugang zu seinem einmaligem Fotoarchiv gewährt hat. Das sind hunderte von teilweise erstklassigen Fotografien mit Motiven und Menschen aus Gegenden in Kambodscha in denen man noch nie einen weissen Menschen gesehen hat. Zu vielen dieser Bilder kann Jonah eine spannende Geschichte erzählen von Abenteuern die ihr da in der westlichen, zivilisierten Welt nicht einmal im Fernsehen seht. Zum Beispiel von einem kranken Kind in einem unzugänglichen Dorf, wo auschliesslich ehemalige Rote Khmer Soldaten mit ihren Familen leben. Das Kind wurde bei seinem Eintreffen dort von der Mutter zu ihm gebracht, als er sich das Kind, das auf einem Holztisch lag ansah ist es ihm unter der Hand weggestorben, da hat er fürchterliche Angst bekommen weil er erwartet hat das man ihn nun dafür verantwortlich machen würde. Also hat er wie ein Verrückter versucht das Kind wiederzubelebn und hat es auch geschafft. Das Kind ist zu sich gekommen und hat seine Mutter gefragt ob es nun endlich die Medizin bekommen würde. Man muss ich das mal vorstellen was für eine Situation.
So, nun genug von den Missionaren hier in Sihanoukville. Ich werde mich schleunigst dranmachen und mir die besten Bilder aus seinem Archiv aussuchen und sie dann hier in den Leben in Kambodscha Blog für euch posten. Also bleibt am Ball!
Beiträge zum Thema aus anderen blogs:
Martinshilfe 2008» Blogarchiv » Martinshilfe 2008 - Projekte Ma..
Die lieben Nachbarn « Hier ist Kambodscha
TravelBlog : Corinne Burri & Gereon Wagener - Projektreise durch Afrik..
Dringende Hilfe für Herz-OP « Info, Test, Tricks, Tipps, Verglei..
Nahrungsmittelhilfe eingestellt « TOTAL GLOBAL
Cambodian Candy» Blogarchiv » Enemy of the Sun
Sophea - Hilfe für Kambodscha | Advent.at *** Die einzige Weihnachtsseite..
Infektionen - Gesundheitsgefahr aus den Tropen « Heutenews’s We..
Eventuell ähnliche Posts:
- Die ersten Freunde treffen in Sihanoukville ein
- Einen lokalen Führerschein habe ich zwar noch nicht, dafür aber...
- Was gibts bei uns neues aus Sihanoukville ?
- Wer hätte das gedacht, mein Leben in unserem beschaulichen Städtchen...
- Wer eine Bleibe in Sihanoukville sucht
- Ich habe in den letzten paar Monaten des öfteren Anfragen...
- Sihanoukville die Stadt der christlichen Missionen
- Wusstet ihr, das Sihanoukville und wahrscheinlich auch Phnom Penh ein...
- Neues aus Sihanoukville
- Nach längerer Schreibpause habe ich mich nun entschlossen wiedermal etwas...
















Leave a Reply