Wie die deutsche Presse armen Ländern in Asien schadet

Ein guter Bekannter hat mich auf eine Artikel, vom 26. Jannuar 2009, auf der Bild.de Webseite aufmerksam gemacht bei dem mir fast die Kaffetasse aus der Hand gerutscht ist als ich ihn gelesen habe. Es ist eine verantwortunglose Ungeheuerlichkeit wie die Bild Zeitung hier die deutschsprechende Öffentlichkeit verschaukelt. Mit Halbwahrheiten und Effekthascherei wird hier ein negatives und verzerrtes Bild eines ohnehin schon auf der ganzen Line angeschissenen Landes dargestellt.

Es ist hier von einer jungen Frau die Rede, die in einem Bordell in Phnom Penh ein grauenhaftes Schicksal erlitten hat. Unbestreitbar grausam und schockierend was Menschen anderen Menschen nur aus Profitgier antuen.

Nur wie es dann der Öffentlickeit durch die Presse dargestellt wird steht auf einem ganz anderem Blatt. Ich lebe nun schon 10 Jahre hier in südost Asien, bin auch vorher schon viel rumgekommen auf der Welt und habe viel gesehen, erlebt und gehöhrt. Ich bezeichne mich nicht als Sextourist (war es nie gewesen), ich lebe mit meiner asiatischen Frau und unserem gemeinsamen Sohn glücklich und zufrieden in Kambodscha. Und eins kann ich mit Bestimmtheit sagen, Bordelle und Prostituierte sind hier in südost Asien allgegenwärtig und sie gehöhren definitiv zur asiatischen Kultur genauso wie es in vielen anderen Teilen der Erde genauso der Fall ist, hier vielleicht nur noch etwas mehr.

In all den Jahren habe ich noch niemals von einem Bordell gehöhrt in dem junge Frauen und Mädchen als Sklavinnen gehalten werden. Ich will hier nicht bestreiten das es so etwas gibt, wie wahrscheinlich in ost Europa genauso, aber das kann dann nur ein Einzelfall sein, der hier durch die Presse verallgemeinert wird. Wozu soll man die Damen auch als Sklaven halten, sie rennen doch freiwillig in die Beer Bars, Bordelle und Karaoke Buden. Man kann die Uhr danach stellen wann bei einer Neueröffneten Bar oder Pub die ersten freischaffenden Mädels vom Lande kommen und fragen ob sie hier auf Kundschaft warten dürfen.

Die Bild.de schreibt über die Geschichte der jungen Frau:

Ihre Geschichte – sie entlarvt all jene ignoranten Sex-Touristen, die Prostitution als Teil asiatischer Kultur und Tradition schönreden. Die, wann immer sie von einer Kindsfrau in einer schäbigen Bar angelächelt werden, glauben, das sei ein normales Geschäft, das stets auf Freiwilligkeit beruhe.

Bevorzugt sind da natürlich die Geschäfte der reichen Ausländer weil da ist es einfach einen Deutschen oder Australier oder Schweizer kennezulernen, der ihr dann den Weg in eine bessere Zukunft finanzieren soll. Das alles kann ich mit Bestimmtheit sagen weil ich viele Leute kenne die Bars, Bordelle  und Karaoke Buden betreiben, Ausländer wie Asiaten.

Kambodschanische Prostituierte

Kambodschanische Prostituierte

Hier gibt es in jedem kleinen Pissdorf Bordelle oder/und Karaoke Bars die allabendlich von einheimischen Männern, die sich das leisten können, gut besucht werden, wohlbemerkt hier kommt niemals ein Tourist hin. Jetzt soll mir mal einer sagen, das Prostitution in Asien nicht zur Kultur gehöhrt.

Ein armes Land wie Kambodscha, das im touritischen Aufbruch ist und es auch bitter nötig hat mit solchen verzerrungen der Realität, mit einem noch schlechteren Ruf zu behaften halte ich persönlich für eine bodenlose Frechheit.

Aber lest selber und behaltet dabei meine Worte im Hinterkopf:

Das Gesicht der Sklaverei

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2 Antworten zu “Wie die deutsche Presse armen Ländern in Asien schadet”

  • Beyond:

    Da Sie fast ausschließlich über Bars, Saufen, Fressen und Prostitution schreiben, nimmt man auch an, dass Ihr Kulturverständnis ebendort endet.

    Prostitution als (asiatische) Landeskultur zu bezeichnen ist daher etwas kühn. Ich würde sagen, es handelt sich bei der Prostitution, egal in welchem Land, um eine Männer-Kultur. Genauer : Um das “Kulturverhalten” gewisser Männer. Wobei der Begriff Kultur doch noch etwas präziser definiert werden sollte.

    Dass es weltweit Millionen von Sexarbeiterinnen in sklavischen Verhältnissen gibt, einen großen Teil davon in Asien, mögen Sie zwar heftig abstreiten, diese Tatsache wird allerdings von den zuständigen UN-Gremien ständig untersucht und durch unzählige Fakten bestätigt, – und jedes Jahr zahlenmäßig auch nach oben korrigiert.
    Diese Annual UN-Reports sind über Internet einlesbar. Allerdings müssten Sie hierfür richtiges Englisch lernen.

    Das Land K. hat ein Image, das offensichtlich doch mit dem Status quo des Landes korreliert. Wenn ausländische Hurenböcke und Pädophile in K. besonders fündig und heimisch werden, sollte sich das Land K. schleunigst um Gesetze und Maßnahmen kümmern, die verhindern, dass weiterhin Massenprostitution und Pädophilie den Imagecharakter dieses Landes designen.
    Dann würde zumindest die Bild-Zeitung nicht mehr so leicht fündig werden.

    Aber solange das Land K. Einwanderer mit beschränkten Interessen (wie Fressen, Saufen und Huren) bedient, werden sich Besucher mit echten Kultur- und Landesinteressen wohl tunlichst fernhalten.

  • admin:

    Da tummeln sich doch immerwieder Leser im Internet die zwar Uno-Reports in englisch lesen können aber offensichtlich Blogartikel in deutscher Sprache nicht der richtigen Webseite zuordnen können. Ich kann mich nicht erinnern, das ich als absoluter Alkoholabstinenzler nur übers Saufen schreibe, übers essen dann schon lieber aber die kambodschanische Küche ist nicht so sensationell als das man da dauernd drüber schreiben müsste. Was die Bars und auch die Prostitution angeht, habe ich ein paar Artikel in meinem Kambodscha Blog verfasst die das wiedergeben was ich seit Jahren persönlich in südost Asien sehe und höhre. Habe auch nie bestritten das es in Asien Prostitution gibt (wie übrigens überall auf der Welt). Vielleicht sollten sie doch lieber weiterhin UNO-Reports lesen

    Und noch zum Schluss lieber Kommentator um der Realität wieder etwas näher zu kommen – wenn ausschliesslich Menschen mit echtem Interesse an der Kultur eines Landes reisen würden, würde die eh schon stark angeschlagene Tourismusindutrie wohl gänzlich ihre Forten schliessen können. Das sollten sie auch mal der kambodschanischen Tourismusbehörde vorschlagen, die würden sie wahrscheinlich aus dem Land werfen.

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