Wenn man sich in Kambodscha aufhält kommt man nicht drumherum die vielen Schilder und Aufkleber von Hilfsorganisationen, die sogenannten NGO’s, zu bemerken. Wen wundert es, denn es sollen ja mehrere tausend davon hier aktiv sein, die jede nur erdenkliche Form von Hilfe anbieten. So gibt es Hilfsorganisationen für die körperliche Ausbeutung der Kinder, die sexuelle Ausbeutung der Kinder, die Mütter der ausgebeuteten Kinder, ausgebeutete Familien mit Kindern und vieles mehr. Die Liste an wohltätigen Nichtregierungsorganisationen in Kambodscha ist unendlich lang.

Hinzu kommen noch all die nicht organisierten Ausländer mit Helfersyndrom. Da war zum Beispiel das junge, deutsche Pärchen welches irgendwo in Kambodscha in einem Dorf ein Hilfsprojekt gestartet hat bis sie gemerkt haben, das sie von den Dorfbewohnern nicht akzeptiert wurden. Oder die zwei wohltätigen Ausländer die in einer abgelegenen Gegend Gutes tun wollten und mit einem Streifschuss davon kamen. Von diesen Einzelfällen einmal abgesehen fragt man sich wie es sein kann, das es bei so vielen Hilfsorganisationen überhaupt noch Armut in Kambodscha gibt?

Bekanntlich haben Mitarbeiter von Hilfsorganisationen ein recht angenehmes Leben in Kambodscha. Sie haben sogar besondere Previlegien, sie zahlen keine Visagebühren und haben auch verbilligte Internetanschlüsse. Viele Mitarbeiter der Hilfsorganisationen fahren große, schwere Geländewagen und wohnen in ebenso großen Häusern. Es ist von Mitarbeitern die Rede die auf einmal Grundstücke besitzen und nebenher florierende Geschäfte betreiben. Bei diesen Leuten dürfte wohl kein Interesse bestehen das Kambodscha seinen Status als Entwicklungsland verliert?