Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Angkor Wat im Kreuzfeuer von FOCUS Online

Was haben einige Leute eigentlich dagegen wenn in armen Ländern wie Kambodscha auch mal Geld verdient wird? Ob es nun große Summen wie Eintrittsgelder vieler Besucher sind oder auch nur der eine oder andere Dollar für ein paar Postkarten für ein Straßenkind. Die FOCUS Online Autorin Michaela Strassmair scheint da in ihrem Artikel niemanden etwas zu gönnen. Persönlich finde ich diesen Beitrag eine Frechheit, wie sie den Transport der schaulustigen Touristen per Tuk Tuk und Reisebus und die damit zwangsläufig verbundene Luftverschmutzung kritisiert. Ihrer Meinung nach sollten zukünftig alle Besucher die Tempelanlagen mit dem Fahrrad erkunden. Die Existenzen von Tuk Tuk Fahrern und lokale Transportunternehmen lässt Frau Strassmair unberücksichtigt.

Auch die Straßenkinder, die die Touristen mit T-Shirts, Reiseführern und Postkarten bedrängen, um ein paar Dollar zu verdienen, kommen nicht so gut dabei weg. Und überhaupt wie können trotz all dieser Widrigkeiten da noch so viele Touristen hinfahren, fragt sich die Verfasserin. Tja, liebe Frau Michaela Strassmair, ich habe auch Angkor Wat und die anliegenden Tempelanlagen besucht und zwar genau im Dezember in der Hauptsaison. Ich habe, wegen der angeblich schlechten Luft, weder Atembeschwerden bekommen noch bin ich von einem rasenden Motorrad umgefahren worden. Ich habe mir auch für einen Spottpreis einen Angkor Wat Reiseführer, eines Namenhaften Verlages, von einem Kindverkäufer gekauft, der in Deutschland soviel kostet wie hier der Eintrittspreis für den Tempel.

Alles in allem kann ich diese extrem negative Darstellung der Dinge in keinster Weise nachvollziehen aber überzeugt euch selber in dem Beitrag Mit Chirurgenmaske nach Angkor Wat, von Frau Michaela Strassmair der unglaublichen FOCUS Online Autorin.

Posted in Kambodscha.

2 Comments

  1. Nun,

    zum Artikel von Focus online kann man geteilter Meinung sein.

    Auch ich war letztes Jahr in Siem Reap und habe die Tempelanlagen von Angkor besichtigt. Ich war 3 Tage mit einem Tuktuk-Fahrer unterwegs, alles ok.
    Was mich allerdings ebenso wie die Focus-Redakteurin störte, waren die Kinder, die ihre Postkarten, T-Shirts oder sonstwas in aufdringlicher Weise zu verkaufen versuchten.
    Ich verurteile hier nicht die Kinder, die können ja nichts dafür, sondern vielmehr deren Eltern, die ihren Nachwuchs nicht zur Schule schicken und sie stattdessen auf die Touristen ansetzen.
    Ich hab gelesen, dass so ein Kind in der Hauptsaison bis zu 300 $ monatlich verdient, wesentlich mehr also als der Vater als Arbeiter bekommen würde und der braucht ja dann nicht mehr zu arbeiten, weil der Sohn oder die Tochter für den Lebensunterhalt aufkommt. Was mit dem Geld geschieht?Nun, wahrscheinlich wird es von den Eltern versoffen.
    Was ich sagen wollte: Bildung für Kinder ist enorm wichtig, gerade für ein Land wie Kambodscha, das ohnehin zu den ärmsten Ländern der Welt zählt.
    Gruß
    benny

  2. hallo ihr kambodscha-erstbefahrer. nichts wie es scheint (donkong)da die gesehene armut die außenansicht derer, aber nicht die zwänge und not einem großteil der bevölkerung die man nicht sieht und beurteilbar ist, entspricht. neudeutsch: erst sich kundig machen, dann urteilen. Denke, 80 % ist arm, mittelschicht 17 % rest ist reich, vielleicht korrupt, vom cia gekauft, schmiermittel aus deutscher hand oder von ngos, die zum reinen selbstzweck sich noch in kambodscha aufhalten, protechiert. problemlagen, die sich der beurteilung vieler turisten entzieht. die gegen kinderarbeit demonstrieren, aber nicht wissen, daß sich zehntausende kinder sich auf dem müllkippen in phnom phen und anderswo in kambodscha für ihr essen selbst sorgen müssen, ohne krankenversorgung und sonstigen sozialen europäischen errungenschaften früh sterben, verklavt oder in die prostitution gezwungen werden. fragt doch lieber leute die in kambodscha leben, die die probleme kennen und hilfe leisten, als rumzuklugscheißern. kambodscha ist schön, entwicklungsfähig und hat zukunftspotenzial, welches deutschland nicht mehr hat, immer mehr zu einem filialbetrieb für chinesische waren und andere billig-und raubkopien verkommt. die probleme sind im eigenen haus und nicht dem katalog der dritten welt zu entnehmen. macht urlaub in kambodscha, gebt geld aus und fahrt zufrieden nach hause und kommt wieder. noch in mainz, bald in pailin und sihanoukville zu hause, es grüßt reiner

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