Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Zur momentanen Sicherheitslage in Sihanoukville

Nun erleben wir es wieder, immer in der Regenzeit wenn die Touristen ausbleiben und bei den meisten das Geld knapp wird steigt in Sihanoukville die Kriminalitätsrate. Vor ein paar Tagen habe ich einen bekannten, deutschen auf der Strasse getroffen der mir erzählt hat, das in der Zeit wo er in Deutschland war in seinem Haus eingebrochen wurde. Es wurde restlos alles was einen gewissen Wert darstellt gestohlen und was für die Einbrecher keinen Wert hatte, wurde einfach zerstört. Der Bekannte meinte er hat, da es nicht das erste mal war, nun endgültig die Schnauze voll und er würde das Haus jetzt verkaufen und nicht mehr nach Kambodscha zurückkehren.

Sicherlich verständlich und wir wollen hoffen, das unser deutscher Bäcker nun nicht die gleichen Pläne hat wie mein Bekannter. Der Bäcker wurde nähmlich gestern abend gegen 22:00 Uhr in seinem Haus überfallen und ausgeraubt. Er hatte geschlafen als 3 Kambodschaner durch eine, unvorsichtigerweise offen gelassene, Tür in sein Haus eingerungen sind. Als er erwachte wurde er von den Einbrechern, die mit einem Messer und einer Schere bewaffnet waren, bedroht und aufgefordert ruhig zu bleiben während sie Bargeld und Computerzubehör einsackten. Nachdem die Räuber wieder verschwunden waren tat der Bäcker das was man normalerweise tut wenn man gerade Überfallen wurde, er hat die Polizei angerufen (offensichtlich eine Tat unter Schockeinwirkung).

Denn leider ist der Vorfall nach Einbruch der Dunkelheit geschehen und da hat die Polizei bereits Feierabend. Da ist es doch auch ganz klar, das um diese Uhrzeit niemand mehr von den Herrn an einem Tatort erscheint und einen Bericht aufnimmt, oder? Jedenfalls hier ist das so! Ob er nun heute selber zur Polizeistation gegangen ist oder einfach garnichts tut kann ich noch nicht schreiben. Was ich aber schreiben kann ist, das wenn der Bäcker hier auch seine Zelte abbauen sollte, weil er einfach genug hat von den ganzen kleineren und grösseren Gaunereien die er im laufe der Jahre erlebt hat, es mit vernünftigem Brot und auch importierten Fleisch- und Wurstwaren ganz schön dünn aussehen wird.

Hier nochmal ein paar gutgemeinte Kambodscha Tipps für alle Auswanderer die beabsichtigen nach Sihanoukville zu ziehen. Ihr habt hier keinerlei Rechtssicherheit und könnt auch nicht auf die Unterstützung der lokalen Sicherheitsbehörden hoffen. Es wird gestohlen was das Zeug hält und von Fällen wo es auch um die Bedrohung von Leib und Leben geht hört man jetzt öfters. Es gibt da ein paar einfache Grundregeln zu befolgen, wie man es in jedem Land mit so krassen sozialen Gegensätzen tuen sollte.

  1. Wenn ihr ein Haus oder eine Wohnung mietet überzeugt euch, das die Fenster alle stabil vergittert sind und alle Eingangstüren solide und gut verschliessbar sind. Seht euch eure Nachbarschaft an!
  2. Verlasst niemals das Haus ohne alle Fenster und Türen gut verschlossen und abgeriegelt zu haben.
  3. Wenn ihr alleine zuhause seit ist es besser die Eingangstüren von innen abzuriegeln, dies gillt besonders nach Einbruch der Dunkelheit und vor allem wenn ihr schlafen geht.
  4. Lasst keine Kambodschaner, die ihr nicht kennt, in euer Haus und seit auch auf der Hut vor denen die ihr kennt (es kommt natürlich darauf an wie gut). Es ist oft so, das der Handwerker oder der Techniker oder auch der Lieferant die Lage ausspäht und dann die Informationen an die richtigen Leute weitergibt. Das gillt auch für das eine oder andere Bargirl.
  5. Prahlt nicht rum mit dem was ihr habt, gebt euch bescheiden und fangt keinen Ärger mit unseren Gastgebern an nur weil sie manche Dinge anders sehen als wir.
  6. Erzählt den Leuten hier nichts aus eurem Privatleben, euren Plänen oder von euren Gewohnheiten. Das gillt auch im Umgang mit den eigenen Landsleuten. Trennt die Aussenwelt und eure eigene, kleine Welt konsequent ab. Wer das nicht kann ist falsch in Südostasien und sollte sich ein anderes Ziel suchen.
  7. Treibt euch nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu Fuss in den Strassen von Sihanoukville rum, dies betrifft besonders den Innenstadtbereich. Lasst euch von einem Motorradtaxi oder Tuk Tuk fahren. In den Ecken wo viele Hotels und Guest Houses sind ist es jedoch auch nach Einbruch der Dunkelheit relativ sicher. Einsame Strandabschnitte können dagegen auch am Tage ein Risiko sein.

Haltet euch an Don Kong’s Leitregeln und ihr minimiert das Risiko, das Opfer eines Verbrechens zu werden, um einen erheblichen Teil.

Der Auswanderer Countdown läuft weiter!

Noch 6 Tage

und die Auswanderer sind da! Was wird passieren? Demnächst hier!

Posted in Kriminalität.

5 Comments

  1. Und,wo kauft man sich denn als „Normaltouri“ den Elektroschocker? Gibt es die nur in PP oder sind die im Samudera erhältlich?
    Uebrigens,laut neuesten Gerüchten vom Wiener @Alfred soll sich ein ganz berühmter Gast in SHV aufhalten!!!

    http://forum.thailandtip.de/index.php?topic=4586.30

    Immerhin war der mal so ca. 250 Mio. „schwer“ und hatte als Grossinvestor in Pattaya beziehungen bis in allerhöchste „Kreise“!

  2. @Peter/Basel
    Nein, Elektroschocker bekommst du hier nicht zu kaufen und ob es die in PP gibt weiss ich nicht habe hier noch nie sowas modernes gesehen. Im Fitness & Boxing Center Sihanoukville bekommt man aber Pfefferspray Kartuschen (welches übrigens aus der Schweiz kommt), das weiss ich ganz genau weil ich da eine für meine Frau gekauft habe.

    Ob du sowas als „Normaltouri“ brauchst hängt davon ab wo du dich, um welche Uhrzeit, rumtreibst und mit wem du deine Zeit verbringst aber das ist wohl überall auf der Welt das selbe Thema.

    Ahhhhhh, das ist wahrlich prominenter Besuch. Hatte vor vielen Jahren einmal das Vergnügen den Herrn kurz, persönlich in unserem glorreichen Nachbarland kennenzulernen.

    Übrigens besten Dank, das du solche Informationen aus der Lokalscene hier mit allen anderen Lesern teilst!

  3. Die „Ullrich-Story“ wurde damals vor allem im „Tip“ lang und breit getreten! Aufsehen erregte damals auch,weil seine superteure Yacht im Chalong-Hafen angekettet wurde.Heute müsste er nicht mehr dort ankern,in der zwischenzeit wurde im Nordosten der Insel ein Offshore-Hafen angelegt für Luxusyachten jeder Grösse.
    Ein Exclusive-Interview mit Hr. Ullrich würde bestimmt noch manchen Journalisten interessieren. Ich bezweifle allerdings ,dass das ihm in den Kram passen würde. Der will doch auch seine Ruhe haben!

  4. Ach, das war „DER“ Wolfgang mit dem wir da zusammengesessen hatten. Man lernt ja nie aus. Scheint jedenfalls ein angenehmer Zeitgenosse zu sein, unabhängig von den ihm damals zur Last gelegten Vorkommnissen (bspw. http://www.focus.de/politik/deutschland/skandal-die-geldmaschine-der-mitleidsmafia_aid_186948.html / http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,126166,00.html ).

    Daß dann aber gleich allerorten in den Weiten des www breitgetreten werden muß daß man Herrn Ullrich gesichtet hat verstehe ich nicht so ganz.

  5. Aber Hallo, leider viel zu spät lese ich das hier. Bei diesem Einbruch wurden vor allem Dinge gestohlen, die der ungelernte Bäcker für einen Bekannten sicher (haha) aufbewahrte, also Bargeld, z.B.. …Hat der Bekannte halt Pech gehabt. In seiner unendlichen Geltungssucht hätte sich doch dieser (ungelernte!) Bäcker nie und nimmer von der Polizei abwimmeln lassen. Und er ist doch der Erste, so selbstmitleidig er ist (wer hätte sonst auch Mitleid mit ihm?), der die Polizei ruft. Ferner war ich kurz nach dem „Einbruch“ bei ihm.
    Nichts war da zu sehen. Und schaut euch mal den Bunker an. Wer so etwas hat, selbst in Kambodscha, der muss sich fürchten. Fürchten, z.B. vor den Freunden der jungen Khmer Frauen, die bei ihm arbeiten und dort geprügelt werden (ist auch polizeibekannt) und im Suff prahlt er ja munter damit rum.
    Auch in Kambodscha ist oft nichts so wie es scheint.
    Yakdus

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