Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Es war einmal in Pattaya …

Heute ist meine Familie von einer kurzen Reise wieder zurück nach Kambodscha gekommen und meine liebe Frau hat mir neben neuen Muay Thai Hosen haufenweise Musik CD’s mitgebracht. Ich greife mir die Erste vom Stapel, schiebe sie ins CD Laufwerk ein, spiele den ersten Titel an, den Zweiten, den Dritten und dann kommt der 4. Titel, Yellow River von Christie. Innerhalb von Sekunden durchlief ein wohlig, warmes Gefühl meinen Körper, ich bekam eine leichte Gänsehaut und wurde in Gedanken um ca. 13 Jahre zurück geworfen.

„Ich befand mich plözlich wieder in der Anfangzeit, als ich als genervter und gestresster Managertyp, im zarten Alter von 32 Jahren aus Deutschland kommend zum ersten mal südostasiatischen Boden betreten habe. Eine Gruppe von Geschäftspartnern hatte mich damals überredet mitzukommen. Nach einigen Tagen in Bangkok ging es direkt nach Pattaya, eine der faszinierendsten Städte die ich jemals in meinem Leben besucht hatte und ich war schon an einigen exotischen Orten auf der Welt. Pattaya ist einzigartig, es erschien mir damals wie ein Stück vom Paradies. Mögen die Leute sagen was sie wollen über diese Stadt, ich fand sie so wie ich sie damals vorgefunden habe einfach nur unglaublich.

Hier spielte sich das ab was ich unbewusst schon lange gesucht habe, hier gab es alles und das 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Mich faszinierte die Atmosphäre die in dieser Stadt geherrscht hat. Diese exotische, bizarre Vielfalt der Menschen und das kriminelle Knistern in der Luft. Über allem ein Hauch von Erotik und Sex in schwülen, versoffenen Nächten. Unvergessliche Abende in dunklen Spelunken mit Söldnern und Legionären, spontane Parties im Morgengrauen mit wildfremden Menschen, jeglicher Coleur. Ich hatte abgeschlossen mit meinem Leben in Deutschland, ich war frei, mein persönliches „Apocalypse Now“ hatte begonnen. Es begann in vollem Tempo und hörte auch so schnell nicht mehr auf. Ich habe mich niemals vorher lebendiger Gefühlt und Yellow River war immer mit dabei. In meiner damaligen Stammlokalität, einem Gartenlokal mit Live-Musik im Norden Pattaya’s wurde das Lied jeden Abend gespielt. Dort haben ich meine ersten Insekten gegessen und habe soviele nette Mädels kennengelernt wie niemals zuvor in meinem Leben …“

Dann war das Lied zu ende und die Erinnerungen verflogen im Winde. Schade dachte ich aber die Zeit kann man nicht zurück drehen und auch nicht anhalten, sie läuft unerbittlich weiter. Wie schön das es die Musik gibt, sie hilft uns, das Erlebte besser in Erinnerung zu behalten, die Zeit zu konservieren. Wie schön das es die Musik gibt …

Posted in Kambodscha.

3 Comments

  1. Zitat Don Kong: „Wie schön das es die Musik gibt, sie hilft uns, das Erlebte besser in Erinnerung zu behalten, die Zeit zu konservieren. Wie schön das es die Musik gibt …“

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich schätze es gibt niemandem dem es nicht genau so geht.

  2. Tja,was bleibt uns weiter uebrig,als den schoenen Tagen bei diesem Wetter nachzuhaengen.Hier in PP nur Regen….Geniesse meine U2 Videos und warte auf die naechste erholsame Zeit in SV.
    Kopf hoch und weiter bis dahin.
    Alles Gute Euch,Robby aus PP

  3. @Robby
    Danke dir, hier auch nur Regen. Hoffen wir mal auf einen längeren, sonnigen Abschnitt damit ihr mal auf nen Kaffee herkommen könnt.

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