Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Die Kambodscha Bargirl Falle hat wieder zugeschnappt

Wieder musste ein deutscher Expat in Sihanoukville bei der Polizei bezahlen um ein Bargirl los zu werden. Mein Bekannter hatte die junge, kambodschanische Dame vor knapp 4 Wochen in einer lokalen Bar kennengelernt. Obwohl er es hätte besser wissen müssen hat er ihr, schon nach kurzer Zeit, gestattet in sein langzeit gemietetes Guesthouse Zimmer mit einzuziehen. Das Ganze schien auch gut 3 Wochen problemlos zu sein bis sie, laut seiner Aussage, anfing sich ständig bei ihm zu beklagen. Mein Bekannter, ein ruhiger, angenehmer Mensch mit Geist und Anstand, der seiner kurzweiligen Gespielin eine wöchentliche Gage von 100,- $ + freie Verpflegung à la Cart und täglich Jubel, Trubel, Heiterkeit bezahlte, wollte sich das Klagen nicht mehr anhören und forderte sie freundlich auf, das Weite zu suchen.

Doch das kambodschanische Bargirl weigerte sich der Aufforderung nachzukommen und blieb einfach, wie fest geklebt, im Zimmer sitzen. Das fand mein Bekannter nicht so gut, wollte aber keine zusätzlichen Probleme verursachen und hat sich erst einmal für eine Nacht ein anderes Zimmer genommen. Als die Hausbesetzerin am nächsten Tag immer noch hartnäckig auf eine dauerhafte Beziehung zu meinem Bekannten bestand, er aber nicht einlenken wollte, rief sie einfach die Polizei zur Hilfe.

Die kam auch prompt angerauscht, die Polizei ist ja hier in Kambodscha sehr aufmerksam wenn es um Artenschutz geht. Die übliche Prozedur fing an und alle Beteiligten wurden mit auf die nächste Polizeistation genommen. Auch dort das bekannte Muster … Verhöre, Telefonate, Formulare und lange Wartezeiten. Das Ende vom traurigen Lied, sie wollten 1.000,- $. Für was? Keine Ahnung, mein Bekannter weiss es bis jetzt nicht genau, um sein Englisch steht es nicht zum Besten. Er meint verstanden zu haben, das er ihr wohl die Ehe versprochen haben soll. Wie auch immer, 1.000,- $ waren ihm zu viel und mit Hilfe eines anderen, zur Hilfe geeilten, Expats haben sie es geschafft die Beamten auf 650,- $ runter zu handeln. Weiter wollten sie mit dem Preis nicht runter gehen, sie sagten sie wüssten bereits, das er Geld hätte.

Meinem Bekannten drohen zukünftig wohl keine weiteren Forderungen des kambodschanischen Bar Girls denn das wurde sofort von der Polizei so angeordnet, schriftlich festgehalten und von allen mit Daumenabdruck besiegelt. Mit der für kambodschanische Polizisten typischen Diensteifrigkeit wurde auch dieser Fall genau dokumentiert und nach Aufklärung und Bezahlung wahrscheinlich zu den vielen anderen, ähnlichen Fällen ad acta gelegt.

In diesem Sinne ein Lied welches irgendwie ganz gut dazu passt, denn es gibt „Beautiful Girls all over the World“

(Dieser Beitrag wurde mit dem Einverständnis des geschädigten, deutschen Expats veröffentlicht)

Posted in Sihanoukville.

4 Comments

  1. Das scheint wohl nicht selten in Sihanoukville vorzukommen? Hast du schon mal von so einem Fall in Phnom Penh gehört?

    Verstehe auch gar nicht, wieso sich ein paar Girl in SHV auf diese Weise Ihren Ruf kaputt macht – schließlich ist SHV ja fast ein Dorf, was Bar Girls angeht.

    Die Prozedur: Lange Wartezeiten, Telefonate.

    Musste er bei den Braunen wohl auch noch übernachten?
    Hoffentlich Einzelzelle *555

    Und telefoniert haben die mit der Bank, um seinen Kontostand abzufragen oder wie? Ein reicher hätte wohl gleich das 5-fache bezahlt? Oder woher wussten die, dass er die Kohle hat?

    Fragen über Fragen.

    Interessant zu wissen wäre doch auch, ob sich ein Ausländer bei etwas schwereren Delikten rauskaufen könnte (ausser jetzt „ohne Helm fahren“ oder ähnliches)
    Denn dann hätte die wohl ach so korrupte Polizei doch noch was Gutes.

  2. @Bernd
    Nein, aus Phnom Penh habe ich noch nie von einem solchen Fall gehört. Ich kann mir das nur so erklären, das die Mädels in Sihanoukville von hier bis um die nächste Ecke denken, was ja auch nichts unbedingt untypisches bei Südostasiaten ist. Am Ende kommt jedenfalls irgendwie immer etwas Kohle für sie raus und irgendwie wird es dann auch schon weiter gehen im Show Geschäft.

    Nein, mein Bekannter musste nicht bei der Polizei übernachten, er war in der Lage prompt den geforderten Betrag zu bezahlen. Ich denke nicht, das die Polizei einfach so bei der Bank einen Kontostand abfragen kann. In solchen Fällen sind es die Mädels selber die die notwendigen Informationen an die Polizei liefern. Nach welchen Kriterien die Höhe der Summe festgelegt wird entzieht sich meiner Kenntnis.

    Ausländer die hier etwas schwerere Delikte, was auch immer du damit meinst, begehen sind mir glücklicherweise noch nicht begegnet. Ausser ein U.S. Amerikaner der kleine Jungs missbraucht hat, das Stück Dreck haben sie sofort in den Kerker geworfen und dann an seine Heimat ausgeliefert.

  3. Naja die Summe von rund 1000 Dollar scheint sich aber so eingebürgert zu haben – bei deinem anderen erzählten Fall waren es zwar auch erst 1000 dollar und wurde dann aber zu 4000 Dollar. Warscheinlich nicht einsichtig genug gewesen?!

    Nein – nichts mit kleinen Jungs!
    Ich meine ehr sowas in der Richtung wie bei The Fast and the Furious 5, wo die Zielfahnder aus den USA diesen Dom verhaften wollten und er nur mit einem Lächeln sagte „Das ist Brasilien!“ – und alle Brasilianer die Knarre zückten *haha

    Bin nur neugierig deshalb, weil ein Freund in Kambodscha hockt – in Deutschland warten noch Strafgelder wegen Delikten, wo die Behörden in Kambodscha warscheinlich nur mit einem Schulterzucken antworten würden und sich fragen, was die deutschen für koriosen Gesetze haben. Hat ja nix mit Interpol zu tun – nur man weiß ja nie inwieweit die Kambo-Behörden mit den deutschen kooperieren.

  4. @Bernd
    Kann mir nicht vorstellen, das es zwischen Kambodscha und Deutschland irgendwelche Auslieferungsverträge gibt. Andererseits habe ich aber auch schon mal von einem Deutschen gehört der in Kambodscha vom Bundeskriminalamt gefunden und abgeholt wurde. Im Falle deines Freundes wird er es spätestens dann wissen wenn sein Pass abgelaufen ist und er auf der deutschen Botschaft einen neuen beantragen geht. Leider kann ich dir dazu nicht mehr Informationen geben.

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