Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Was die Tage so abging bei uns in Kambodscha

Ihr merkt es ja selber zur Zeit kommt wenig neues aus meiner Ecke in Kambodscha. Mein Kopf ist voll mit produktionstechnischen Dingen die hier wahrscheinlich sowieso keinen Interessieren. Damit ihr aber nicht denkt ich habe den „Leben in Kambodscha“ Blog aufgegeben, mal ein paar Sachen die sich so, innerhalb der letzten Zeit, in unserer kleinen Welt zugetragen haben.

In der Schule sind jetzt große Ferien. Unser Sohn wurde in die 4. Klasse versetzt und trotzdem es in diesem Schuljahr Probleme mit Klassenkameraden gegeben hatte, war sein Zeugnis sehr gut gewesen. (Der Papa ist niemals mit einem so guten Ergebnis nachhause gekommen.)

Meine Mutter scheint immer noch nicht richtig zu wissen was sie nun will. Hier bleiben im wilden, exotischen und ihr immer noch fremden Kambodscha oder doch lieber im wohl geordenten Deutschland, einem ganz normalen Rentner Dasein fristen? Da sie aber im nächsten Monat wieder ein neues Jahresvisa haben will, gehe ich davon aus, das sie über diese Entscheidung noch eine Weile nachdenken wird.

Meine liebe Frau hat sich ein Laptop gekauft, das erste in ihrem Leben. Nun ging es los, sie will dieses und jenes, hier Anmelden und da Anmelden und das alles sofort. Ich habe ihr gezeigt wo man das Gerät ein und aus schaltet und sie dann erstmal 3 Tage ihrem Schicksal überlassen. Diese 3 Tage hatte sie meistens schlechte Laune weil sie nichts anfangen konnte mit ihrer neuen Errungenschaft. Hatte eben keine Zeit, das Geschäft geht vor, so ist das nun mal. Ich habe ihr dann aber doch die vorrangigsten Wünsche erfüllt, was garnicht so einfach war weil sie alles in Thai haben will. Inzwischen ist sie aber schon besser geworden, sie starrt nicht mehr ganz so lange auf den Bildschirm bevor sie den nächsten Klick macht.

Trotz immernoch viel Arbeit treibe ich selbstverständlich weiterhin Sport, mindestens 4 x die Woche ist Pflichtprogramm. Leider zur Zeit ohne Trainingspartner, der ist nämlich damit Beschäftigt sein Fitness Resort Sihanoukville auf Vordermann zu bringen.

Zum Geschäft kann ich nur sagen, ich bin begeistert. Alle rechtlichen und steuerlichen Angelegenheiten sind nahezu abgeschlossen und beide Firmen laufen auf vollen Touren, was zum großen Teil der Verdienst meiner kambodschanischen Mitarbeiter ist. Ich habe bei den neuen Auftraggebern für die Leute neue Lohnstandards ausgehandelt und das beibehalten aller guten Arbeitsbedingungen erreicht. Im Gegenzug bekommen sie termingerechte, qualitativ einwandfreie Arbeit geliefert, das ist der Deal. Ich sehe da auch keine Probleme denn die vielen reizenden, jungen Damen, die alle bei mir arbeiten, sind wahre Experten in ihrem Fach. Sie haben ausgesprochen geschickte Finger beim setzen von kleinsten Kristallglass Steinen auf Schmuckobjekte, einen rasiermesserscharfen Blick und mittlerweile jahrelange Erfahrung.  Auch die Manager und Teamleiter leisten sehr gute Arbeit und es ist immer wieder ein Freude mit ihnen zusammen zu arbeiten.

So, das wars erstmal von Don Kong aus Kambodscha, ich habe genug für heute …

Posted in Auswandern.

2 Comments

  1. Hallo Don Kong
    Schön, nach längerer Zeit wieder mal von Dir/Euch zu lesen.
    Viel Erfolg allen Familienmitgliedern – natürlich auch Deiner Mutter bei ihrer Entscheidung betreffend Bleiben oder Rückkehr nach Deutschland. Welches sind denn die Kriterien, dass sie nicht mehr unbedingt im Königreich der Wunder bleiben möchte?
    Bisher klang es doch eigentlich ganz gut und sie fühlte sich bei Euch wohl…

  2. @K.F.
    … ich denke am meisten fehlt ihr das seit jahrzehnten vertraute Umfeld. Sie hat hier natürlich auch keine weiteren älteren Damen zum Kaffee trinken und zum tratschen. Na ja, und so weiter … Es wäre vielleicht etwas anderes wenn alle Kambodschaner Deutsch sprechen würden. Vielleicht kennst du das auch, die angenehmen Dinge im Leben werden schnell zur Gewohnheit und man sieht sie dann garnicht mehr.

    Ich sehe das jedenfalls vollkommen asiatisch und mache mir da keine weiteren Gedanken drum. Am Ende muss sie selber entscheiden wo sie leben will.

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