Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Eine ehelose Scheidung auf kambodschanisch

Immer wieder kommen Männer, aus allen Ländern, alleine nach Kambodscha um zu bleiben und ein neues Leben zu beginnen oder auch nur um ihren Urlaub hier zu verbringen. Viele davon wünschen sich dazu eine kleine Khmer Freundin. Dagegen ist auch nichts zu sagen aber wie das so ist, in einer Partnerschaft zwischen Mann und Frau gibt es gute und weniger gute Zeiten. Jeder geht auf seine Weise damit um.

So trug es sich zu, das ein Kambodscha Expat, den ich schon lange kenne, neulich Abend angetrunken zu sich nachhause kam und nun 500, – $ Wiedergutmachung zahlen soll. Er kannte seine Khmer Freundin schon 1 1/2 Jahre und sie lebten mittlerweile zusammen. Sie brachte in dieser Zeit das Baby eines Anderen zur Welt und der gutherzige Kambodscha Expat kümmerte sich nicht nur um Mutter und Kind sondern finanzierte auch beide zu einem grossen Teil. Jedoch an diesem Abend sollte alles in die Brüche gehen.

Vielleicht wäre es anders verlaufen wenn er nicht getrunken hätte. Vielleicht hätte er auch nachfragen sollen wer die beiden Kambodschaner, die im Eingangsbereich mit seiner Freundin zusammen standen, waren und was sie wollten. Er fragte nicht, sondern legte sich eine eigene Geschichte zurecht, die ihn veranlasste so zu reagieren wie man es nicht tun sollte. Er pöbelte laustark die beiden kambodschanischen Männer an, die Polizeibeamte in zivil waren, und verwiess sie kurzerhand des Hauses (er wusste bis heute nicht was die beiden Polizisten überhaupt mit seiner Freundin zu tun hatten). Als die weg waren machte er mit der Freundin weiter. Nach seinen eigenen Angaben gab er ihr, in der Hitze der Debatte, einen kleinen Stoß und sie fiel rückwärts auf das Bett. Wie eine Furie soll sie dann hochgefahren sein und hat ihm das Hemd zerrissen. Daraufhin schmiss er sie auch raus.

Nun folgte seine kleine Khmer Freundin dem Beispiel von vielen anderen Fällen in Sihanoukville und zeigt den Kambodscha Expat bei der Polizei wegen körperlicher Misshandlung an. Der wurde heute sofort auf die Wache zitiert und befragt. Wie nicht anders zu erwarten, wurde auch er mit einer Wiedergutmachung von 500, – $ belegt. Dafür wurde vertraglich mit Daumenabdruck besiegelt, das seine nun Ex-Freundin in einer festgesetzten Frist ihre Sachen aus seiner Wohnung abholen muss und danach nie wieder zurückkehren darf. Eben eine ehelose Scheidung auf kambodschanisch.

Die folgenden Ereignisse wurden mit Genehmigung des betreffenden Kambodscha Expats veröffentlicht. Jeder kann sich nun seine eigenen Gedanken über die Geschichte machen und der interessierte Leser kann eventuell daraus etwas lernen.

Posted in Kambodscha.

7 Comments

  1. Die Showeinlage ‚Sterbender Schwan’ist in solchen Fällen Standard bei Khmer-Frauen. Sie hat doppelten Nutzen: Über die ‚Körperverletzung‘ kommen sie mit Hilfe der Polizei an Geld. Außerdem können sie ihr ‚Gesicht wahren‘, indem sie den Ex als brutalen Schläger hinstellen können. Selbstverständlich haben die beiden Polizisten ihre ‚Commission‘ abgezweigt. Ohne eine solche bewegen sie bekanntlich nicht ihre H-Teile. Im vorliegenden Fall wäre möglicherweise ein sofortiges ‚Friedensangebot‘, also beispielsweise 300.- Dollar bar und in kleinen Scheinen auf den Tisch des Polizeireviers machbar gewesen. Dem Anblick von Bargeld können die Jungs selten widerstehen. Trotzdem: Alles im ‚Grünen Bereich‘ für kambodschanische Verhältnisse und kein Grund zur Aufregung, lieber B. Gruss (bekannterweise). Herby

  2. Also,was sich da in Kambodscha so alles abspielt, das ist unter Eingeweihten ja bekannt.
    Korruption ist in diesem Land gang und gäbe, wer was zu sagen hat, der sahnt ab und alle
    Anderen sind die Dummen. Ich für meinen Teil mache in solchen Ländern gern Urlaub, aber
    Leben könnte ich auf die Dauer dort nicht. Letztendlich kommen auch die meisten wieder zurück
    In ihr Heimatland nach Europa. Hier werden sie im sozialen Netz aufgefangen, können ihre
    letzen Jahre wohlbehütet in einem Altenheim verbringen (auf Staatskosten), obwohl sie nie
    auch nur einen Euro in das soziale Netz eingezahlt haben.
    Sogar der „Pate von Pattya“‚ , Wolfgang Ullrich, der mehr als 70 Millionen DM unterschlagen hat
    Und heute in Kambodscha lebt, würde letztendlich vom deutschen Sozialstaat aufgefangen und
    Könnte hier in Deutschland, sollte er jemals pflegebedürftig werden, seinen Lebensabend auf Kosten
    des deutschen Steuerzahlers hier in Würde verbringen.
    Ok, um zum Abschluss zu kommen, nicht alles ist hier so in Ordnung wie man es sich wünschen
    würde, aber letztendlich gibt es einem schon ein gewisses Gefühl der Sicherheit, hier in diesem
    Land zu leben.

  3. @Benny2424
    … interessante Ansichten die du hast, kann ich alles nachvollziehen. Ich persönlich aber habe mich schon immer dagegen gewehrt, mein ganzes Leben nur aufs Rentenalter auszurichten, man kann auch sagen nur für den Staat zu funktionieren. Mir fehlt bei diesem ganzen zukunftsorientierten Sicherheitsdenken irgendwie die Würze im Leben. Ich will was erleben, neue Lebenserfahrungen sammeln, fremde Kulturen kennenlernen, in warmen Klima leben, will was schaffen, was aufbauen und vor allem dabei Kohle verdienen. Das ist für mich das Leben und genau so mache ich das auch.

  4. Wer was aufbaut, kommt wohl abends eher müde als besoffen nach Hause.
    Wenn die Frau im Grunde gut behandelt worden wäre, hätte sie bestimmt nicht wegen/mit 500 $ das Weite gesucht.
    Falls doch, soll er doch froh sein , dass er sie los ist.
    Tut bestimmt erst mal weh 500 $ zu zahlen , aber so ganz billig kann die Dame samt Kind auch nicht gewesen sein.

    Mitleid kann ich für so eine Situation nicht mehr haben.
    Die Spielregeln müssten doch hinreichend bekannt sein .

    XenoS

  5. @XenoS

    Jeder braucht mal Zeit um abzuschalten, alles liegen zu lassen, auf andere Gedanken zu kommen. Geht mir genauso und ich habe mit besagtem Kollegen abends auch schon 1-2 Bierchen getrunken und angenehme Unterhaltungen gefuehrt. Streit zwischen Lebenspartnern ist normal, passiert, und das es dabei hitzig werden kann gehoert dazu. Daraus wuerde ich jetzt nicht irgendwas ableiten und schon gar nicht ueber das Verhaeltnis beider zueinander, sprich „Behandlung“. Der Kollege ist ein guter, fuersorglicher Mensch. Aber manchmal passts halt nicht und dann kann etwas was gut angefangen hat halt ekelig enden.

    Hier, im Koenigreich der Wunder, kann es halt aufgrund der Umstaende ganz anders enden als zB in Deutschland. In der alten Heimat habe.ich auch so einige unschoene Trennungen wahrgenommen. Das wurde dann manchmal auch richtig uebel und man hatte den Eindruck das da Rache genommen werden sollte, ggf. auch einfach der Wunsch dem Ex-Partner etwas heimzahlen zu muessen. Hier laeuft das halt etwas anders ab. Da zahlt dann halt der eine finanzielle Kompensation an den anderen. Da braucht es keinen Eheschluss und Ehevertraege gibts sowieso nicht. Als vermeidlich finanziell besser Gestellter zahlt man nach so einer eheaehnlichen Lebensgemeinschaft dann halt unfreiwillig an die andere Partei. Leider wird das auf eine recht ueble Art und Weise umgesetzt. Tja, das koenigreich der Wunder in dem es halt doch irgendwie alles anders ist. Immerhin wird man hier nicht in super teure Rechtstreiterein gezogen sondern zahlt, lernt, gut ist, weiter gehts.

  6. Ja, ja,
    Du hast ja Recht @ Sebastian und ich verurteile keinen!
    Auch sehe ich ein, dass in einer Beziehung nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen herrschen muß.
    Aber der angenehm unterhaltende Kollege ist in einem fremden Land mit anderen Spieregeln als zu Hause.
    Ob der mitteleuropäische Begriff der Freundschaft so übertragbar ist wage ich zu bezweifeln.
    Wer sich in einem Djungel begibt sollte sich mit den Gesetzen des Djungels auseinandersetzen und immer Wachsam sein.
    Wer (zu) viel trinkt ist sicher schon mal unaufmerkam.

    Ich hab reichlich viele Geschichten gelesen und erlebt um für solche Situationen noch Mitleid zu haben.
    Wenn ich z.B höre, wie es Bekannter passiert, der davon lebt, solche Geschichten in Bücher niederzuschreiben, dass seine Holde samt Ersparnissen heimlich abhaut, dann lößt das nur ein Achselzucken bei mir aus.

    Zudem hat jede Storry zwei Seiten.
    Die Thaifrauen z.B quatschen (fast) alle untereinander.
    Oftmals erzählen sie genau das Gegenteil von dem, was die Männer erzählen.
    Alles Zufall ?
    Mein o.g. Bekannter z.B. hat seine Frau angeblich gehalten wie eine Gefangene, die durfte noch nicht ein mal Kinder und Familie besuchen.

    XenoS

  7. Alkohol war und ist immer ein schlechter Ratgeber, das schleckt keine Geiss weg!
    Aber in den Foren werden ja solche Horror- und Gruselgeschichten sehr gerne gelesen 😉
    Ueber den Wahrheitsgehalt kann man sich streiten…
    Generell gilt: Holzauge, sei wachsam!

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