Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Die Sozialversicherung für Arbeitnehmer funktioniert einwandfrei

Viele Sachen laufen in Kambodscha ja gegen die Wand aber das mit der Sozialversicherung für Arbeitnehmer funktioniert immer noch einwandfrei. Mitte 2010 hatte man den National Social Security Fund of Cambodia (NSSF) eingeführt, der registrierte Arbeitnehmer gegen Arbeitsunfälle absichert. Vorraussetzung dafür ist natürlich, das die monatlichen Beiträge gezahlt werden. Der Sozialversicherungsbeitrag liegt bei durchschnittlich 1,50 $ pro Arbeitnehmer. Seit dem hatten wir in der Firma zum Glück nur sehr wenige und auch nur leichte Arbeitsunfälle aber vor ein paar Tagen trug sich folgendes zu.

Der Pförtner, der bei uns auch damit betraut ist im Bedarfsfall den Generator ein- bzw. auszuschalten hörte ungewohnte Geräusche aus der Maschine kommen. Anstatt nun den Generator abzuschalten und umgehend eine Führungskraft dazu zu holen, fing er an selber an der Maschine rumzufummeln und das auch noch im laufenden Zustand.

Er öffnete einen Einfüllstutzen und kochend heißes Wasser spritzte im ins Gesicht und auf den Unterarm. Er hat Glück gehabt, das ihm das überhitzte Kühlwasser nicht auch noch in die Augen gespritzt ist. Mein Manager ließ ihn sofort in die CT-Clinc bringen wo man ihn behandelte. Die Kosten dafür übernimmt der National Social Security Fund of Cambodia und das nicht nur für die Erstbehandlung sondern auch für die Folgebehandlungen.

Abgerechnet wird direkt zwischen der CT-Clinic und dem NSSF, so das weder dem Unfallopfer noch der Firma irgendwelche Kosten für die Behandlung entstehen. Es sind ein paar Formulare auszufüllen und das war’s.

Bemerkung: Unser Pförtner hätte, auf Grund des Arbeitsunfalls, ein paar bezahlte Tage zuhause bleiben können aber er stand auf eigenen Wunsch am nächsten Tag wieder pflichtbewusst auf seinem Posten.

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