Kriminalität – Touristen leben gefährlich

Kambodscha ist nicht „Disneyland“, das haben nun auch ein paar liebe Freunde von mir gelernt. Am Samstag Abend saßen wir mit 10 Personen im „Café Sushi“ auf der Eckareach Street in Sihanoukville und hatten einen schönen Abend. Gegen 21:00 Uhr verabschiedeten wir uns, alle stiegen auf ihre Motorroller und jeder fuhr in seine Richtung.

Auf der Fahrt bemerkte mein Freund, das er etwas im Restaurant vergessen hatte und drehte wieder um. Seine deutsche Freundin fuhr weiter zu ihrem Hotel welches sich ziemlich weit abgelegen auf der langen Straßen zum Otres Beach befindet. Kurz bevor sie das Hotel erreichte passierte es dann. Von hinten nahte ein Motorrad mit zwei jungen Kambodschanern. Als sie auf gleicher Höhe fuhren, riss der Sozius ihr die Tasche von der Schulter. Daraufhin verlor sie die Kontrolle über den Roller und stürzte hin.

Nachdem sie sich vom Schreck etwas erholt hatte, sah sie, das die Tasche etwas entfernt von ihr auf der Fahrbahn lag. Der Täter hatte sie fallen gelassen und nun standen die beiden Khmer mit laufendem Motor auf der anderen Seite der Tasche in etwa gleicher Entfernung wie sie. Sie sprang auf und rannte auf die Tasche zu aber die Räuber waren schneller. Der Fahrer gab Gas und der Sozius griff während der Fahrt die Tasche vom Asphalt. Sie zogen an ihr vorbei und verschwanden in der Dunkelheit. Die Schadensbilanz, ein verletztes Knie und der Verlust von ein paar hundert Dollar. Doch damit nicht genug …

Ein anderer Freund, der auch beim Japaner dabei gewesen war, lernte gleich am nächsten Morgen die unfreundliche Seite Kambodschas kennen. Als er abends zu seiner Unterkunft kam, stellt er wie immer den gemieteten Motorroller genau vor sein Zimmer unter das Fenster. Als er morgens aus dem Zimmer kam war der Roller weg. Nun will der Verleiher die 1.200, – $, für den fast neuwertigen Roller, ersetzt haben.

Da bleibt nur zu sagen, passt auf eure Sachen auf wenn ihr in Sihanoukville, Kambodscha Urlaub macht. Die Polizei hilft in solchen Fällen nicht weiter.

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7 Comments

  1. Chinese New Year steht bevor (nächster Neumond, Mitte Februar – vietnamesich: TET). Taten wie die bei Don Kong geschilderten häufen sich schon seit mehreren Tagen, weil alle viel Geld für das Fest brauchen. Ergo machen Kriminelle wie auch die Polizei derzeit mobil – Letztere in Form von vermehrten Kontrollen (nein, nicht etwa gegen die Gauner, sondern für ihre eigenen Taschen). Mein Tipp: Ca. 1 Woche vor und nach TET nicht reisen. Viele Kambodschaner und fast alle Vietnamesen sind unterwegs zu ihren Familien. Die Preise, selbst für Linienbusse, werden nicht selten verdoppelt, in Gaststätten und Hotels manchmal sogar verdreifacht, meist abgestuft von Tag zu Tag. Heute beim Apsara Copyshop beobachtet: Khmer-Gastwirte, die ihre speziellen Neujahrs-Speisekarten kopieren liessen, auf denen der 3.-Dollar-Fisch nun plötzlich 6,50 Dollar kostet.
    Die Khmer-Gäste wissen das, akzeptieren es und glauben daran – für Glück und Gesundheit im nächsten Jahr sollte man ordentlich Geld ausgeben! 🙂

  2. zum geklauten Motorroller, aus eigener Erfahrung sollte mal ein Blick beim Verleiher reingeworfen werden, meistens stehen die Kräder nach 2 Wochen wieder zur Vermietung bereit; Voraussetzung ist natürlich das Wissen um das Kennzeichen………….

  3. Mein Beileid hat die Kambodschanerin sowie seine oesterreichische familie. Was die dreiste Leichenfledderei der Polizei anbelangt denke ich es ist jetzt wirklich mal an der zeit dass die geschlossene deutschsprachige gemeinde mal zum polizeipraesidium marschiert und die herausgabe der sachen verlangt. Bei dem Schweizer Urs ist es aehnlich abgelaufen als er im Savery Hotel gestorben ist. Laptop und Moped von Polizei beschlagnahmt. Erst als die Hotelbesitzerin die Polizei informiert hat dass die Barangs fragen wo das Moped sei haben sie es am naechsten tag wieder rausgerueckt. Der Notebook computer blieb verschwunden. Also zeigt mal solidaritaet, denn euch allen kann es genauso gehen.

  4. Abzockerei und miese Touren haben derzeit ganz offensichtlich Hochsaison! Schade, aber wohl nicht zu ändern… Da bleibt einem doch tatsächlich bloss, die „absolute Hochsaison“ zu meiden. In Kürze sind die Leutchen dann wieder vermehrt dankbar für Touristen – und die Preise bewegen sich auf „Normal-Niveau“ 😉

  5. Cambodia folgt Thailand nach. da bleibt die Geldgier nicht aus.
    Aber mal ehrlich, wären wir Kambodschaner oder Thailänder, wollten wir da nicht auch etwas vom Kuchen der Industriestaaten? Letztlich hat auch jeder Europäer und Amerikaner etwas von Kambodscha und bekanntlich kann man mit Geld fast alles bekommen und haben. Also aufpassen!!! Mein Tip an alle Touristen die Kambodscha oder Thailand besuchen. Liebe Grüße Mike.

  6. Betreffend Kriminalität der Verfasser des Artikels ist wahrscheinlich schon lange nicht mehr in Europa gewesen! In Kambodscha sollte man einfach die gleichen Sicherheitsvorkehrungen wie überall einhalten. Trotz der grossen Armut ist es nicht gefährlicher als in der Schweiz ect.

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