Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Reges Interesse an Körperhygiene bei Khmer Damen

Körperpflege in Südostasien

Zum Thema Körperhygiene gibt es für viele Menschen in Kambodscha immer noch Nachholbedarf. Geruchsbelästigung am Arbeitsplatz gehört zur Tagesordnung und die Mitarbeiterinnen in unserer Firma bilden da keine Ausnahme. Wie wir nun rausgefunden haben liegt es weniger daran, das die jungen Khmer Damen kein Interesse an Körperhygiene haben als vielmehr daran, das sie nicht genau wissen wie es funktioniert. Das schlechte Zähne Mundgeruch verursachen oder das es einfache, billige Mittel gibt um Achselgeruch auch nachhaltig zu unterbinden schien den Frauen völlig fremd. Dementsprechend groß war das Interesse an einer von meiner Frau angebotenen Informationsstunde zum Thema Körperpflege.

Die einzige Bedingung die die Damen stellten war, das keiner unserer männlichen Mitarbeiter anwesend sein darf. In Kambodscha herrschen strenge Moralvorstellungen und keine anständige Khmer Frau würde sich im Beisein eines Mannes, der nicht ihr eigener ist, intim über ihren Körper äußern. Und so wurde die oberste Etage unseres Gebäudes eine Stunde lang für Männer gesperrt, um die Intimsphäre zu schützen. Hinter verschlossenen Türen wurde meine Frau dann mit Fragen zur femininen Körperpflege regelrecht bombardiert, so das sie ihren gesamten Erfahrungsschatz auspacken musste. Es wurde unter anderem an einem lebenden Beispiel vorgeführt wie man sich richtig die Haare wäscht, sie haben Empfehlungen für preisgünstige aber wirkungsvolle Pflegeprodukte bekommen, gelernt was man gegen Schuppen macht und das man sich mindestens zwei Mal am Tag die Zähne putzt.

Am nächsten Tag hatte die Geruchsbelastung in den Arbeitsgruppen deutlich nachgelassen und die gesamte Belegschaft, der Zivilisation wieder einen Schritt näher, war bei bester Laune. Es ist immer wieder bemerkenswert wie man in Kambodscha mit einfachsten Mitteln die Lebensqualität der Menschen ein Stück weit verbessern kann.

(Bildquelle: http://www.ilnodoonlus.com/)

Posted in Kambodscha.

9 Comments

  1. mich würd bei so einem beitrag mal ernsthaft interessieren wie alt deine weibliche belegschaft so ist

  2. Ich bin platt! Dass man sogar noch bei der Körperhygiene bei „Adam und Eva“ anfangen muss 🙁 Ganz andere Erfahrungen habe ich da glücklicherweise mit Thai-Frauen gemacht. Da wird (in den meisten) Fällen das Thema Sauberkeit GROSS geschrieben… Sehr positiv, dass Deine Frau da hilfreich eingegriffen hat. Trägt mit Sicherheit zum besseren „Betriebsklima“ bei 😉

  3. Ehrlich, ich bin ja fast schon Don-Kong Fan geworden und lese immer wieder gern diesen Blog. Leider habe ich immer noch nicht rausgefunden, was für eine Firma D.K. hat. Verrätst Du mir das D.K.?? Bin nur neugierig 🙂
    Zum Thema: Dieser Bericht „Körperhygiene“ inkl. Kommentare kommt so rüber, als wenn die Thais sauber sind und gut duften, und die Khmer sind dreckig und stinken. Sorry, das stimmt nicht. !! Habe selber Kontakt zu beiden Ländern und vor allem auch zu den ländlicheren Provinzen. Glaubt mir, es stimmt so nicht. Ich meine nicht, dass ich den Frauenaustausch bei D.K. nicht gut finde, will nur etwas sensibilisieren, dass hier keine falschen Meinungen gebildet werden.
    LG

  4. @R.T.
    Ich habe garkeine Firma, ich leite nur Eine.

    Zitat R.T.

    Dieser Bericht “Körperhygiene” inkl. Kommentare kommt so rüber, als wenn die Thais sauber sind und gut duften, und die Khmer sind dreckig und stinken. Sorry, das stimmt nicht. !! Habe selber Kontakt zu beiden Ländern und vor allem auch zu den ländlicheren Provinzen. Glaubt mir, es stimmt so nicht. Ich meine nicht, dass ich den Frauenaustausch bei D.K. nicht gut finde, will nur etwas sensibilisieren, dass hier keine falschen Meinungen gebildet werden.

    Was für eine falsche Meinung bilden? Das entspricht einfach den Tatsachen. Selbstverständlich sind die Menschen in Thailand sauberer, das ganze Land ist sauberer als Kambodscha. Das sieht doch jeder! Ist ja nicht böse gemeint aber da kann man doch nichts schönreden.

  5. Praxisbeispiel zu Don Kong’s klarer Ansage, in 45 Jahren des Reisens in SEA mehrfach erlebt: Bangkok. Knallvoller Linienbus. Ein verschwitzter Falang steigt zu. Binnen Sekunden wird es recht einsam um ihn und er hat viel Platz. Alle umstehenden Thais drehen ihm den Rücken zu und zeigen mit ihren Gesichtern, was sie von ihm halten. Vergleichbar heftige Reaktionen habe ich in Kambodscha in nunmehr 16 Jahren noch nirgendwo beobachtet.

  6. Was hat schwitzen mit Hygiene zu tun? Schwitzen tut jeder, der eine mehr, der andere weniger. Da kann man noch so oft duschen oder sonstwas betreiben …

  7. Hat das Problem mit der Hygiene indirekt (oder auch direkt) etwas mit der blutigen Vergangenheit des Landes zu tun? (In dem Sinne, daß Traditionen gebrochen sind und auch die einfachsten Dinge wieder erlernt werden müssen, weil sie von der vorangehenden Generation nicht weitergegeben werden konnten.)

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