Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Einbrecher in Sihanoukville von Russen gefoltert

Kambodschaner haben zwar kurze Beine aber dafür haben viele von ihnen lange Finger, das ist allgemein bekannt. Hier in Sihanoukville hört man ständig von Diebstählen und Einbrüchen und nur sehr selten werden die Diebe von der Polizei gefasst. Nun hat es mal einen Einbrecher erwischt, jedoch sitzt der jetzt nicht im Gefängnis sondern er liegt im Sihanoukville Provinz Krankenhaus. Der 28 jährige Kambodschaner wurde am Dienstag Abend von Bewohnern der Kommune 3 gefunden, die sofort die Polizei alarmierten.

Der Man war nur noch schwach bei Bewusstsein, er war geknebelt und mit einer Kette um den Hals an einem Fahnenmast gebunden. Man hatte ihm seinen rechten Daumen abgeschnitten und eine Hand mit Klebstoff zu einer Faust zusammen geklebt. Der Körper des Mannes war mit Blutergüssen übersät. Er hätte wohl besser in ein anderes Haus einbrechen sollen und nicht in das wo der Russe und die beiden Ukrainer sich aufhielten. Als er nämlich das Mobiltelefon des Russen aus dem Haus stehlen wollte ergriffen die Drei den Khmer, fesselten ihn an Händen und Füßen und hängten ihn verkehrt herum an einen Balken. Dann begannen sie ihn mit Schlägen und einem Cuttermesser zu foltern.

(Quelle: http://www.cambodiadaily.com/news/mans-thumb-severed-for-trying-to-steal-russians-10-phone-31361/)

Posted in Kriminalität.

8 Comments

  1. da fehlen einem nur noch die Worte, Selbstjustiz, und das wegen eines blöden Telefons………..ist nur zu hoffen, dass die „Herren Russen“ sich dieses mal nicht wieder unter Zuhilfenahme von US$ davon schleichen können sondern einmal richtig und das möglichst hart bestraft werden………dieser Fall sollte so breit als möglich bekannt gemacht werden, damit auf die immer wieder vergebenden Stellen (Polizei/US$) sich nicht trauen………………….

  2. Da sind ja wohl gerade die „Richtigen“ aufeinander gestossen! Ganz ungestraft hätte ich den Dieb nicht davon kommen lassen, aber was hier geschehen ist, finde ich total unverhältnismässig 🙁 Es wäre zu wünschen, dass die Russen auch noch „zur Kasse gebeten“ werden!!

  3. Sagen wir es mal so: Diebstahl ist durchaus nicht nur das entwenden von Sachgegenständen, hier $10 Nokia Handy. Viel gewichtiger ist das eindringenden in das Haus. Wer sagt den wie der Einbrecher reagiert hätte wäre er von einer schwächeren Person entdeckt worden? Leider finden sich auch keine Details zu den Gegenständen die der Einbrecher dabei hatte (Messer?).

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das was weh tut bei solch einem Einbruch nicht die entwendeten Gegenstände sind. Es ist das Gefühl nicht sicher zu sein. Selbst in der eigenen Wohnung. Das ist der wirkliche Schaden der entsteht und bleibt.

    Ich verstehe das als Berufsrisiko. Dumm gelaufen aber hey, ist nur ein Daumen. Hätte auch schlimmer enden können. Manche Hausbesitzer haben Schusswaffen, Hunde oder Safes und das Konzept „Notwehr“ zur Verschleierung von Selbstjustiz ist jetzt auch nicht so neu. In dem Kontext ist der Einbrecher wohl noch mit einem blauen Auge davongekommen. Hätte auch schlimmer enden können.

    Die andere Seite: Foltern? Das ist keine Selbstjustiz sondern ausleben irgendwelcher Gewaltfantasien. Hoffe das gibt Knast.

  4. Leider entspricht die offiziell Information in den Nachrichten nicht der Wahrheit. Zum Beispiel war der Dieb sehr dreist und hat im laufe der Zeit in dem Haus mehrfach Sachen geklaut. Einmal hat er sogar eine Frau angegriffen um ein Notebook zu klauen. Die Polizei wurde auch informiert, hat aber überhaupt nichts unternommen. Aus diesem Grund wurden die Russen mit der Zeit sehr sauer und haben dem Dieb ein Finger abgeschnitten.

    Laut aktueller Information kommen die Russen für 10 bis 20 Jahre ins Gefängnis (was aus meiner Sicht etwas überdimensioniert ist).

    PS: Weiß jemand welche Strafe die Khmers aus dieser Geschichte (siehe http://www.kambodscha.don-kong.com/2011/07/05/wie-man-fuer-5-dollar-seine-hand-los-wird.html) bekommen haben?

  5. Die Verhältnismässigkeit ist entscheidend. Ich denke damit, das die Drei dem Khmer den Daumen abgeschnitten haben, sind sie zu weit gegangen. Es gab hier vor ein paar Jahren einen ähnlichen Vorfall, da wurde der Dieb auch auf frischer Tat von einem Österreicher ertappt. Der Österreicher hat den Khmer damals richtig Maß genommen aber nur mit den Fäusten. Als die Polizei am Tatort eintraf haben sie dem Dieb noch eins oben drauf gehauen und dem Österreicher ist garnichts passiert.

    Das man Straftäter, die auf frischer Tat erwischt werden, ordentlich verprügelt ist Gang und Gebe, sowohl in Kambodscha als auch in Thailand.

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