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Registrierung von Deutschen in Kambodscha

Auswärtiges Amt LogoIm Moment sehe ich keinen Grund warum man sich als Ausländer in Kambodscha unsicher fühlen könnte aber Dinge können sich auch schnell ändern. Das sollte jedem Auswanderer und auch jedem Touristen, der sich hier aufhält, immer bewusst sein. Das Königreich Kambodscha ist da jedoch keinesfalls eine Ausnahme, viele Länder weltweit bieten ein erhöhtes Risiko für Auswanderer und Reisende, sei es durch Naturkatastrophen, Ausländerfeindlichkeit, religiösen Fanatismus oder auch durch eskalierende innerpolitische Probleme.

Sollten die Dinge, sei es nun in Kambodscha oder sonst wo, einmal außer Kontrolle geraten oder sollte es brenzlig werden, was tun? Diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten weil es dabei ganz auf die individuelle Situation ankommt. Man hat aber die Möglichkeit schon im Vorfeld etwas vorzubeugen indem man sich als Deutscher im Ausland beim Auswärtigen Amt registriert. So haben die deutschen Behörden die Möglichkeit, in einem Krisenfall, zu lokalisieren wo sich deutsche Staatsbürger aufhalten um sie in einen eventuell erforderlichen Hilfs- oder Evakuierungsplan mit aufzunehmen.

Das Ganze ist denkbar einfach, kostenlos und kann online erledigt werden. Das Auswärtige Amt hat dafür eigens eine Webseite eingerichtet auf der man sich anmeldet um einige Angaben wie zum Beispiel den Name, Aufenthaltsort und Kontaktdaten einzutragen und schon ist die Registrierung abgeschlossen. Es können auch Familienangehörige mit eingetragen werden, Kontakte in Deutschland und man kann wählen ob man zusätzlich über verschiedene Deutschland betreffende Dinge informiert werden will. Seht es euch an, schaden kann es nicht.

Posted in Auswandern.

5 Comments

  1. Das, was di Botschaft da per Internet anbietet, ist ja voll in Ordnung. Aber leider sieht die Realität in Krisenfällen so aus, dass sich die Botschaften fast immer aus der Verantwortung stehlen. Allenfalls klappt es, wenn man/frau mit einer internationalen Organisation unterwegs ist. Dies ist die Erfahrung die ich selbst in div. Ländern, wo ich gearbeitet habe, leider machen musste.
    Also, wenn ihr nicht mit einer internationalen Organisation unterwegs seid, nutzt alle privaten Kontakte und bleibt in Krisenfällen immer in Verbindung.

  2. Die schweiz. Botschaft gibt wohl allg. folgende Ratschlaege:

    1. Allgemeine Sicherheitsempfehlungen

     Bei Ausbruch von Unruhen am Arbeitsplatz oder zu Hause bzw. im Hotel bleiben; falls unterwegs, sich sofort nach Hause begeben.
     Low profile halten :wai: und abwarten, bis sich die Lage beruhigt hat (Unruhen flauen erfahrungsgemäss nach 1 – 3 Tagen ab bzw. Ruhe und Ordnung wird wieder hergestellt).
     Keine Panik aufkommen lassen und gesunde Skepsis gegenüber Gerüchten wahren.
     Menschenansammlungen unbedingt meiden; vermeiden Sie strategisch wichtige Strassen/-knotenpunkte.
     Weisungen der Ordnungskräfte umgehend nachkommen und sich nicht auf Diskussionen einlassen.
     Ausgangssperren strikte beachten.
     Autofahrten wenn möglich unterlassen; allenfalls unauffällige Fahrzeuge benützen; Wagenfenster und Türen verschliessen.
     Regelmässig Radio hören, Nachrichten am TV verfolgen und Website der Botschaft (http://www.eda.admin.ch/bangkok) oder Reisehinweise beachten, um über Ereignisse informiert zu sein (http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/travad/travel.html).
     Vorsicht bei Kommentaren über Ereignisse gegenüber den Einheimischen. :whistler:

    2. Persönliche Empfehlungen und vorbeugende Massnahmen

     Gültigen Reisepass und andere wichtige Dokumente sowie Wertsachen griffbereit halten.
     Radio, Taschenlampe, Ersatzbatterien, Kerzen etc.; Badewanne mit Wasser füllen.
     Genügend Bargeld (inkl. Devisen). :joint:
     Vorrat an Lebensmitteln, Trinkwasser.
     Taschenapotheke (Antibiotika).
     Persönliche Effekten griffbereit halten.
     Aktuelle Wohnadresse (Tel/Fax/E-Mail) an Bekannte und der Botschaft melden.
     Eigene Liste nützlicher Adressen und Kontakte erstellen.
     Wer in exponierter Lage wohnt, Fluchtwege und Schutzorte (z.B. internationale Hotels) planen.

    Newsletter Schweizerische Botschaft in Thailand | August 2013

  3. Ich stimme dem vorangegangenen Kommentator zu und bin ebenfalls der Meinung dass welche westliche Botschaft auch immer es ist sie eine Art 2 Klassensystem fuehrt welches die Prioritaeten festlegt wer wann „gerettet“ werden soll. Interssanterweise stehen neben dem Diplomatischen Personal fast immer die Vertreter der NGO an 2. Stelle. Fuer die Deutschen gibt es dabei eine Neuerung, denn die bisher unter der Fahne der deutschen Entwicklungshilfe fahrende GiZ (Gesellschaft fuer internationale Zusammenarbeit) ist inzwischen eine „GmbH“. Als ich den Aufdruck vor einigen Tagen an einem brandneuen Toyota Landcruiser (oder aehnliches) gesehen habe musste ich erst mal innehalten. Also die deutsche Entwicklungshilfe, vom Steuerzahler bezahlt ist eine Gesellschaft mit beschraenkter Haftung ? Mein Gott (wenn es Dich gibt) was haben sich die Zeiten geaendert !

    Nochmal zur Registrierung bei der dt. Botschaft. Das mag fuer Staatsangestellte, Firmen- und NGO Angehoerige interessant sein. Der Rest wird wohl „auf sich selbst gestellt“ selbst frueh genug erkennen wann die Abreise angesagt ist. Bei allem Respekt traue ich weder unserem noch irgendeinem anderen Staat wenn er erst mal email und hausanschrift im Sack hat. Jeder der nicht zur o.g. rettungswuerdigen Elite gehoert wird von der Botschaft sowieso unter der Rubrik „Fragwuerdig“ weil in Kambodscha gefuehrt.

  4. @P. Alleman Du weisst gar nicht wie lange es gedauert hat, bis ich die CH-Empfehlungen „kopieren“ konnte. 😉
    und dann sprichst Du anschl. am Thema vorbei.

    Bin nicht ganz so „hoffnungslos“, wie Du es darstellst. Auch ich weiss, nicht alle Empfehlungen sind sinnvoll. Aber einige lenken vielleicht den Unbedachten in die richtige Richtung.
    -Pass, wie ein wenig Geld, griffbereit (nicht im Tresor der Bank) .

    Nur wer registriert ist, kann von der Botschaft informiert werden – wohin, wann, ….!!
    Wer sich vor dem Staat fuerchtet, kann in 5 Min. eine nicht nachverfolgbare Adresse eroeffnen.

    PS Also die deutsche Entwicklungshilfe, vom Steuerzahler bezahlt ..GmbH….- hast Du aber sicher nicht geprueft!?

  5. @Husi Peter: Nein, ich habe mich nicht wie Du so schoen ausdrueckst verprueft: Siehe die offizielle Seite der GiZ hier: https://www.giz.de/

    Vor dem Staat sollte sich nach den juengsten Enthuellungen des Whistleblowers Snowden eigentlich jeder fuerchten. Die Sammelwut von Daten und Bewegungsmustern, das Analysieren und Profilieren der Telefon- und Email Kontakte gibt es ja nicht nur in den USA sondern wird auch von Deutschen, Schweizern und Oesterreichischen Behoerden „gepflegt“. Wer immer noch nicht begriffen hat das man gar keine Geheimnisse haben aber seine Intimsphaere schuetzen sollte, dem empfehle ich den Briefkastenschluessel doch gleich beim naechsten „Blockwart“ abzugeben.

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