Lone Brothers Bar Phnom Penh

Krieg zwischen Motorradclubs in Sihanoukville?

Lone Brothers Bar Phnom Penh

Bikerkneipe in Phnom Penh

Über das was manchmal über Kambodscha in der internationalen Presse geschrieben wird kann man nur staunen. Es gab ja gerade in der letzten Zeit so einiges zu lesen aber die australische „Sunday Herald Sun“ setzte nun, in einem Bericht vom 23. November 2013, all dem noch einen obendrauf. So wurde berichtet, das die Zeitung Informationen über Auseinandersetzungen zwischen australischen Motorradclubs in Sihanoukville erhalten habe und das man glaubt, das es dabei um Lizenzen an Spielkasinos gegangen sei. Auch der Hafen von Sihanoukville soll für die Motorradclubs von besonderem Interesse sein, da sie wegen zunehmendem Konkurrenzdruck in ihrer Heimat, nach neuen Wegen für den internationalen Handel mit Waffen und Drogen Ausschau halten würden.

Laut Sunday Herald Sun sollen lokale Quellen berichtet haben, das in Sihanoukville die Rebels und die Hells Angels zusammengestoßen seien weil die Rebels versucht hätten im SihanoukVille Square eine Bar zu eröffnen. Der SihanoukVille Square, ein Areal mit Bars und kleinen Restaurants, soll angeblich fest in der Hand der Hells Angels sein, welche dort schon einige Bars am laufen hätten. Für Mitglieder der Rebels soll der SihanoukVille Square deshalb eine „NO GO“ Zone sein. Weiterhin wird berichtet, das die Rebels sowohl in der Hauptstadt Phnom Penh als auch in Sihanoukville Bars und ein Tätowierstudio betreiben und auch die Hells Angels sollen bereits Bars in Kambodscha haben und sogar der Hauptinvestor von einem Fitnessstudio in Phnom Penh sein.

Alle großen, australischen Motorradclubs haben sich wohl in den vergangenen Jahren nach Südostasien und Europa ausgedehnt. Kambodscha soll dabei schon im letzten Jahr von den Clubs ins Visier genommen worden sein. Die Rebels, die ursprünglich aus Brisbane in Australien stammen und die es schon seit 1969 gibt, haben nun wohl offiziell auch Abteilungen in Indonesien, Singapur, den Philippinen, Thailand, Laos und Kambodscha eröffnet. Aber sie expandieren wohl nicht nur in Asien sondern auch weltweit in zwanzig anderen Ländern, inklusive den U.S.A. wo normalerweise Motorradclubs wie die Hells Angels, Mongols, ­Vagos, Outlaws und die ­Bandidos das Sagen haben.

Ich habe keine Ahnung wo diese Leute nur ihre Informationen her haben aber ich kann versichern, das es hier in Sihanoukville keinen Zusammenstoß von irgendwelchen Rockerbanden gegeben hat. Ich habe in all den Jahren hier in Kambodscha auch noch nicht einen einzigen Hells Angel gesehen. Es ist wahr, das die australischen Rebels sowohl in Phnom Penh als auch hier in Sihanoukville einen Stützpunkt haben und hin und wieder sieht man hier auch mal einen von ihnen durch die Stadt fahren aber mehr auch nicht. Auch mein Bekannter in Phnom Penh, der ein Mitglied bei den Rebels ist und dessen Kneipe man für das Titelfoto dieser Geschichte ausgewählt hat, wusste von all dem nichts.

Quelle: http://www.heraldsun.com.au/news/law-order/australianbased-bikie-gangs-clash-in-asia/story-fni0ffnk-1226766939435

Posted in Kambodscha.

5 Comments

  1. Da kommt Sehnsucht auf nach den guten alten ‚Lone Brothers Germany‘, Chapter Sihanoukville und ihrer Bar in der Karaoke Street…mit einer richtig idyllischen Weihnachtsfeier bei Barbecue, Fassbier und Rammstein anstelle von Weihnachtsliedern…. 🙂 Wir hatten dort eine Menge Spass!

  2. “ Ich habe in all den Jahren hier in Kambodscha auch noch nicht einen einzigen Hells Angel gesehen.“
    Im Dezember 2011 war einer öfter im „German Beergarden“, aber absolut „friedlich“, hatte nicht das Gefühl, dass er wieder kommen wird. Er stand mehr auf Papua Neuguinea.

  3. @Beobachter
    Den kenne ich schon jahrelang persönlich. Das war kein Hells Angel sondern einer von den Lone Brothers. Der Mann arbeitet in Papua Neuguinea und ist immer nur zum Urlaub in Kambodscha um alte Freunde zu treffen.

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