Gibbon Weibchen

Gibbons kehren zurück in Kambodschas Dschungel

Gibbon WeibchenFrüher lebten in den tropischen Wäldern Kambodschas neben Tigern, Leoparden und Elefanten auch unzählige Gibbons. Ihre unverkennbaren Schreie hallten überall durch den Dschungel und gehörten zum Alltag der Menschen. Heute hört man die Schreie der Gibbons nur noch sehr, sehr selten in Kambodscha. Die Zerstörung ihres Lebensraums durch die Abholzung der Wälder, Hungersnöte in der Bevölkerung und der illegale Handel mit Tieren haben die Gruppe dieser possierlichen Menschenaffen, im Laufe der Jahrzehnte, auf landesweit etwa 450 bis 500 Exemplare schrumpfen lassen. Eine sehr traurige Bilanz wie sie ja leider bei sehr vielen Tierarten weltweit zu beobachten ist.

Dem will man in Kambodscha aber nun entgegenwirken und hat bei Angkor Wat zwei Gibbons aus der Gefangenschaft in die Freiheit entlassen, um eine neue freilebende Generation zu schaffen. Das Gibbon Paar wurde im „Phnom Tamao Zoological Park and Wildlife Rescue Centre (PTWRC)“ aufgezogen und hat bisher in einem Rehabilitations-Gehege mit minimalen Kontakt zu Menschen gelebt. Die Rückkehr der Gibbons in den kambodschanischen Dschungel ist ein Teil eines größeren Wildtier Projekts welches die „Apsara, the Forestry Administration and Wildlife Alliance“, in der archäologischen Anlage von Angkor, leitet. Schon in wenigen Monaten soll ein zweites Gibbon Paar frei gelassen werden.

Gibbons als Alarmanlage

Übrigens ist es noch gar nicht allzu lange her, das in Kambodscha und auch anderen Ländern Südostasiens Gibbons als freilebende Haustiere gehalten wurden. Gibbons dienten nämlich als ausgesprochen zuverlässige Alarmanlagen in den Häusern der Menschen. Sie wurden gefüttert und waren willkommene Gäste in den Nächten. Die stets aufmerksamen Tiere bemerkten jede Annäherung von Gefahr, egal ob von einem Raubtier oder von Dieben, und stießen ihren Schrei aus, um die Anderen zu warnen. Ein sehr schönes Beispiel dafür wie Gibbons in der Vergangenheit zum täglichen Leben der Menschen in Südostasien gehörten seht ihr in dem Ausschnitt aus einem Film von 1927.

Dieser wohl einzigartige Film mit dem Namen „Chang“ wurde im Dschungel im Norden Thailands gedreht und zeigt das damalige Leben einer laotischen Familie welches voller Gefahren war.

Quelle: http://www.phnompenhpost.com/national/gibbons-return-angkor

Posted in Kambodscha.

5 Comments

  1. Klassen Filmchen .
    Ich bin immer auf der Suche nach alten Filmen und Fotos aus „Hinterindien“ .

  2. Ich habe noch eine Fortsetzung des Films gefunden .
    Auch ganz nett.

    Es handelt sich um den gescheiterten Versuch einen Elefanten zu auf zu ziehen.
    Die Mutter des Elefantenbabys passte das gar nicht und der Gibbon hätte beinah die Befreiungsaktion der Elefantenmutter nicht überlebt .
    Überhaupt hat es der Gibbon nicht einfach und ist dauernd in Gefahr.

    http://www.youtube.com/watch?v=sWFIEPLFO7E

  3. Vielen Dank für den interessanten Film aus dem Geburtsjahr meines Vaters 🙂
    Die Menschen waren schon damals sehr ideenreich, um Heim und Herd zu schützen…

  4. Freut mich ja, das es einen interessiert . 😆
    Dafür bekommst nun auch die volle Serie .
    (Hat was länger gedauert , bis ich die zusammen hatte.)

    Der erste Teil ist ja hier im Blog zu finden – darauf verzichte ich .
    http://www.youtube.com/watch?v=Eu1XIg7_gzk NR 2 Ackerbau und Tierzucht
    http://www.youtube.com/watch?v=b6oKCTaSaOU NR 3 Tigerjagt
    http://www.youtube.com/watch?v=-Ywk3lVpU7Q NR 4 Ein Elefantenbaby wird gefangen
    http://www.youtube.com/watch?v=zco4ZF727QU NR 5 Auf der Flucht
    http://www.youtube.com/watch?v=yGRRFULmUjg NR 6 Die grosse Elefantenfalle
    http://www.youtube.com/watch?v=ltZ1yUTM5UU NR 7 Elefantendressur + Happy End

  5. XenoS, vielen Dank für deine Mühen, das wird einige Leser hier sicherlich sehr freuen. Ich hatte den Film vor ein paar Jahren von einem Bekannten auf CD bekommen und kannte ihn darum schon. Auch meine Frau war vollkommen hingerissen von dem Film weil sie irgendwelche parallelen, zu ihrer Kindheit auf dem Land, erkannt haben will. 🙂

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