Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Reisen nach Kambodscha nicht gefährlich

Die Medienberichte über die gegenwärtige Situation in Kambodscha hat etliche Leute, die kurz davor stehen ihren Urlaub hier zu verbringen, offensichtlich verunsichert. Reisesicherheit hat bei den Meisten natürlich oberste Priorität und so stellt sich die Frage was einen erwartet, wenn man hier in Kambodscha ankommt. In den Nachrichten wurden schreckliche Bilder von Krawallen in der Hauptstadt Phnom Penh gezeigt bei denen es viele Verletzte und sogar Tote gab. Meldungen über innerpolitische Spannungen und über den Aufstand der Textilarbeiter, mit der Forderung nach höheren Löhnen, überfluten momentan die Medienlandschaft und stellen alles Andere in den Schatten.

Aber hier in Kambodscha geht das Leben für den größten Teil der Bevölkerung ganz normal weiter. Die Herde der jüngsten Krawalle waren in Stadtteilen von Phnom Penh in die sich ein Tourist im Normalfall niemals verirrt, der Rest des Stadtgebietes blieb davon vollkommen unberührt. Die kambodschanische Regierung hat, auf Grund der jüngsten Vorfälle, weitere Demonstrationen, bis auf weiteres, untersagt, so das es wohl auch keine weiteren Verkehrsbehinderungen im Bereich des Flughafens geben wird. Täglich reisen Touristen aus aller Welt, sowohl mit dem Flugzeug als auch über den Landweg, ein und aus aus Kambodscha, so wie immer in der Hauptsaison.

Hier in Sihanoukville hat man von all dem überhaupt nichts mitbekommen, die Hotelzimmer sind belegt und die Urlauber tummeln sich wie gewohnt am Strand. Das Auswärtige Amt rät nicht von Kambodscha Reisen ab aber ermahnt zu erhöhter Vorsicht. Kein Grund also um seine Kambodscha Urlaubspläne zu verwerfen aber man sollte die Situation über die Medien im Auge behalten. Auch in Kambodscha werden Demonstrationen im Vorfeld angekündigt, so dass man über Zeit und Ort informiert ist. Das man dort dann nicht auftaucht, versteht sich von selber. Wir alle sind nach wie vor willkommene Gäste hier im Land, Kambodschaner behandeln Fremde grundsätzlich höflich und respektvoll, daran hat sich nichts geändert.

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12 Comments

  1. bin derzeit in kep, auch hier alles ruhig und normal. Aber…….., die Opposition hat angekuendigt ihren Kampf in die Provinzen zu tragen und sollte dies zutreffen koennte die Situation in Sihanoukville, Kampot-Kep und Ko Khong sehr wohl brisant werden. Wie bitte soll sich ein Tourist von all dem fernhalten wenn es genau in der Einflugschneise fuer die Busse (wie in Phnom Penh) zu Auseinandersetzungen mit Brandstiftung, Toten und Molotov Cocktails kommt ? In Phnom Penh wurden aktiv Vietnamesische Cafe ausgepluendert und zerstoert. Die verletzten Vietnamesen wurden in vietnamesen freundliche Kliniken gebracht die dann ebenfalls ausgeraeumt und zerstoert wurden. Wenn das nun in die Provinzen getragen werden soll (so der Wunsch des Oberbrandstifters Sam Rainsy ) dann koennte es auf einen Schlag auch fuer uns brisant und lebensgefaehrlich werden. Die westlichen Medien berichten nur vollkommen einseitig davon dass die Opposition den ungeliebten Ministerpraesidenten in Rente schicken will, von den Ausschreitungen des Mobs ist da so gut wie nichts zu finden.

  2. Peter Altmann.
    Was Sie als Mob bezeichnen sind junge hoffnungslose Menschen die für 80,-$ im Monat in Textilfabriken sechs Tage die Woche 10-12 Stunden täglich schuften müssen.
    Würden Sie unter diesen Bedingungen arbeiten wollen?
    Kommen Sie runter von ihrem höchnäsigen Wolken- Kukuksheim und sprechen sie mit den Menschen.
    Ich hoffe, das Don Kong ihre Beiträge in Zukunft blockt. Sie und Ihre Beiträge sind unerträglich.

  3. Lieber Han, ich bitte um Verständnis dafür, das ich allen meinen Lesern gegenüber eine möglichst neutrale Haltung einnehmen möchte. Wenn der Kommentar von peter allmann der Allgemeinheit der Leser missfällt, werden sie ihn mit dem Daumen nach unten bewerten, so das er automatisch ausgeblendet wird.

  4. hi mr han. sie sind wohl auch so einer der billige hemden in europa kaufen moechte, aber ueber die sogenannten billige loehene meckert. wenn die loehne steigen steigen auch die preise in kambodscha. ueber die folgen sollte nachgedacht werden. kein billiger urlaub.

  5. Ich bin stets fuer Kritik offen, selbst wenn sie von NGO, Oberlehrern oder sonstigen Menschen die auf hohem moralischen Podest stehen kommen. Ich bleibe bei MOB, denn die jungen hoffnungsvollen Menschen kenne ich eben auch. Fabrikarbeiter und Studenten sind meine Nachbarn und so kenne ich schon seit Jahren ihre Notlage und die Notwendigkeit zur Verbesserung der Lebensumstaende fuer Kambodschaner im Allgemeinen. Der MOB ist hier aktiv> http://www.youtube.com/watch?v=KItmwsTYNUM
    http://www.youtube.com/watch?v=gwRYF069zXM
    http://www.youtube.com/watch?v=TmSx9xO6M84
    http://www.youtube.com/watch?v=6rmq-e6s4HE

    um nur einige wenige Augenzeugenberichte zu sehen. Wer hat denn das Feuer dazu gelegt dass der MOB Vietnamesische Cafe’s zerstoert und pluendert und sogar eine Klinik die vietnamesen behandelt nachdem sie verletzt eingeliefert wurden zerstoert, ausgeraubt und gepluendert hat ? Die Antwort ist ganz einfach denn sie scheint einer der wenigen Programm Punkte von Sam Rainsy zu sein. Fremdenhass gegen Vietnamesen in Kambodscha zu schueren. Das erinnert mich irgendwie an die Kristallnacht die Hitler zuzuschreiben ist. Die Kambodschaner im allgemeinen sind eher friedfertige Menschen aber leider hat die junge Generation keinerlei Erfahrung im Umgang mit Rosstaeuschern wie Rainsy und geht ihm immer wieder auf den Leim.

    Wenn sie so angewiedert von meinen Beitraegen sind, ueberspringen sie sie einfach oder beziehen qualifiziert Stellung und strafen mich mit Beweisen luegen. Nur zu, ich werde es schon ueberleben.

  6. Peter Allmann hat die Lage sehr genau beobachtet, geschildert und die richtigen Schlüsse gezogen: Es kann uns Expats nicht egal sein, wenn Ausländer gezielt und systematisch angegriffen werden. Schliesslich sind wir ebenfalls Ausländer. Auch in Sihanoukville haben schon Häuser von Vietnamesen gebrannt – eindeutig in Form von Pogromen, wie mir Betroffene geschildert haben. In Teilen der Opposition herrscht blanker Ausländerhass, geschürt von interessierten Kreisen, die Herr Allmann genannt hat.

  7. hallo don kong !!
    ich wünsche dir ( euch ) ein super gutes neues jahr !!!!
    ich bin in feb in sv und hoffe dich bei guter gesundheit bei leo zu sehen !!!!!!!
    gruss günter aus der schönen freihen und hansstadt bremen !!!
    treuer blog freund.

  8. @peter allmann
    Es steht ja in dem Beitrag geschrieben, warum die Beiden als Opfer sondiert wurden. Mary trug Goldschmuck. Der wird wahrscheinlich so auffällig gewesen sein, das er den beiden Gangstern im Restaurant ins Auge gestochen ist. Das ist natürlich ein klassischer Fehler, vor dem man überall gewarnt wird. Entlang der Strecke von Sihanoukville nach Kampot gibt es nur wenige Häuser und selbst am Tage ist dort kaum Verkehr. War vielleicht alles etwas unüberlegt von Mary und ihrem Bruder, aber als Außenstehender lässt sich so etwas natürlich immer leicht daherreden.

    Aber trotzdem bin ich der Meinung, das jemanden der die empfohlenen Sicherheitsregeln beachtet normalerweise auch nichts passiert. Oder wie oft bist du schon überfallen worden?

  9. @ don kong. Grundsaetzlich stimme ich Deiner Empfehlung zu. Als Kambodschanerin muesste Mary eigentlich gewusst haben welchen Risiken sie sich aussetzt. Allerdings ist die Atmosphaere in Kampot offensichtlich doch noch so entspannt dass man Gefahr laeuft seine Schutzschilde etwas herunterzunehmen. Genau das ist meiner Meinung nach hier passiert. In Snooky wohne ich 7 km ausserhalb und vermeide daher Nachts unterwegs zu sein. Schmuck liegt mir eh nicht und meine Geldboerse, wenn ich sie denn mal auspacken muss sorgt selbst bei Khmer fuer Mitleid. Ich fahre auch keinen Lexus und meine Klamotten koennten eher aus einer Spende der Heilsarmee stammen als von Dolce & Gabana etc. Ausserdem trage ich grundsaetzlich einen Integral Helm auf dem Moped sodass der Angriff weniger wahrscheinlich wird. Trotz alledem wurde ich vor ca. 2 Jahren am helligten Tag von einem Honda Dream 125 Fahrer derart bedraengt dass er mir den Rucksack den ich auf der Rueckbank verzurrt hatte runterreissen wollte. Das haette mich unwiderruflilch zu Fall gebracht und daher das Raubvorhaben des Khmer erleichtert. So bin ich ihm auf meiner 135cc einfach davon gefahren als ich im Rueckspiegel gesehen habe wie er schon die Hand nach dem Rucksack ausgestreckt hat.

  10. @peter allmann
    Davon bin schwer überzeugt, das man in Kampot weniger Gefahr läuft Opfer eines Verbrechens zu werden als im weitaus belebteren Sihanoukville.

  11. Sorry dass ich den urspruenglichen Grund fuer diesen Blog etwas missbraucht habe. Es ging ja eigentlich um die Unruhen die wegen der Demonstrationen der Opposition und den von ihr fuer ihre Zwecke missbrauchten Textilarbeiter stattgefunden haben.

    Dass das ganze Spiel das Land auseinanderzudividieren noch nicht beendet ist zeigt die folgende aktuelle Meldung: http://www.cambodiadaily.com/news/sokha-seeks-pentagons-support-for-cnrp-govt-56746/ . Mu Sochua ist zwar Khmer besitzt aber einen US Pass und selbstverstaendlich wird sie von dort aus gesteuert wie auch ihr Mitstreiter Sokha der nun vom Pentagon Unterstuetzung einfordern will. Wie laecherlich denn es sind ja gerade die USA die die von ihr weltweit eingesetzte Waffe des aufhetzen von unterschiedlichen religioesen,ethnischen und politischen Gruppen massiv foerdern und einsetzen. Damit der Regime Wechsel auch in Kambodscha zu ihren Gunsten (hier planen sie ja eine massive Marine Basis and der Kueste sowie weitere militaerische Einrichtungen im Land) ausfaellt missbraucht man die legitimen Forderungen der Textilarbeiter nach mehr Lohn. Die von der Opposition aufgerufene Forderung von 160 USD/Monat war zuvor nie Bestandteil der Textilarbeiter. Natuerlich wuensche ich mir dass jeder von ihnen diesen Lohn erhaelt aber ich weiss natuerlich auch dass dies unweigerlich zur Abwanderung dieser Industrie in Richtung Myanmar fuehrt. 25 Jahre Textil Industrie haben mir die Augen geoeffnet. Von Korea ueber Taiwan, Hongkon,Thailand, Vietnam bis Bangladesch habe ich ueber Jahrzehnte beobachtet wie das ablaeuft. Warum sollte es diesmal anders sein? Nur weil der Brandstifter und seine Truppe in USD bezahlt und ferngesteuert werden ?

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