In den Medien wird Kambodscha immer wieder als Mecca für männliche Sextouristen aus aller Welt dargestellt. Aber ist das wirklich so? Der normale, männliche Single, der auf käufliche Liebe aus ist und im Volksmund als Sextourist bezeichnet wird findet hier in Kambodscha nichts Besonderes. In der Touristenhochburg Siem Reap zum Beispiel gibt es zwar ein paar Clubs und Karaoke Bars, wo auch Prostituierte arbeiten, aber in welcher südostasiatischen Stadt gibt es das nicht? Im Allgemeinen ist Siem Reap für seine historischen Tempel bekannt und nicht für eine ausgeprägte Barszene.

In Phnom Penh das größte Angebot

In der Hauptstadt Phnom Penh ist das Angebot an Taxi-Girls, wie die Prostituierten hier in Kambodscha genannt werden, schon größer. Es gibt Straßen, da reiht sich eine Bar an die Andere. Hier entspricht das Umfeld wahrscheinlich am ehesten den Vorstellungen eines Sextouristen. Aber auch hier ist nichts Besonderes, das gleiche Programm kann er in thailändischen Städten wie Bangkok oder Pattaya oder auf den Philippinen in der XXL Version haben. Phnom Penh in Kambodscha ist davon weit entfernt.

Taxi-Girls in Sihanoukville sogar Mangelware

Ganz besonders schlecht beraten sind offenbar Männer, die hier in der schönen Küstenstadt Sihanoukville auf Jagd gehen wollen. Hier ein vernünftiges Taxi-Girl für eine Nacht kennenzulernen scheint ausgesprochen schwierig zu sein und eine Partnerin für ein längerfristiges Arrangement zu finden fast unmöglich. Aus allen Richtungen hört man von Ausländern die gleichen Erfahrungsberichte. Die käuflichen Damen in Sihanoukville verlangen überzogene Preise, sie seien desinteressiert bei der Ausübung der Liebesdienste und hielten sich nicht an Absprachen. Einige gehen mit, verweigern sich dann komplett und wollen trotzdem bezahlt werden.

Überhaupt soll es hier in Sihanoukville nicht mehr viele Taxi-Girls geben, wobei nicht bekannt ist ob sie den Job hingeschmissen haben oder an lohnendere Standorte abgewandert sind. Ein großer Teil der Mädels die hier noch arbeiten, sollen auch nicht gerade der ersten Liga angehören und obendrein über ein hohes Maß an krimineller Energie verfügen. So hört man immer wieder von Beischlafdiebstahl, sowie Fälle von Bedrohung und Erpressung. Es wurden Ausländer sogar schon so weit eingeschüchtert, das sie die Flucht ergriffen haben. Von einem Mecca für Sextouristen kann in Kambodscha keinesfalls die Rede sein.