Trauminsel im Golf von Thailand

Sihanoukville: Die Pläne des Polonsky

In Kambodscha ist so ziemlich alles möglich. Das belegen die neusten Pläne des russischen, ehemaligen Immobilien-Tycoons S. Polonsky. Der in seiner Heimat wegen Veruntreuung von mehr als 180 Millionen Dollar gesuchte Geschäftsmann, will nun seine acht Inseln vor Sihoukvilles Küste zu einem sagenhaften Touristen Mecca ausbauen.

Diese Ankündigung machte er knapp einen Monat nachdem die höchste Gerichtsinstanz Kambodschas entschieden hat den Gesuchten nicht an die russischen Behörden auszuliefern. Er versprach 1 Billion Dollar in das Land zu investieren wenn man ihn bleiben lässt.

Per E-Mail teilte Polonsky mit, das er bereits mit den lokalen Tourismus-Veranstaltern verhandelt habe und das sie gemeinsam im nächsten Jahr schon zusätzliche 50.000 Touristen nach Kambodscha bringen wollen. Er ist der Meinung, das Kambodschas Besucher nicht nur die Tempel bei Angkor Wat besichtigen sollten, um dann den Rest ihres Urlaubs an den Stränden von Thailand oder Vietnam zu verbringen. Das wolle er nun ändern.

Jährlich 3 Millionen Touristen mehr an Sihanoukvilles Küste?

Polonsky, der auch hier in Sihanoukville vor dem Preah Sihanouk Provinzgericht noch einer Strafe wegen Körperverletzung entgegen sieht, weil er 6 kambodschanische Bootsleute mit dem Messer bedroht hat, sagte, das sein Investmentplan Millionen von Touristen auf seine Inseln ziehen wird. Wegen der schlechten Infrastruktur, sowie fehlender Sicherheit und fehlendem Service würden pro Jahr etwa 3 Millionen Touristen für Sihanoukvilles Küstenregion verloren gehen.

Aber die Pläne von Polonsky beinhalten natürlich noch einiges mehr als nur schöne Strände und Erholung für Touristen. Neben all diesen Investitionen will er auch noch einen Kindergarten und eine Schule bauen lassen und vielleicht auch noch seinen größten Traum verwirklichen, den Bau einer Universität. Auch der Umstand, das Kambodscha, außer mit seinen vier Nachbarländern, mit keinem Land der Erde einen Auslieferungsvertrag für Straftäter hat findet Beachtung in den Plänen des Polonsky.

Neues Urlaubsparadies für Kriminelle aus alles Welt?

Seine Inseln vor der Küste von Sihanoukville sollen auch ein Zufluchtsort und sicherer Hafen für in ihren Heimatländern gesuchte Kriminelle werden, besonders aus Russland. Es sollen kleine und mittelgroße Geschäfte auf der legalen Basis des Tourismus entstehen und ein Service-Center für russischsprachige Touristen, die in Kambodscha Land erwerben möchten oder die kambodschanische Staatsbürgerschaft annehmen wollen.

Nun warten alle gespannt ob Polonsky seine Versprechen auch wirklich umsetzt.

Quelle: http://www.cambodiadaily.com/news/as-free-man-polonsky-plans-tourism-mecca-58726/

Posted in Sihanoukville.

11 Comments

  1. Naja, weiss nicht ob das wirklich ein Segen ist. Meist ist es ja so das solche „Grossprojecte“ im nix und wieder nix – buchstäblich im Sande verlaufen. lass mich aber gerne überraschen. Nix für ungut Gruss Pascal

  2. Geld regiert die Welt! Sollte dieser Russe seine Pläne wirklich umsetzen, dann „gute Nacht“…. 🙁

  3. Ja nun weiss ich jedenfalls welches Land ich nicht unbedingt bereisen muss. Man stelle sich vor eine Insel von kriminellen bewohnt und bewirtschaftet. Leider habe ich gerade in dieser Hinsicht auch nicht die beste Meinung von Russen. Ob das ganze fuer Kambodscha foerderlich ist, bleibt wohl auch noch sehr fraglich.

  4. ..die Russen haben nach meiner Meinung gute Chancen ihr „Projekt“ umzusetzen, denn die Verantwortlichen in dem kleinen Königreich haben ja bekanntermaßen riesengroße Geldbörsen, dann sind mal wieder nicht gerade kleine Zahlungen an die befürwortenden Stellen fällig……..und an die ganz, ganz oben……..;
    nicht zu vergessen, die Russen zahlen auch jetzt schon, für ihr Bleiberecht in Cambodia;
    wie auch immer, Hotelanlagen oder nicht, für die dicken Autos und die Villen zahlen die Russen ohne Pause…….;
    wann wird es wohl in dem kleinen Königreich einen Politiker geben, der die Fragen nach den Summen und dem Verbleib des Geldes mal öffentlich stellt???!!

  5. Eine Mitarbeiterin von ihm hat einmal in der Presse gesagt, dass er immer noch so tut, als ob er die Millionen noch hätte. Das war als er auf Koh Rong von der Polizei verhaftet wurde. Der Mann ist ja offentsichtlich ein Grossmaul, was mir auch von russischen Gästen, die ihn persönlich kennen, bestätigt wurde. Was russische Pläne angeht, so muss man sich nur all die angefangenen Grossprojektruinen hier anschauen, um zu erahnen, wie das ausgeht.

  6. Diese Meldung ist ein Witz! Eine Billion Dollar will der Mann investieren? Das sind nach Adam Riese 1000 Milliarden. So viel Geld haben nicht mal zusammen alle Milliardäre, die es auf der Welt gibt.

  7. „…seine acht Inseln vor Sihoukvilles Küste….“ – welche ACHT Inseln gehören ihm denn ?
    gerdCE

  8. Gerhard, nicht nur acht Inseln, welche auch immer das sein mögen, er erhebt ja angeblich auch Ansprüche auf den Victory Beach.

  9. Aha, leidet er zufällig an Größenwahn ??
    @ Benny: One Billion ist im englischsprachigen Raum eine deutsche Milliarde….

  10. ….iss schon alles unter Dach und Fach….was glaubt ihr warum am Victory alles abgerissen wurde?..und Hun Sen konnte schon wieder 5 neue Lexus für sein Familie kaufen… 🙂

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