Maschine von Vietnam Airlines

Sihanoukvilles Konkurrenzkampf mit Phu Quoc

Kambodschas Küstenstadt Sihanoukville und die vietnamesische Insel Phu Quoc liegen nicht weit voneinander entfernt. Beide Orte sind touristisch erschlossen und ziehen jährlich Tausende von Besuchern aus aller Welt an. Mit steigenden Touristenzahlen wird der Konkurrenzkampf zwischen den beiden südostasiatischen Urlaubszielen jedoch immer größer. Nachdem man auf kambodschanischer Seite begonnen hat die Küstenregion für Touristen attraktiver zu gestalten haben die Vietnamesen nun zum Gegenschlag angesetzt.

So kündigte Vietnam Airlines mit Unterstützung der vietnamesischen Regierung an, ab dem 1. November, drei Mal in der Woche, Direktflüge zwischen Siem Reap und Phu Quoc anzubieten. Damit haben Touristen zukünftig nicht nur die Möglichkeit nach einer Angkor Wat Besichtigung vom Flughafen in Siem Reap an die Küste nach Sihanoukville zu fliegen, sondern auch an die Strände von Phu Quoc. Weiterhin hieß es, das die Flugfrequenz im nächsten Jahr sogar noch einmal erhöht werden soll.

Laut Vietnam Airlines wird die vietnamesische Insel Phu Quoc in der zukünftigen Tourismusplanung des Landes eine Schlüsselrolle spielen. Wie viel die Flugtickets auf dieser Route kosten werden wurde nicht gesagt. Der Phu Quoc Airport ist, nach vierjähriger Bauzeit, im Dezember des letzten Jahres in Betrieb genommen worden und liegt nur etwa 50 Kilometer Luftlinie von Sihanoukville entfernt. Zur Besonderheit der Ferieninsel gehört, dass es der einzige Ort für Touristen in Vietnam ist, an dem sie kein Visum brauchen.

Von Fachleuten wird nun vermutet, dass die neue Flugverbindung die Touristen von Kambodschas eigenem Küsten-Urlaubsort, Sihanoukville abziehen könnte. Gerade jetzt wo die Passagierzahlen für Flüge an Kambodschas Küste am Steigen sind. Wo im gesamten Jahr 2013 nur 20.000 Fluggäste die Route zwischen Siem Reap und Sihanoukville genutzt haben, sollen es bis Juni dieses Jahres bereits 24.000 Passagiere gewesen sein. Das ist eine Steigerung von 146 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Trotz Anstieg der Passagierzahlen steht Sihanoukville im Vergleich zur vietnamesischen Nachbarinsel wie der kleine Bruder da. Nach Angaben von Vietnam Airlines sollen 2013 mehr als 700.000 Passagiere auf dem Phu Quoc Airport angekommen und abgeflogen sein. In diesem Jahr sollen es bisher 449.000 gewesen sein. Nun muss sich die kambodschanische Regierung gemeinsam mit dem Tourismus-Sektor etwas einfallen lassen damit das Projekt, mehr Touristen an Kambodschas Küste zu locken, nicht im Sande zu versinken droht.

Quelle: http://www.phnompenhpost.com/business/flights-spur-beach-battles

Posted in Kambodscha Reisen.

10 Comments

  1. Immer höher, immer weiter, immer schneller… Und das auf allen Seiten… Die Lebensqualität bleibt schlussendlich auf der Strecke! 🙁

  2. Wer will denn schon in einem so zugemüllten Land seinen Urlaub verbringen? Klar, für Backpacker ohne Geld ist der Müll Nebensache. Die wollen hier eh nur Party und Drogen. Kambodscha hat ausser Angkor Wat rein gar nichts zu bieten. Schon gar nicht die versifften Strände hier in Sihanoukville. Und schöne Inseln gibt es auch anderswo in Asien. Besser wäre es, endlich das Abfallproblem in den Griff zu bekommen. Jeder Tourist ekelt sich an dem Müll. Kambodscha ist ein grosser Müllhaufen. Auch die Kriminalität in Phnom Penh ist nicht gerade Tourismus fördernd.
    Hygiene ist nicht besser wie in Afrika. Hier braucht es eine Müllverbrennungsanlage. Auch müsste man die Leute mit Hilfe vom Fernseher auf diese Problematik aufmerksam machen und aufklären. Werde wohl ein sauberes Kambodscha nicht mehr erleben.

  3. @Rony Jeger: Müll jeglicher Art ist tatsächlich ein risiges Problem im Reich der Khmer. Den meisten fehlt noch jeglicher Bezug dazu dass Plastik nicht einfach verrottet, so wie sie es bei allen anderen Dingen über jahrtausende gewohnt sind. Allerdings habe ich auch schon leichte Lichtblicke gesehen wo ganze Schulklassen und sogar CPP Kader mit Müllbeuteln durch die Stadt (Phnom Penh,Kampot,Sihanoukville etc) ziehen und den Müll aufsammeln. Meiner Meinung nach aber ist das wirklich größte Müllproblem der ignorante Tourist ! Wenn ich sehe wie sich dieses meist mit Ruck-und Frontsack beladene Gesindel hier aufführt möchte man sich am liebsten in ein Loch verkriechen.Es sind aber oft genau diese Spezies die den Khmer KULTUR beibringen wollen.

  4. @Rony Jeger: Lieber Rony, -ich bin auch Einer der sich ziemlich oft – ziemlich ärgert! Aber immer dann muss ich zu mir selber sagen „das Schöne überwiegt“! -Wenn das
    nicht so wäre, warum muss ich denn hier sein? Es kommt Alles auf die Betrachtungsweise an; -darum sehe ich nicht nur in Angkor Wat das Einzige, was dieses Land
    bieten kann! Und „sooo“ schlimm ist jetzt Sihanoukville
    wirklich nicht! Wir wissen doch, weshalb „unser ausgewähltes Land“ den anderen hinten nach hinkt! Seien wir geduldig! Es kommt besser! -Nicht schlechter!

  5. Ciao Rony
    Wenn du schon drauflos schlägst, lese mal die Berichte vom Openair Frauenfeld (Schweiz) von letzter Woche. Die Schweiz ein angebliches Sauberland mit sogenannten zivilisierten und erzogenen Menschen hinterlässt nach vier Tagen Party ein Schlachtfeld! Zugemüllt und verpisst, dass man meinen könnte man sei auf der Mülldeponie von Manila. Wie soll ein Drittweltland damit klar kommen, wenn nicht einmal wir es schaffen?

  6. @ mauri: Von wegen drauflos schlagen. Du schlägst gleich auf die CH drauf wo ein paar Hirnamputierte Hiphoper das Festivalgelände mit ihrem zu Hause verwechselt haben. Auf dem Gurten ging alles nach CH Norm über die Bühne. Zudem ist die CH in Sachen Ordnung und Sauberkeit immer noch weit vorne zu finden und braucht sich nicht zu schämen wie Kambodscha. Ausnahmen gibt es überall auch in Kambodscha. Sobald du hier in ein Dorf kommst mit mehrheitlich Muslimischen Bewohnern wird es dir wie Schuppen von den Augen fallen dass es auch hier sauber sein kann. Kaum 10 Km. weiter im Khmerdorf sieht es wieder aus wie auf der Müllhalde. Meine rosa Brille habe ich abgesetzt und das Kind bloss beim Namen genannt. Wenn sie nebst den Backpackern auch Mittelklasstouristen ansprechen wollen, muss sich bald was ändern hier im Königreich.
    @peter allmann. Apropos Lichtblick. Kürzlich motivierten wir alle jugendlichen vom Quartier zum Müll einsammeln. Nach zwei Stunden harter Arbeit gab es zur Belohnung für alle Eis am Stiel. Die Müllsäcke waren noch in griffnähe und trotzdem haben alle die Verpackung gleich wieder auf den Boden geschmissen. Es kam mir vor als hätte mich ein Pferd getreten.
    Solange sich oben nichts verändert ist Kambodscha von mir aus gesehen ein hoffnungsloser Fall.
    Nach drei Jahren im Elend und Disziplinlosigkeit bin ich jetzt auf der Suche nach einer neuen Destination.

  7. War 2002 das erste mal in Kambodscha und kann nur sagen, dass die Sauberkeit bis jetzt bedeutend besser geworden ist, obwohl sie immer noch schrecklich ist.
    Es ist noch ein weiter Weg…

  8. Der Müll scheint ein „Dauerbrenner“ zu sein!
    Ganz offensichtlich muss sich schnell und nachhaltig etwas ändern, denn die Konkurrenzländer schlafen nicht…

  9. es laesst sich nicht leugnen,der muell auf den strassen in den graeben,auf den marktplaetzen,geht an keinem,selbst unkritischem auge vorbei.besonders die plastiktueten,die der wind bis weit ins land herumtraegt ist mein hauptaergernis… in unserem sihanoukville ist es viel besser geworden ,durch die initiative intelligenter laden und kneipenbesitzer,welche aus eigener initiative eine reinigungstruppe organisiert,die mit ueber 29 leuten durch die strassen fegen und kein bon bon papier liegen lassen..die netten jungen leute kommen morgens um 7 ben ,leider nur eimal am tag,das hilft! es geht und laesst sich machen.am strand sind die kinder als flaschen und dosensammler unterwegs,jedoch plastiktueten und anderes plastigzeug bleibt liegen.tritt sich in den sand,der wind fegt es in stassengraeben und plaetze, keiner kuemmert sich um die zonen ein wenig weg von den touristen,dabei liegt da doch bares geld,welches die schueler und kinder verdinen koennten, gaebe es einen abnehmer …..hier muss der staat helfen und einige grandulatpressen aufstellen,daraus lassen sich dann leicht muelleimer und kontainer herstellen…mit neuem bewusstsein, werden die dann gefuellt,und zwar dann, wenn die ,heute den plastikmuell sammelnden kinder ihre eigenen familien haben …..leider ist das thema ein generationenproblem ,es muss angegangen werden ferdi

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