Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Wie sicher ist Sihanoukville?

Jedes Jahr kommen mehr als 1 Million Kambodscha Touristen an die tropischen Strände von Sihanoukville, aber den Ruf eines eher zwielichtigen Ortes scheint die Stadt nicht richtig los zu werden. Geprägt wurde dieser Ruf schon vor Jahren durch wilde Geschichten eifriger Reise-Blogger und etlicher Kambodschaforen, den Rest erledigte dann die Mundpropaganda.

Aber mit all dem nicht genug, setzte die U.S. Amerikanische Botschaft im letzten Monat noch einen oben drauf. Die warnte nämlich ihre Landleute davor sich nach Einbruch der Dunkelheit noch an Sihanoukvilles Stränden aufzuhalten, weil dort mit gewalttätigen Übergriffen auf Ausländer gerechnet werden müsse. Besonders am Ochheuteal Beach und dem Benachbarten, als Paradies für Rucksacktouristen bekannten, Serendipty Beach würden Banden ihr Unwesen treiben, Drogenkonsum würde überhand nehmen und Ausländer würden grundlos angegriffen werden.

Auslöser der Warnung waren Übergriffe in der Serendipty Beach Gegend auf U.S. Amerikaner in jüngster Vergangenheit, wobei auch einer der U.S. Boys von einem Kambodschaner erstochen worden sein soll. Von Übergriffen auf Ausländer anderer Nationalitäten ist jedoch nichts bekannt. Auch nach Aussage örtlicher Behörden und lokaler Geschäftsleute gibt es, entgegen der Aussage der U.S. Botschaft, sehr wenig Kriminalität in dieser Gegend.

Aus hohen Polizeikreisen hieß es dazu, man habe im vergangenen Jahr 11 Polizeiposten in der Stadt eingerichtet und kleinere Polizeieinheiten seien rund um die Uhr am Ochheuteal Beach, Otres Beach, Victory Beach und am Dragon’s Tail nahe dem Sokha Hotel im Einsatz. Eine Bildung krimineller Banden würde umgehend unterbunden werden, und wenn ein Verbrechen geschehen sollte, ist die Polizei sofort einsatzbereit, vor Ort und Stelle.

Zusätzlich hat sich ein Netzwerk aus lokalen Geschäftsleuten gebildet, wo Freiwillige bei der Vermeidung von Verbrechen helfen wollen. Einige davon sollen zukünftig Uniformen und Fahrräder bekommen, womit sie die Gegend abfahren, um alles im Auge zu behalten und im Bedarfsfall die Polizei informieren können. Die bisher 180 Freiwilligen setzen sich aus Motorrad-Taxi Fahrern und Hotelpersonal sowie kambodschanischen und ausländischen Geschäftsleuten aus der Gegend zusammen.

All diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Zahl der Verbrechen in Sihanoukville gesunken ist. Wo im ersten Halbjahr 2013 noch 57 Straftaten verfolgt werden mussten, sind es in 2014 nur 45 gewesen. In nur 12 Fällen davon waren Ausländer die Opfer gewesen, wovon die meisten bestohlen wurden. Oft sind die Bestohlenen selber dran schuld, weil sie ihre Sachen unbeaufsichtigt am Strand liegen lassen, während sie im Wasser sind.

Quelle: http://www.cambodiadaily.com/news/sihanoukville-struggles-to-shake-its-seedy-image-66108/

Posted in Kriminalität.

17 Comments

  1. Das find ich einen Super Beitrag entlich mal eine erfreuliche Nachricht. Es sind ja weniger Straftaten im halben Jahr wie in Stuttgart in einer Woche.

  2. Ich denke mal, dass proportional in SV weiniger Überfälle verbunden mit Raub auf Gäste zu verzeichnen sind als z.B. Mallorca…..hier ist meines Erachtens Augenmaß zu halten, dies gilt auch für Amerikaner!! Würden alle so reagieren wie die Ami`s müßten z.B. die deutschen Bahnhöfe alle dicht gemacht werden, wegen Diebstahlsangelegenheiten…..
    also liebe Ami`s, dort aufhalten wo die anderen sind und sich auch so benehmen……….

  3. Ich war schon dutzende Male in SV Abends unterwegs und ich hatte mich noch nie unsicher gefühlt geschweige den wurde ich bestohlen.Man kann sowas natürlich nicht ausschließen ,aber wenn man sich an ein paar Regeln hält kann man die Gefahr doch eingrenzen

  4. Also, lassen wir mal die Kirche im Dorf.
    Im Vergleich zu vielen Laendern dieser Erde passiert ja hier in Kambodscha vergleichsweise wenig. Und bezueglich der Reisewarnungen der Amis, in den letzten 5 Jahren gab es auch Reisewarnungen der Amis fuer Deutschland.
    Wie laecherlich ist denn das. Die haben sie halt nicht mehr alle. Spielen sich auf wie die Weltenretter. Die kann man ja – wenn man nur einen Funken Verstand hat – nicht Ernst nehmen.
    Um aufs Thema zurueckzukommen, ich habe mich selten in einem Land so sicher gefuehlt wie in Kambodscha. Mittel – und Suedamerika und Afrika sind ja wohl um ein vielfaches brutaler als Kambodscha oder andere Laender in Suedostasien.
    Und wer hier beklaut wir – da hat Don Kong Recht – der hat es wirklich nicht anders verdient!!!!!
    Aber einigen hier oder in DACH geht es halt nur darum, einem das Leben madig zu machen.
    Ist halt eine der typischen Eigenschaften der Leute aus DACH.
    Lol.

  5. Don Kong, sehe gerade, dass mein Kommentare hier erst von dir freigeschaltet werden muss.
    Ist das wirklich noetig? Eventuelle Kritik wird also aussortiert und zensiert.
    Lese deinen Blog schon seit Jahren und dachte, dass hier absolute Meinungsfreiheit herrscht.
    Aber ist ja anscheinend leider nicht so :(. Finde ich wirklich schade!!!

  6. es werden leider nicht alle delikte bekant ich war vor 2 jahren dort und mein japanischer nachbar wurde tod (aufgehängt) im hafenviertel gefunden (cicken farm) angeblich selbsdmord???? es ist dabei geblieben leider

  7. Hallo Chanta, auf meinem Blog wird Kritik weder aussortiert noch zensiert. Aber es ist leider notwendig, jeden Kommentar vor der Freischaltung redaktionell zu prüfen. Würde ich das nicht tun, wäre der Blog in kurzer Zeit voll mit von Menschen und Programmen erzeugten Datenmüll, der nichts mit dem Thema zu tun hat und den du bestimmt nicht lesen willst.

  8. Wo Rauch ist, ist bekanntlich auch Feuer… Ich denke, es sollte nicht beschönigt werden, dass SHV mit mehr Touristen auch mehr Probleme bekommt. Dies liest man ja nicht bloss hier… Die Konsequenzen daraus soll jeder für sich ziehen!

  9. Chanta: Ich verstehe nicht, weshalb Du denkst, die Leute in D-A-CH wollten Dir das Leben madig machen. Du pochst auf Meinungsfreiheit, also lasse bitte auch den anderen ihre Ansichten. Alles klar soweit?! 😉

  10. Chanta: Don Kong hatte hier geschrieben „Oft sind die Bestohlenen selber dran schuld,… “
    Wo Du „Und wer hier beklaut wir – da hat Don Kong Recht – der hat es wirklich nicht anders verdient!!!!!“ gelesen hast, ist mir ein Rätsel.
    Außerdem gibt es hier mehrere Beiträge von Don Kong, wie z.B.
    http://www.kambodscha.don-kong.com/2014/06/29/kambodschas-kriminalitaetsrate-am-steigen.html
    oder http://www.kambodscha.don-kong.com/2013/07/22/auslaender-mit-dem-hackmesser-angegriffen.html
    oder als letztes Beispiel von vielen Anderen: http://www.kambodscha.don-kong.com/2012/07/31/kurze-verfolgungsjagd-nach-einem-dieb.html
    wo Don Kong auf viele kriminelle Geschehen hinweist, wo die „Opfer“ keinerlei Schuld am Geschehen haben. Ich finde es gut, wenn auf Kriminalität hingewiesen wird, das schärft die gebotene Wachsamkeit und ich finde es gleichzeitig gut, das auch Vergleiche mit anderen Ländern/ Regionen angestellt werden.
    Aber wenn da einer schreibt „der hat es wirklich nicht anders verdient!!!!!“, dann kann ich dem überhaupt nicht beipflichten.

  11. ………also, lasst uns mal von der Wortklauberei weg kommen!!!!!!!! Es ist doch mehr als begrüßenswert wenn Dong Kong von Zeit zu Zeit für aktuell Reisende derartige Hinweise gibt…von meiner Seite DANKE dafür….

  12. Habe mich nun Schlau gemacht, in meiner Heimatstadt Stuttgart wurden im Jahr 2013 genau 3025 Staftaten ausgeübt, da kann man mit recht behaupten das Sihanoukville ein sicherer Ort ist.

  13. Bin fast 60 Jahre alt, weltweit unterwegs und war vor einem Jahr alleine in Cambodia unterwegs. Habe mich selten so sicher und respektiert gefühlt!!!
    Lasst die Amis doch noch mehr Negatives berichten – auf die mehrheitlich flatheaded apes kann ich nicht nur in Asien gerne verzichten. Das Auftreten insbesondere amerikanischer Männer spottet jeder Beschreibung. Kultur und grundlegende Benimmregeln sind den Meisten völlig fremd.
    Werde wohl in wenigen Wochen wieder in Cambodia aufschlagen, um meine Übersiedlung in drei Jahren vorzubereiten. Küstenregion um snookyville sollte es dann schon sein!!
    Vielen Dank an Dong Kong für die nützlichen Infos!!

  14. @Don Kong, danke fuer die Erklaerung bezueglich der Freischaltung der Kommentare und schoene Gruesse.

  15. Immer wenn die Feiertage nahen,.,.,,, und ganz besonders wenn es stark regnet in der Nacht sind die Diebe verstaerkt unterwegs. Das ist meine eigene Erfahrung in den vergangenen 10 Jahren hier. Die Frage ob es anderswo sicherer ist lautet aber NEIN ! In Vietnam ist wegen der hohen Drogenbeschaffungs Kriminalitaet schon von einer Ausnahmesituation zu sprechen. Als ich vor 2 Tagen in Saigon Mittags gemuetlich ein Bierchen nahe der Pham Gu Lao Strasse ( hier steigen fast alle Touristen ab) zu mir nahm habe ich sage und schreibe 3 verschiedene Doppelpacks von gerade verhafteten und mit Handschellen versehene Diebe aus einer Polizeistation maschieren sehen. Zur gleichen Zeit maschierten fast ebensoviele Touristen dort ein. Auch in Thailand wo ich mehrere Jahre auf Koh Samui verweilt habe ist es inzwischen nicht mehr so ungefaehrlich wie viele meinen. Schon damals gab es naive Touristen (Frauen) die alleine mit einem Bootsmann um Koh Tao paddeln wollten und dabei von gleichem mit dem Holzpaddel erschlagen und ins Wasser geworfen wurden. Vergewaltigungen von allzufrei rumlaufenden Touristinnen gab es in der Zeit eine ganze Reihe. Am Ende ist das Geschrei oft gross, in Thailand werden dann immer wieder auslaendische Migranten wie aus Burma oder Kambodscha dafuer verantwortlich gemacht. Ob diese dafuer ueberhaupt verantwortlich waren darf bezweifelt werden.

    mehr hier: http://www.20min.ch/panorama/news/story/Doppelmord-erschuettert-Koh-Tao—Gaeste-geben-17170962

  16. Auch in Thailand wird nach Wegen gesucht den Aufenthalt von Touristen im Land sicherer zu machen. Welche Ideen dabei herumgereicht werden ist wirklich interessant. Demnach sollen Touristen bald Plastikbaendchen mit Tracking Device (GPS ?) bekommen damit man sie im Falle einer Straftat (tot oder lebendig steht nicht dabei) schnell dem entsprechenden Hotel und damit ihrer Identitaet zuordnen kann. Die Koh Tao Moerder des Britischen Paars sind wohl gem. DNA identifiziert. Sie sollen, nachdem sie das Paar kuessend am Strand gesehen haben geil geworden sein und haben zunaechst den Mann erst mal ausser gefecht und dann unter Wasser gedrueckt bis er hin war. Danach haben sie seine Freundin vergewaltigt und ebenfalls „entsorgt“. Die Taeter waren im uebrigen tatsaechlich aus Myanmar.
    1. http://www.thanhniennews.com/world/two-myanmar-men-admit-to-murders-of-britons-in-thailand-dna-matches-police-32013.html

    2.http://www.thanhniennews.com/world/thai-tourism-minister-wants-wristbands-for-tourists-party-curfews-31858.html

    Was das mit der Sicherheit in Sihanoukville zu tun hat ? Eine ganze Menge finde ich denn auch hier lassen sich die meisten Touristen auf die Inseln schippern und auch dort hat es bereits mehrere Morde gegeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.