Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Kambodscha NGO – Französischer Schuldirektor festgenommen

Am letzten Freitag nachdem ich das Haus verlassen hatte fiel mir in unserer Straße die Polizei vor der kleinen französischen NGO-Schule auf. Im Vorbeifahren dachte ich mir, das vielleicht eingebrochen wurde und die Beamten gerade die Anzeige aufnehmen würden. Als ich wieder nach Hause kam, wusste meine Frau jedoch schon wieder mehr als ich. Die hatte natürlich schon längst von der Frau in der Wäscherei, zwei Häuser neben der Schule, erfahren, was der wirklich Grund des Polizeibesuchs gewesen ist.

Der französische achtundvierzigjährige Direktor der Schule soll Jungen missbraucht haben und wurde deshalb von der Polizei verhaftet. Als ich mit dieser aktuellen Nachricht zu meinen französischen Sportskameraden ins Fitnessstudio kam, vielen die aus allen Wolken. Der Direktor ist in Sihanoukville kein unbekannter Mann, viele hier lebende Franzosen schicken ihre Kinder auf seine Schule. Sie wollten es gar nicht glauben, sagten das sei unmöglich, nicht dieser Mann, das würde sich schnell aufklären.

Egal was sie sagten der allseits beliebte Schuldirektor saß wegen Missbrauch von minderjährigen Jungen in 7 Fällen im Sihanoukville Provinzgefängnis hinter Gitter. Es dauerte nicht lange und der Fall tauchte in der lokalen Presse auf. Angeblich soll der Franzose schon vor 7 Jahren damit begonnen haben hier in Kambodscha Minderjährige zu missbrauchen. Dabei soll es sich jedoch nicht um Schüler der Schule gehandelt haben.

Bezeugt haben soll das ein angebliches Opfer, ein junger Kambodschaner der damals 14 gewesen war, als ihn der Direktor missbrauchte. Ob auch die anderen sechs angeblichen Misshandlungsopfer bereits vernommen wurden, war nicht in Erfahrung zu bringen. Der Tipp an die Polizei, der nun zur Verhaftung führte, soll bereits im Juli von einem ehemaligen Lehrer der Schule gekommen sein. Dieser hat jedoch seit dem wohl das Land verlassen und soll auch abgelehnt haben seinen Namen zu nennen.

Der Schuldirektor beteuert seine Unschuld und beschuldigt dafür eine andere unbenannte Organisation ihm damit einen Strick drehen zu wollen. In der kleinen französischen Schule geht derzeit der Schulbetrieb normal weiter.

Quelle unter anderem: http://www.cambodiadaily.com/news/french-ngo-boss-charged-with-abusing-boys-70314/

Posted in Kriminalität.

3 Comments

  1. Die Faelle die APLE in letzter Zeit auf den Tisch bringt werden immer skuriler. Zuletzt hatte es einen seit Jahren in Kambodscha ansaessigen Englischlehrer getroffen der ebefalls von vielen Seiten unterstuetzung gegen APLE bekam. Die Tatsache dass der / die Lehrer/in der ihn wegen angeblichen Kindesmissbrauchs bei APLE angezeigt hat schnellstens das Land verlassen hat und nun nicht mehr fuer Befragungen zur Verfuegung steht wirft ein ganz schlechtes Licht auf den Fall. Offensichtlich, so vermuten viele hier steht die umstrittene NGO APLE unter enormen Erfolgsdruck was verstaendlich ist wenn man bedenkt dass sie einen Undercover Apparat von ueber 55 Mitarbeitern unterhaelt die jeweils ein Gehalt von sage und schreibe 1.000 USD / Monat beziehen sollen. Die NGO verhaelt sich in nebuloeser Geheimniskraemerei und im Internet gibt es inzwischen viele Kritiker die sich vor allem gegen den Gruender der Organisation Thierry Darnaudet richtet. Dieser hatte im Juli 2007 einen Selbstmordversuch in einem Hotel in Kalkutta, Indien unternommen wo er auch ein oder mehrere Haeuser fuer Strassenkinder unterhalten soll.

  2. Waehrend APLE sich fast ausschliesslich dem angeblichen Kindesmissbrauch durch weisse Barang verschrebt und zu diesem Zweck auch davor nicht zurueckschreckt Menschen wie Dr.Gavin Scott (ein seit vielen Jahren anerkannter homosexueller Arzt in Phnom Penh) ueber Jahre (in seinem Fall sind es bereits 8 Jahre ohne jegliches negatives Ergebnis !!) zu stalken, jeden Schritt seiner Aktivitaeten zu „monitoren“ und darauf hofft ihn wegen dem geringsten Vergehen „zum Beispiel einen Jugendlichen unter 18 Jahren physisch zu beruehren „wie z.B. umarmen“ als Pedophiler anzuklagen und sein Leben fuer immer zu zerstoeren, findet der massive Kindesmissbrauch wie auch in unseren Heimatlaendern fast immer in der heimischen Umgebung, im Kreis von Nachbarn und Bekannten statt.

    Fast immer verzichten die Analysen, wie auch die letzte der Unicef in Gemeinschaftsproduktion mit dem Ministerim fuer Frauenangelegenheiten,Soziales und dem Landesinstitut fuer Planung erstellte Analyse den Hinweis darauf dass weniger als 1% aller Kindesmissbrauchsfaelle durch Auslaender veruebt werden. Das schliesst saemtlich asiatischen Laender ein !

    http://www.cambodiadaily.com/news/new-national-study-reveals-vast-extent-of-child-abuse-70672/

    Was aber aus der Analyse ebenfalls hervorgeht ist die von mir oft in Kambodscha beobachtete Tatsache das die physisch und psychisch brutalste Misshandlung der Kinder hier oft durch die eigene Mutter stattfindet.

  3. Ein aehnlich skurriler Fall betrifft einen Englaender der mit 70 seit ueber 4,5 Jahren in Phnom Penh auf einen fairen Prozess hofft. Angeblich soll er eine 17 jaehrige vergewaltigt haben die jedoch nachweislich noch immer Jungfrau ist. Wunder gibts ? Hier die Story: http://www.cambodia440.blogspot.com

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