Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Hartnäckigkeit zahlt sich auch in Kambodscha aus

Das ist die kurze Geschichte eines Mannes, der in seinem Kambodscha Urlaub bestohlen wurde und der sich die gestohlenen Sachen selber wieder beschafft hat. Alles fing damit an, das er in einer von Phnom Penhs einschlägig bekannten Bars ein niedliches Bar-Girl kennenlernte und sie für ein paar Tage mit zum Strandurlaub nach Sihanoukville nahm. Der Mann war nicht geizig, er zahlt ihr jeden Tag, den sie mit ihm verbrachte, ein für lokale Verhältnisse stattliches Grundgehalt, zuzüglich Unterkunft in einem schönen Hotel und Verpflegung nach Wahl.

Aber die Dame war aus unerfindlichen Gründen unzufrieden mit der Situation und so trug es sich zu, das sie am dritten Tag, zweit Tage vor der geplanten Rückfahrt nach Phnom Penh, gegen Nachmittag verschwunden war. Grundsätzlich hatte der Mann nichts dagegen gehabt, dass sie weg war, hätte sie nicht sein Laptop und sein Smartphone mitgenommen. Unvorsichtigerweise hatte er beides mit seiner Begleiterin zusammen alleine im Hotelzimmer zurückgelassen, während er am Strand war.

Im Hotel hatte man versäumt eine Kopie des Personalausweises der jungen Dame anzufertigen, sodass nichts weiter von ihr übrig blieb als ein paar zurückgelassene Kleidungsstücke. Der Mann blieb trotz all dem gelassen und meinte, dass er sich die gestohlenen Sachen auf jeden Fall zurückholen würde. Das glaubte ihm natürlich keiner. Was aber auch keiner gewusst hat, war, dass er sowohl auf dem Laptop als auch auf dem Smartphone eine Ortungssoftware installiert hatte.

Sofort kaufte er sich ein Tablet und noch am Abend desselben Tages hatte er mithilfe des Ortungsprogramms herausgefunden, das die Diebin sich bereits wieder in Phnom Penh befand, ganz in der Nähe der Bar, in der er sie getroffen hatte. Er blieb noch zwei Tage in Sihanoukville und behielt dabei den Standort der beiden gestohlenen Geräte genau im Auge. Dann fuhr er zurück nach Phnom Penh, suchte am Abend die Bar auf um sich an die Puffmutter zu wenden.

Die wusste natürlich längst von dem Diebstahl und stellte ihm eine Geldverleiherin vor, bei der die Diebin mit dem Smartphone ihre Schulden bezahlt hatte. Sie wurden sich handelseinig und er kaufte sein Telefon wieder zurück. Nun musste er nur noch sein Laptop wieder finden, wobei die Geldverleiherin weiter half. Sie führte ihn zu einem kleinen Laden gleich gegenüber der Bar und stellte ihm den Ladenbesitzer vor. Er war derjenige, dem das diebische Bar-Girl sein Laptop verkauft hatte. Der Ladenbesitzer reagierte zuerst abweisend aber die Geldverleiherin sprach auf ihn ein, sodass auch er für einen angemessenen Preis das Laptop wieder rausrückte.

Die Diebin selber hat der Mann bis zu seiner Abreise nicht mehr gesehen.

Posted in Kambodscha Reisen.

3 Comments

  1. Das koennte man als klassischen Khmer „An- und Verkauf“ bezeichnen. Ich kenne einige Telefon Laeden um den grossen Markt in Sihanoukville sowie den riesigen Telefonshop Markt am Chenla Theater in Phnom Penh wo man seine geklauten Sachen ebenfalls wieder erstehen kann…….., wenn da nicht schon einer vorher zugeschlagen hat. Als ich dort einmal eine Digital Kamera die in Deutschland um die 350 Euro fuer nur 80 USD gekauft habe (ohne Ladegeraedt versteht sich) war ich erstaunt dass die gesamte menufuerhung bereits in Deutsch installiert war. Zufaelle gibts !!!

  2. Man sollte aber nicht warten, sondern gleich an den Ort reisen wo die gestohlenen Stuecke sind. In so einem (Pfand-Verkaufs) Laden kann das schnell verkauft sein, was man zurueck haben will. Z.B. das mit vielen Privaten Dingen volle Elektronikutensil. === Eine Kasinosuechtige -EX-, hatte neuen Laptop ihres Dauerfreundes,mit vielen Daten versetzt, um zu Spielkapital zu kommen. Als die Unterschlagung aufflog nur 2 Tage spaeter u. Mann zum Pfandladen in PP ging, war das gute Teil schon weg. SIE musste sich dann neue Bleibe u Freund suchen! Ich half ihr und fand in Dating site, neuen, Big Spender.. 😉

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