Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Satirisches zur aktuellen Situation

Nachdem was in den letzten Wochen alles in den Medien über die Arbeitserlaubnis für Ausländer veröffentlicht wurde, ist vielen Kambodscha Expats immer noch unklar, was demnächst auf sie zukommt. Das sieht ein lieber Bekannter und Leser meines Blogs aus seinem ganz eigenen Blickwinkel und hat für uns den folgenden satirischen Beitrag geschrieben. Vielleicht wird dem einen oder anderen beim Lesen ja einiges klar.

Endlich Klarheit zur Arbeitsgenehmigung

Seit Monaten wird hier von ‚Verwirrung’ in Sachen Arbeitsgenehmigungen und Visa geschrieben und geredet. Mal stammen die widersprüchlichen Aussagen von der französischen Botschaft, mal aus der Phnom Penh Post, der ‚Cambodia Daily’ oder von irgendwelchen Expats, die gehört haben, dass einer gehört, dass einer gehört hat usw…

Manche haben auch beim Sangkat nachgefragt (für Nexpats: = Ortsverwaltung), bei Ministerien, manche bei ihrem Ganja-Händler oder bei ihrem Astrologen.

Längst haben sich auch Google und Don Kong der tatsächlich verwirrenden Berichterstattung angeschlossen. Letzterer hat dieser Tage doch tatsächlich getitelt: ‚Mehr verwirrendes zur Arbeitsgenehmigung’. Da ist mir der Kragen geplatzt. Allen diesen Unruhestiftern muss ich jetzt energisch entgegentreten! Habt Ihr denn nicht begriffen, dass in diesen Fragen längst Klarheit herrscht? Verwirrend ist doch nur die Berichterstattung, nicht aber die Fakten!

Klarheit herrschte doch von Anfang an! Im Sommer 2014 wurde bekannt, dass man in den kambodschanischen Ministerien nachdenkt über Änderungen in Sachen Arbeitsgenehmigungen für Ausländer sowie über neue Visabestimmungen bzw. Gebühren. Es ging um Geld – sonst nichts, wie immer. Das war klar und wahr. Als Erstes hat man daher die Erhöhung der Visagebühren durchgezogen, weil das am einfachsten zu machen war. Bald darauf wurde klar, dass verschiedene Ministerien verschiedene neue Einnahmequellen erschließen wollten. Dass diese sich untereinander nicht grün waren und sich gegenseitig widersprachen, musste schnell jedem klar werden.

So kam es, dass zunächst jeweils die monatliche Klarheit veröffentlicht wurde (und fleißig kommentiert). Als es dann innerhalb der Regierung immer hitziger zuging (Stichwort: Pfründe), wurden die neuen Geschäftsideen im Wochentakt modifiziert und auf unterschiedlichsten Kanälen bekanntgegeben. So entstand die jeweils wöchentliche Klarheit.

Inzwischen, (Stand Januar 2015) geht der Trend zur täglichen Klarheit.

Wie kann denn bei so viel Klarheit jemand von ‚Verwirrung’ reden? Leute, freut Euch doch auf die nächste Klarheit! Ich wage mal die Prognose: Es wird demnächst sogar eine endgültige Klarheit geben. Diese wird wochenlang anhalten und in den unterschiedlichsten Formen und Facetten daherkommen. Falls jetzt noch einer Zweifel habe sollte an der kambodschanischen Bedeutung des Begriffs ‚Klarheit’, weil er deutsche Klarheit bevorzugt:

Niemand hatte in Deutschland je die Idee, eine Mauer zu bauen, immer war die Rente sicher und niemals würde es (unter der aktuellen Abkanzlerin) eine Autobahnmaut geben. Die Frau hat das doch ganz klar gesagt! Alles klar?

Also: Nicht jammern, sondern das ‚Königreich der Wunder’ feiern. Klar!

Posted in Auswandern.

3 Comments

  1. Nach aktuellem Informationsstand ist auch klar, dass uns die Sache entweder mehr Geld kosten wird, oder weniger bzw. gar keins. 🙂

  2. ….aus aktueller Quelle weiß ich das nicht nur die „Weißen Farangs“ im Gespräch sind…..auch die vielen Filippina welche als QC oder QM in den vielen Bekleidungsfabriken arbeiten…wurden bereits vorgewarnt….mit einer Frist von 6 Monaten….

  3. Kompliment an den Verfasser dieser satirischen Klarheit!
    Er hat Alles auf den Punkt gebracht! Ähnlich läuft es ja auch in der Schweiz: „Das Bankgeheimnis ist nicht verhandelbar“ verkündete ein Minister unter grossem Applaus! -Und heute? Ab 2011 fahren die ersten Personenzüge von Phnom Penh nach Sihanoukville, wurde verkündet! -Und heute? Das Thema Personenzüge gehört genau gleich zur brachialen Klarheit! Auch die Klarheit sollte doch die Chance haben, sich zu entwickeln – in diesem Entwicklungsland! -Und dann plötzlich geschehen Wunder im „Kingdom of Wonder“! -Seien wir glücklich, in einem Wunderland leben zu dürfen! Es chunnt scho guet!

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