Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Regularien zur Beschäftigung von Ausländern

Wichtige Informationen für Arbeitgeber in Kambodscha. Das Arbeitsministerium hat am Montag in einer Stellungnahme, die Regularien veröffentlicht, die ab jetzt von allen Arbeitgebern, welche Ausländer beschäftigen, eingehalten werden müssen. Damit wurde ein weiterer Schritt des Arbeitsministeriums und des Innenministeriums eingeleitet, die bestehenden Arbeitsgesetze, die in der Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelt wurden, nun konsequent durchzusetzen.

Der Stellungnahme entsprechend müssen Firmen, die Arbeitskräfte einstellen wollen, die keine kambodschanischen Staatsbürger sind, dieses vorher beim Arbeitsministerium beantragen. Die Anfrage kostet 80.000 Riel (etwa 20 $) und muss bis jeweils Ende November eines Jahres gestellt werden. Dabei ist zu beachten, dass nur 10 Prozent aller in einer Firma beschäftigten Mitarbeiter, Ausländer sein dürfen. Sollte von einer Firma die 10 Prozent-Marke überschritten werden, muss der erhöhte Bedarf an ausländischen Mitarbeitern klar begründet werden.

Von dem Moment an, wo das Arbeitsministerium eine Genehmigung erteilt hat, ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass der ausländische Mitarbeiter eine Arbeitsgenehmigung erhält. Die Kosten für die Beantragung, die zurzeit bei 400.000 Riel (etwa 100 $) liegen, und auch die 80.000 Riel (etwa 20 $) für den ärztlichen Attest werden vom Arbeitgeber getragen. Für Kambodschaner, die mit einem Reisepass einer anderen Nationalität, in das Land einreisen (Visa Typ K), kostet die Beantragung der Arbeitserlaubnis 240.000 Riel (etwa 60 $).

Für die Beantragung einer Arbeitserlaubnis sind die folgenden Dinge notwendig:

  • Antragsformular für jeden einzelnen ausländischen Arbeitnehmer (1.000 Riel Stempelgebühr pro Antrag)
  • Informationen über die Anzahl von kambodschanischen und ausländischen Mitarbeitern in der Firma.
  • 4 Passfotos (3 x 4 cm) für Neubeantragungen und 1 Passfoto für Verlängerungen.
  • 1 Kopie des Reispasses
  • 1 Kopie des Visums (Visa-Typen E und K oder Permanent-Visum, ausgestellt vom Innenministerium)
  • Einen registrierten Arbeitsvertrag
  • Einen ärztlichen Attest, ausgestellt von der Abteilung für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Firmen, in denen ausländische Arbeitskräfte ohne Arbeitsgenehmigung angetroffen werden, müssen Strafen zwischen 488.000 Riel und 720.000 Riel (etwa 120 $ bis 177 $) bezahlen. Ob das eine pauschale Strafe oder eine Strafe für jeden einzelnen illegalen Mitarbeiter ist, geht aus der Stellungnahme nicht hervor. Laut einer früheren Information der Einwanderungsbehörde sollen Firmen eine Strafe von 500.000 Riel (etwa 125 $) für jeden erwischten Ausländer bezahlen.

Die original Stellungnahme des kambodschanischen Arbeitsministeriums könnt Ihr euch hier, in englischer Sprache, als PDF Datei runterladen: Statement – Ministry of Labour

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/business/ministry-outlines-procedures-for-businesses-hiring-foreigners-76829/

Posted in Auswandern.

3 Comments

  1. Der Arbeit gebende Barang muss nun, wie in Thailand schon lange üblich, ‚klar begründen‘, weshalb ein Einheimischer die Tätigkeit nicht ausüben kann. Das Gefeilsche um den Beweis wird lustige Blüten treiben :-). Den Beamten steht dabei ein breiter Ermessensspielraum offen, zumal die Exekutive i.d.R. keine Ausführungsbestimmungen liefert. Die Breite des Ermessensspielraums wird wohl der Höhe der Zahlen auf den abzuliefernden grünen Scheinchen entsprechen 🙂 Auch dürfte der Umsatz des Betriebs die Kreativität der Beamten beflügeln…

  2. Obiger Link zur PDF-Datei dieser „nichtoffiziellen Übersetzung“ lässt nun klarer durchblicken, was vor Wochen doch als ziemliche Verwirrung die Runde machte! Es wurde sogar von der „Cambodiadaily“ behauptet dass fortan auch Rentner ohne Arbeit eine Arbeitsgenehmigung einholen müssten! (Beispiel von Kampot, wo einem Beamte einfach „Coffee-Shop“ eingetragen hätten!) Was ich damit sagen will? -Ganz einfach: Ich glaube nicht sofort immer alles, -auch nicht von „Beamten“! Wo käme ich denn hin…? smile…

  3. Bis zu einem gewissen Grad ist zu verstehen, dass der einheimische Arbeitsmarkt geschützt werden soll… Wir Helvetier arbeiten seit einiger Zeit mit Nachdruck daran! Wird übrigens weltweit immer mehr kommen 😉

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