Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

kaZantip Party in Kambodscha geplatzt

Wie angekündigt, sollte heute am 18. Februar auf der Insel Koh Puos, vor Sihanoukvilles Küste das zehntägige osteuropäische kaZantip Musik Festival beginnen. Wer aber heute mit guter Laune und seiner teuren Eintrittskarte ausgestattet zu der großen Brücke kommt, die die Insel mit dem Festland verbindet, wird von den dort postierten Polizisten wahrscheinlich am Weitergehen gehindert werden. Der Grund dafür ist, dass die Provinzregierung ihre Entscheidung in letzter Minute wieder geändert hat und die kaZantip Veranstaltung nun doch verboten wurde.

Das, obwohl die Vorbereitungsarbeiten für die Mega-Strandparty bereits abgeschlossen sind, Augenzeugen wollen mehrere Bühnen und ein riesiges galaktisches Eingangstor gesehen haben, und den Medien zufolge sich Tausende von Gästen angesagt haben. Schon im Vorfeld der Veranstaltung hatte es Zweifel der Behörden gegeben, weil man ein allzu freizügiges Verhalten der Besucher erwartete. Auf YouTube Videos von kaZantip Partys in anderen Ländern aus den vergangenen Jahren hat man Frauen gesehen, die oben ohne getanzt haben. Das wollte man der kambodschanischen Bevölkerung nicht zumuten und hatte die Party am Anfang des Monats bereits schon ein Mal verboten.

Diese Entscheidung wurde dann jedoch einige Tage später vom Provinzgouverneur wieder zurückgezogen, womit die kaZantip Truppe auf der Insel erst ein Mal mit den Vorbereitungen weitermachen konnte. Dann wurde aber am vergangenen Freitag hier in Sihanoukville der Geschäftsführer des Reisebüros welches die Eintrittskarten für die Veranstaltung verkauft von einer Bande russischer Krimineller angegriffen. Die Banditen forderten mit Waffengewalt die Hälfte der Eintrittsgelder, mussten aber ohne Erfolg wieder abziehen. Die Polizei nahm daraufhin zwei Russen fest.

All das ist den Behörden offensichtlich zu viel geworden, sodass man nun die Brücke, beziehungsweise den Zugang zur Insel auf der das Musik Festival stattfinden sollte, für Party-Gäste einfach gesperrt hat. Der Provinzgouverneur und auch sein Stellvertreter meinten, das finanzielle Verluste, die durch das Verbot nun bei den Eintrittsgeldern und Hotelbuchungen entstehen, das Problem der Veranstalter sei.

Ein gesundes und glückliches chinesisches Neujahr an alle Leser.

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/news/kazantip-totally-canceled-police-deployed-78161/

Posted in Sihanoukville.

10 Comments

  1. Aus internen Informationsquellen weiß ich, dass die kaZantip Party absichtlich (!!) von den eigentlichen Betreibern storniert wurde. Das Geld für die Veranstaltung (Eintrittskarten, Lizensen für Restaurants auf dem Gelände,…) wurde schon eingesammelt. Alleine von den Eintrittskarten hat man über 650000 USD eingesammelt + von diversen Restaurants jeweils 45000 USD und mehr. Im Vertrag stand jedoch, dass bei „Höherer Gewalt“ der eingezahlte Betrag nicht zurückerstattet wird. Dazu gehörte auch die Situation, wenn die Regierung keine Erlaubnis erteilt. Die Regierung hat für die Erlaubnis jedoch nur 5000 USD verlangt. Der Betreiber hat das Geld aber nicht bezahlt und ist nun mit den gesamten Geld nach Philippinen geflohen.

  2. > Auf YouTube Videos von kaZantip Partys in
    > anderen Ländern aus den vergangenen Jahren
    > hat man Frauen gesehen, die oben ohne getanzt
    > haben. Das wollte man der kambodschanischen
    > Bevölkerung nicht zumuten

    Naja, es ist jetzt schon voll krass in der Stadt. Die Party-Leute sind ja trotzdem gekommen. Ein Bekannter von mir musste schon zwei mal die Polizei rufen, weil einige Frauen ohne Kleidung draußen auf der Strasse getanzt haben….

  3. „Ein Bekannter von mir musste schon zwei mal die Polizei rufen, weil einige Frauen ohne Kleidung draußen auf der Strasse getanzt haben….“

    Waren die ihn zu häßlich?
    Oder hat er ein zu schwaches Herz für so etwas?

  4. Ein tolles Geschäft für die Betreiber. Bei soviel Geschäftssinn, sollten die sich doch glatt hier in SHV niederlassen. So haben alles was zu tun. Die Russen, die Polizei, die Bootbetreiber, eine schöne Ketten an Leuten die kräftig mitverdienen.

  5. Klar waren die Frauen oben ohne zuviel, darum liegen ja auch überall am strand welche oben ohne rum….

  6. Köstliche Posse! Wenns tatsächlich geplant und abgesprochen war, dann wird es das ultimative neue Geschäftsmodell: Hauptsache höhere Umstände im Vertrag …. ick schmeiß mich weg

  7. http://www.residentadvisor.net/feature.aspx?1691 hat ein paar weiterführende Infos zum Festival.

    „life with no pants“ 🙂

    Kann schon nachvollziehen dass das hier nicht so gut ankommt. Aber dann; immerhin wäre das alles auf „Z-island“, private Insel, passiert und nun wird dafür gesorgt das die Orgie nicht dort sonder ausserhalb stattfindet… den die Partypeople sind ja schon vor Ort. Ob das jetzt soviel besser ist?

  8. Die Ansässigen Gastronomen können sich über zusätzliche Gewinne freuen in der schon abgeflauten Saison.

  9. Da haben wieder (einmal) sehr viele Leute dumm aus der Wäsche geschaut. Das ganze Hin und Her, ein Riesentheater. Da musste man doch misstrauisch werden! Aber eben, Hauptsache die Kohle stimmt – und nun ist sie noch in die falsche Tasche gewandert!
    Interessant übrigens, dass die High Season schon am abflauen ist 😉

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