Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Mehr Schutz für Ausländer in Kambodscha

Wenn es nach Kambodschas oberstem Ordnungshüter geht, soll es zukünftig im Königreich mehr Sicherheit für Ausländer geben. Das kündigte er auf einem Treffen im Innenministerium an, bei dem er Pläne erläuterte wie die Polizei speziell Touristen und ausländische Geschäftsleute besser gegen Kriminalität schützen will. Gleichzeitig wurden die Botschaften von 27 Ländern und Mitglieder von Geschäftsverbänden darüber benachrichtigt, dass man keine ausländische Mafia im Königreich tolerieren würde.

Die landesweite Kriminalitätsrate sei zwar gesunken hieß es, aber Fälle wo Touristen bestohlen wurden haben zugenommen und es gab auch wesentlich mehr Kriminalität unter Ausländern. In der Stellungnahme des Polizei-Chefs hieß es weiterhin, das er die jüngsten Verbrechen die von Ausländern in Sihanoukville begangen wurden, genau beobachtet habe. Schutzgelderpressung, körperliche Gewalt, Schüsse auf offener Straße und nun die Explosion des Wagens eines russischen Expats würden neue Herausforderungen für die Polizei schaffen.

Aber auch die Fälle, in denen sich Touristen unbekleidet in der Öffentlichkeit zeigen, wurden mit erwähnt. Er habe außerdem von in Kambodscha lebenden Ausländern gehört, die das Land wieder verlassen wollen, weil sie sich hier nicht sicher fühlen würden. Grundsätzlich seien alle Ausländer, egal ob Touristen oder Expats, in Kambodscha willkommen, nur Kriminelle oder sogar eine Mafia werde man nicht dulden. Welche Pläne zum Schutz von Ausländern genau umgesetzt werden sollen, war leider keinem der Presseberichte zu entnehmen.

Quelle 1: http://www.phnompenhpost.com/mafia-not-welcome

Quelle 2: https://www.cambodiadaily.com/news/police-draft-plan-to-protect-foreign-nationals-and-investors-79840/

Posted in Kriminalität.

5 Comments

  1. …das hört sich doch alles super an…………..vielleicht kann der oberste Gesetzeshüter dann noch bewirken, dass sich seine Polizisten nicht mehr wie Raubritter benehmen…… und wenn das geklappt hat, paradisische Zustände….

  2. Das hört sich er so an als ob die Visa-Gebühren verdoppelt werden…

    Ansonsten gehts ggf. auch um http://www.phnompenhpost.com/treaty-extradite-russia-mooted

    Anderer interessanter Blogeintrag zum Thema auf http://cambo-asean.blogspot.com/2015/02/employees-of-oleg-tokhanovs-company.html

    Und praktisch läufts dann leider so ab: https://www.cambodiadaily.com/news/authorities-seek-russian-for-crimes-in-cambodia-at-home-78877/

    Auf http://www.khmer440.com/chat_forum/viewtopic.php?f=1&t=48077 gibts noch eine andere Variante bzw. Erzählung der Story.

    Nur wenn jemand lange Weile hat und weiterführendes zum Thema sucht 🙂

  3. „Die landesweite Kriminalitätsrate sei zwar gesunken hieß es, aber Fälle wo Touristen bestohlen wurden haben zugenommen und es gab auch wesentlich mehr Kriminalität und Ausländern.“
    Welch eine zynische Aussage. Sind doch die am Straßenrand lauernden Polizisten die größte Gruppe, die die Ausländer mit fadenscheinlichen Vorwürfen abkassieren (ich würde sagen bestehlen).
    Solange auf Sihanoukeville’s Straßen Gesetzlosigkeit besteht, die Polizei nur bei Ausländern auf Verkehrsverstöße achtet, sonst aber wissentlich wegsieht, wird sich nichts an der derzeitigen Situation ändern.
    Denn solange die Einheimischen mit der Polizei den Molli machen, meinen es auch zwielichtige Ausländer, es nachmachen zu können.
    Wenn dann noch Politiker, Polizisten und Richter, Gesetze von zwei Seiten betrachten. Sich für die „richtige“ Seite entscheiden, natürlich, gegen entsprechendes Honorar. Dann sind den Zuständen die zurzeit in Sihanoukeville herrschen, Tür und Hof geöffnet.

  4. @Mitti:
    Du hast Alles auf den Punkt gebracht! Da nützen die schmalzigen Worte dieses Herrn Neth Savoeum bei den fast schlafenden Zuhörern im Innenministerium so gut wie nichts! Eine dermassen zynische Scheinwelt findet man wohl selten auf unserer Kugel! Und wieder schreie ich die geldgebenden Nationen an: „Merkt ihr denn das wirklich nicht dass ihr mit euren Zahlungen Druck ausüben könntet!“ Die meisten von uns Expats leisten hier Entwicklungshilfe mit ihren Devisen! Und bezahlen Schulgelder für Kinder, weil die Regierung nicht fähig ist dazu -Aber staatlich tolerierte Räuber schikanieren diese am Strassenrand! Fallbeispiel mit verdunkelten hinteren Scheiben an der Karre: „Mister Premier habe dies vor kurzem verbieten lassen…! Gäll Mitti ! -smile-

  5. Keine einfache Problemlage hier. Da stehen auf der einen Seite realexistierende „kriminelle Ausländer“. Letztendlich können diese durch ihr Verhalten dafür sorgen, daß sich die Lebensbedingungen der Anderen, der 95 %, verschlechtern können. Ein nicht geringer Teil von Ihnen hat nicht nur Geld investiert. Es hängt auch das Herz dran.
    Demgegenüber steht ein Staatsapparat der sehr korrupt erscheint und eine Bevölkerung die mehr und mehr am aufstehen ist.

    Was tun?

    Kambodscha muß seinen Weg gehen. Ich hoffe nur nicht auf Kosten von neuen Einwanderungsbestimmungen, denn die gehen nur auf Kosten derer die hier ihre 2. Heimat entdeckt haben.

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