Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Erneut Touristen vor Gericht wegen Nacktfotos am Tempel

An Ausländern, die in Kambodscha unangenehm auffallen, mangelt es keinesfalls. Erst gestern wieder wurden drei ausländische Touristen in Siem Reap dem Gericht vorgeführt, weil Sie am Sonntag dabei erwischt wurden, wie Sie im archäologischen Park von Angkor Fotos von ihren nackten Hinterteilen gemacht haben.

Zwei etwa dreissigjährige Männer, der eine Argentinier, der andere Italiener, standen mit runtergelassenen Hosen da, während eine neunzehnjährige Holländerin Aufnahmen von ihnen machte. In diesem Moment wurden zwei Sicherheitsleute am Ta Prohm Tempel auf das Trio aufmerksam.

Sie setzten dem ungebührlichen Treiben ein Ende und übergaben die drei Ausländer der Touristen-Polizei in Siem Reap. Dort wurden sie verhört und über Nacht in Gewahrsam genommen. Die Kamera wurde von den Beamten einbehalten und dient als Beweismittel. Die Entscheidung des Gerichts, ob der Fall weiterhin untersucht wird oder ob es zu einer schnellen Aburteilung kommen wird, stand noch aus.

Im Februar wurden bereits zwei U. S. amerikanische Schwestern sowie drei französische Touristen wegen ähnlicher Vergehen, zu jeweils 6 Monaten Haft auf Bewährung, 250 $ Geldstrafe und einem Einreiseverbot für vier Jahre verurteilt.

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/news/tourists-in-court-for-naked-photos-at-temple-83574/

Posted in Kriminalität.

9 Comments

  1. hier kann nur eines helfen..

    a)
    eine saftige Geldstrafe, die nachweislich für Angkor eingesetzt wird
    b)
    zwei Tage das Gelände von Angkor säubern
    c)
    danach sofortige Ausreise

  2. @wrm: Kann Deinem Kommentar nur beipflichten ! Würde dazu noch empfehlen, die drakonischen Strafen von Singapore, nämlich kräftig den „A….“ versohlen mit der Ratanrute !! Das vergißt keiner mehr und dient 100 % der Abschreckung !

  3. Nimmt man jetzt mal alle Vorfälle die hier in letzter Zeit auf dem Blog erschienen sind (Schießerei, Nacktbaden etc.) zusammen. Zählt diejenigen dazu die nicht durch die Medien gehen (Zechprellerei, Guesthouserechnungen nicht bezahlen, geliehene Motos klauen, Schlägereien etc.) + etliche Respektlosigkeiten (Oberkörper nackt in Geschäften, besoffen auf der Eakerech wanken, Khmer anpöbeln weil einem etwas nicht passt, jede Khmerfrau als Hure betrachten etc.), hinterlassen wir Barangs doch des öfteren einen sehr schlechten Gesamteindruck. Dies kann die überwiegende Mehrheit die sich in der Regel gut verhält dann schwer ausgleichen. Würde mich nicht wundern, wenn dies auf Dauer negative Folgen auch für uns Expats hat.

  4. Die negativen Folgen für uns Expats, die Du kommen siehst, @M.Sindelar, sind z.T. schon eingetreten: Die Ausländergesetzgebung wird schrittweise verschärft und die Freundlichkeit sowie der Respekt, die man uns Barangs einst entgegengebracht hat, haben bereits spürbar gelitten, zumindest in den Touristengebieten. Diesem Trend können wir nur individuell/punktuell im eigenen, kleinen Rahmen entgegenwirken. Auch Lions oder Rotarier könnten hierzu viel Gutes bewirken.

  5. @Herby: Genau meine Ansicht ! Das hatte ich bereits am 13.05. @ Robby geschrieben und zwar dass ich sehe, dass vorallem die neureiche Bevölkerung uns oft nicht mehr so freundlich empfangen – wie vor 20 Jahren – und sogar schon manchmal feindlich gesinnt ist. Wenn ich mit meiner Khmer-Frau und unserem gemeinsamen Kind z.B. in PP auf der Strasse laufe, wird meiner Frau immer öfters von den Secrurity-Leuten, aber auch von Neureichen hinter „gebäfft“. meine Frau sagt natürlich kein Wort, wir laufen weiter. Einmal fragte ich meine Frau, was ein Lexusfahrer uns beim Aussteigen aus seinem Auto auf khmer nachmurmelte, sie sagte, es würde übersetzt „dreckige Ausländer“bedeuten ! IN D ist uns das noch nicht passiert !

  6. @ Manfred…dieser „Neureiche“ Bestandteil der Bevölkerung ist nicht repräsentativ. Davon hatte ich einige in meiner Nachbarschaft…..unfreundlich, unhöflich und arrogant. Das sind keine normalen Cambodianer.
    Das sind in der Regel Hun Sen seine Steigbügelhalter.
    Sie mögen uns Farangs nicht, weil wir Vertreter der Demokratie und der Anti-Korruption sind.
    Das sind vernetzte korrupte Mafia-Zecken.
    Für mich besteht kein Anlass sich an solchen Leuten zu orientieren.

  7. @Manfred 1) Erfahrungen von Ausländerfeindlichkeit bzw. Rassismus wie bei dir geschehen in PP habe ich persönlich hier bisher noch nicht gemacht. Schließt aber nicht aus, das es das nicht gibt. 2) Anders als du habe ich in Deutschland negative Erfahrungen gemacht und in bestimmte Gebiete Deutschlands würde ich derzeit mit meiner kambodschanischen Frau definitiv nicht gehen.
    @Robby Ich stimme dir zu das die von dir beschriebenen Leute kein Orientierungsmaßstab sein sollten. Das Problem ist nur, das sie auch politischen Einfluß haben und der kann für unsereinen dann doch negativ ausfallen.
    @Herby Die langsamen Veränderungen hier spüre ich. Ich kann sie nur konkret nicht so fest machen. Es ist zum Einen die Zunahme an Berichten in den Zeitungen, zum Anderen werden Stück für Stück bestehende Gesetze umgesetzt. Gedanken die die Regierung sich macht (Beispiel Kriminalität in Kambodscha Einheimische/Ausländer) sind gut und auch richtig, stellen aber für uns Expats bezügl. der Ausländergesetzgebung ein Gefahrenpotential dar. Hier bin ich der Ausländer, der der hier weiter leben will und bin natürlich gezwungen auf politische Entwicklungen zu achten. Dementsprechend sind solche Verhaltensweisen von Barangs eine latente Bedrohung für unseren Expatstatus. Die Frage die sich stellt: Wie geht man als Expat damit um?
    Letzte Anmerkung: Die Mehrzahl der Touristen kommt aus dem asiatischen Raum. Die sind anscheinend nicht so Verhaltensauffällig wie die Barangs.

  8. ‚Verhaltensauffällig‘, @M.Sindelar, ist noch das vornehmste Wort für das, was etliche Barangs sich hierzulande leisten. Zum Zahlenverhältnis hat sich bereits in 2013 ein Mitarbeiter der Tourist Police geäußert. Diesem zufolge stellen wir Weißen nur ein Viertel der Touristen im Lande, bereiten aber der Touristen-Polizei ca. 90% aller Probleme. Thailand hat auf die einst gleiche Struktur längst reagiert. Nicht wenige ‚Vertriebene‘ von dort sind jetzt mangels Alternative in Kambodscha.

  9. @Herby: Perfekt analysiert ! Obwohl die Asiaten fast 70 % der Weltbevölkerung ausmachen, sind bedauerlicherweise immer wieder die westl. Touristen /Barangs in deren Ländern verhaltensauffälliger, wie @ Mister Sindelar richtigerweise vorträgt !

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