Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Internet soll in Kambodscha zukünftig besser werden

Gute Nachrichten gibt es für all diejenigen, die in Kambodscha leben oder leben wollen und aus irgendwelchen Gründen auf das Internet angewiesen sind. Auch wenn es noch etwas dauern wird, hat der kambodschanische Internet-Anbieter Ezecom angekündigt, sich nun an der Verlegung von Kambodschas erstem Untersee-Telekommunikationskabel zu beteiligen. Ein Projekt, welches in 2013 schon ein Mal angekündigt wurde und ursprünglich bis zum Ende 2014 geplant gewesen ist.

Laut Ezecom Geschäftsführer, Paul Blanche-Horga, haben Verhandlungen mit anderen Firmen und das Einholen von Lizenzen das Projekt verzögert. In einer Erklärung des Unternehmens hieß es gestern, das das Kambodscha-Malaysia-Thailand-Untersee-Kabel, für Kambodscha ein preiswerteres Breitband-Internet bedeutet und das Land mit dem Rest der Welt verbinden wird, wie niemals zuvor.

Der Vertrag für das Projekt soll nun am Montag von den Internet Anbietern Telkom Malaysia, das zu Ezecom gehörende kambodschanische Unternehmen Telcotech und Symphony Communication aus Thailand unterzeichnet werden. Danach sollen die Arbeiten unverzüglich beginnen, wobei es etwa 16 Monate bis zur Fertigstellung dauern wird.

Damit nicht nur Ezecom Kunden von der neuen High-Speed Internet Verbindung profitieren plant das Unternehmen, später als eine Art Großhändler den gesamten kambodschanischen Markt zu bedienen. Nach Angaben, die noch auf der Planung von 2013 beruhen, soll das Projekt ein Volumen von 80 Millionen Dollar haben, ob und um welche Summe das Ganze seit dem teurer geworden ist, wurde nicht genannt.

Das geplante 1425 km lange Kabel wird Kambodscha direkt mit Malaysia verbinden und weiter nach Thailand führen. In Malaysia besteht ein direkter Anschluss zum Asia-America Gateway (AAG), ein 20.000 km langes Untersee-Telekommunikationskabel, welches Südostasien mit den Vereinigten Staaten verbindet.

Bisher sucht man in Kambodscha noch vergeblich nach einer echten ­High-Speed Internetverbindung, weil das Land nicht direkt mit dem AAG verbunden ist, sondern über Thailand und Vietnam versorgt wird.

Nach einer aktuellen Umfrage der U.S. amerikanischen Firma Ookla, hat Kambodscha das drittlangsamste Internet in Südostasien. Laos und Myanmar belegten die letzten beiden Plätze. Im weltweiten Vergleich belegte Kambodscha, mit einer durchschnittlichen Download-Geschwindigkeit von 9 Megabits pro Sekunde, Platz 110. Kambodschas Nachbarn Thailand und Vietnam bieten im Vergleich dazu durchschnittliche Download-Geschwindigkeiten von 19,9 bzw. 17,6 Megabits pro Sekunde an.

Ezecom steht mit seinem Vorhaben dem Königreich ein schnelleres und billigeres Internet zu bescheren nicht allein da. Parallel dazu kündigte im Juni 2014 das japanische Unternehmen NTT an, Kambodscha direkt mit dem Asia Submarine-cable Express (ASE) Netzwerk zu verbinden, wenn man ihnen keinen festgelegten Fertigstellungstermin auferlegen würde.

Quelle: http://www.phnompenhpost.com/business/delayed-underwater-cable-project-resurfaces

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2 Comments

  1. Auch soll die Strasse nach PP ausgebaut werden, der Flughafen eine Verbindung nach Bangkok bekommen und neue Deutsche Restaurants eröffnen. Wobei das letztere ja jedes Jahr zutrifft. lach

  2. Derzeit läuft ja wohl alles noch über das SEA-ME-WE_3 Kabel und das ist oft durch Störungen beeinträchtigt. Wenn die Kambodschaner nun wirklich ein neues Kabel nach Malaysia oder Thailand legen, wo wird das wohl die Weg nach Europa finden?
    Eine einfache „Traceroute-Anweisung“ reicht aus, um den Schwachpunkt zu finden und der ist oft erst hinter Thailand.
    Same shit – different day.

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