Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Die ersten Flüchtlinge in Kambodscha eingetroffen

Im Rahmen des umstrittenen Flüchtlingshandels, der im letzten Jahr zwischen Australien und Kambodscha vereinbart wurde, sind heute gegen 10:30 die ersten Flüchtlinge auf dem Flughafen in Phnom Penh gelandet. Dabei handelt es sich um drei Iraner und ein Rohingya, was ein Angehöriger einer aus Myanmar stammenden muslimischen Volksgruppe ist.

Die vier Männer sind die Vorhut einer bisher nicht genau bezifferten Anzahl von Asylsuchenden denen die Einreise nach Australien verweigert wurde und die nun, gegen eine Zahlung von über 30 Millionen U.S. Dollar, in Kambodscha eine neue Heimat finden sollen.

Seit Monaten sitzen die Flüchtlinge schon unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem Auffanglager auf der Pazifikinsel Nauru fest. Nachdem feststand das sie in das arme und hochgradig korrupte Kambodscha abgeschoben werden sollen, gab es zwar Proteste unter den Flüchtlingen, aber alles hat nichts genützt, denn nun müssen sie sich, ob sie wollen oder nicht, in die kambodschanische Gesellschaft integrieren lassen.

Von der Anreise und dem Empfang der Flüchtlinge können diejenigen, die versuchen auf seeuntauglichen Schiffen von Afrika nach Europa zu gelangen jedoch nur träumen. Nicht nur, dass diese Vier über den VIP-Bereich des Flughafens nach Kambodscha einreisen durften, sondern es war auch alles bestens für den Empfang vorbereitet. Draußen wartete neben unzähligen Reportern und Fotografen bereits ein Wagen, mit dem die Flüchtlinge sofort weggefahren wurden.

Laut Aussage der „International Organization for Migration“ (IOM) in Kambodscha sind bereits vorläufige Unterkünfte für die Flüchtlinge organisiert worden, es ist für Verpflegung gesorgt und es wird Starthilfe mit Informationen zur Kultur des Landes sowie eine Einführung in die Landesprache Khmer geben. Damit es den Flüchtlingen in ihrer neuen Heimat auch wirklich an nichts fehlt, hat die australische Regierung angekündigt, nun noch ein Mal 12 Millionen U.S. Dollar Flüchtlingshilfe nachzulegen.

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/news/first-refugees-from-nauru-arrive-in-phnom-penh-84993/

Posted in Kambodscha.

24 Comments

  1. „Wir wollen sie nicht, -aber wir haben sie am Hals, -nehmt sie uns ab -wir bezahlen euch!“ – „Klar, -für „Kohle“ machen wir alles…!“ Was ich dazu meine ist eh nicht von Bedeutung; -aber was unsere Weltpolizei, die UNO dazu meint eher schon! Sie lässt es geschehen weil sie überfordert ist mit dieser Art von Handel mit Menschen! -Unglaublich was da abgeht! Für Ethik und Moral gibt es offenbar bei der UNO keine Weltgesetze!
    Bald „verludert“ die UNO wie die FIFA, wo die linke Hand nicht mehr weiss was die rechte macht! Australien ist ein wohlhabender Kontinent; aber schiebt Menschen wie ekelhafte Geschwüre ab -in ein korruptes 3.Welt Land!
    Aber weil ich hier in diesem schönen Kambodscha nur ein geduldeter Gast bin, darf ich mich weiter nicht äussern zu diesem 42Millionen-Handel…

  2. „das arme und hochgradig korrupte Kambodscha“ ist immerhin für einige Europäer ausreichend attraktiv, um sich dort dauerhaft niederzulassen. Aber so ein Land kann man den armen Wirtschafts- äh- „politisch Verfolgten“ natürlich nicht zumuten.
    Die haben doch mindestens einen Anspruch auf Australien und sonstige Länder der ersten Welt, in denen sie sich nicht integrieren müssen und dennoch alimentiert werden.

  3. =Frank= Zu deinem – „das arme und hochgradig korrupte Kambodscha” ist immerhin für einige Europäer ausreichend attraktiv, um sich dort dauerhaft niederzulassen. Aber so ein Land kann man den armen Wirtschafts- äh- “politisch Verfolgten” natürlich nicht zumuten.“
    = Das ist schlecht vergleichbar, die EU-ler, USler u speziell Russen, kommen mit mehr oder weniger vielen Resourcen-Vermoegen in Kambo an oder einer Monatlichen Rente und nicht mit NIX. 😉 Auch wenn so manche mit NIX wieder in die EU zurueck gehen. 🙂
    = Nebenbei, 2 Paar Schuhe u Aepfel mit Birnen ect. Wenn Australien auch fuer die EUler die „bessere Wahl“ waere, warum kommen sie dann nach Kambo? lol 😉

  4. Hallo Frank, verstehe wirklich nicht, was Du mit Deinem obigen Kommentar eigentlich sagen willst ?! – “armes Cambo – fuer einige Europaeer atraktiv um sich hier niederzulassen – und
    Du schreibst auch, “man kann den armen Fluechtlingen Cambo nicht zumuten,“ aber die ersten Vier davon sind doch gestern hier mit “grossem Bahnhof“’empfangen und in einer Villa untergebracht worden !
    Also warum sollten die nach D in einen billigen Baucontainer ziehen oder in einer Dorfsporthalle auf dem Boden liegen ? Was wolltest Du uns nun denn eigentlich sagen ???

  5. „outside the airport’s VIP terminal“

    Ich wusste nicht mal das der PP Flughafen ein VIP Terminal hat. Wieder ein Wunder im Land der Wunder.

    „one of the poorest and most corrupt countries in the world.“

    Opptimistisch betrachtet haben wir dafür weniger Australier! Denkt sich jetzt der eine oder andere Aborigines 😉 Ja, ja, blöder Schertz.

  6. Alfred: Hallo Alfred, sehr gut analysiert, hast vollkommen recht !
    Sebastian: Hallo Sebastian, der VIP-Terminal befindet sich – wenn man vor dem Airport steht – direkt nebenan links, da wo noch ein altes Betondach faecherfoermig schraeg nach hinten aus der alten Kommunistenzeit angebracht ist.

  7. ein Rohingya, was ein Angehöriger einer aus Myanmar stammenden muslimischen Volksgruppe ist.

    Sag mal warst Du auf einer Sonderschule Don Kong?

  8. @Don Kong: Hallo Don Kong, ich nehme an, dass Herr Benno meinte, dass Dir leider ein Schreibfehler unterlaufen ist: Anstatt nach dem Komma – was – gehoert – ist – rein, das ist auch m.E. alles.
    Aber dafuer mit einem Sonderschueler verglichen zu werden, finde ich aeusserst merk-und unwuerdig ! Gruss Manfred

  9. @ alle : Tut mir leid für die Verständnisprobleme, ich dachte bei meinem Posting eigentlich, dass Ironie und Sarkasmus rüberkommen, aber mir fiel erst später wieder ein, dass es in D auch viele gibt, die diese Verhätschelei illegaler Einwanderer auch noch toll finden. Ich gehöre bei der Frage des Umgangs mit Grenzverletzern ja eher zu denen, die sich fragen, warum die Boote von der Küstenwache nicht beschossen werden.

  10. @Manfred
    Ich finde es auch etwas daneben. Sollte vielleicht mal einen Chuck Norris Film auslassen der gute Benno.

  11. @Manfred und @Don Kong und @Benno: „ein Rohingya, was ein Angehöriger einer aus Myanmar stammenden muslimischen Volksgruppe ist“. Thema abweichend würde es mich jetzt wirklich interessieren, was an diesem Text grammatikalisch falsch wäre? Fürchte dass ich mit meinem „Schwizerdütsch“ ab und zu dermassen daneben bin dass selbst die Sonderschule nicht hätte helfen können…smile…

  12. @G.S.: Wahrscheinlich liegt es – wu Du selbst sagst – am Schwizerduetsch, denn es heisst einfach…..ein Rohingya ist ein Angehoeriger einer aus Myanmar stammenden muslimischen Volksgruppe……..

  13. @Frank: Hoffentlich kommst Du und Ich nie in die Verlegenheit, in einem Fluechtlingsboot sitzen zu muessen und dann auch noch – wie Du befuerwortest – beschossen zu werden ! Das wuerde ich nicht mal meinem groessten Feinde wuenschen ! Deutschland kann da nichts mehr alleine ausrichten, sondern es geht alles ueber die EU in Bruessel ! Die Frage muesste doch fuer Dich lauten: Wer hat denn diese dt. Regierung gewaehlt ?? Das Fluechtlingdrama im Mittelmeer ist u.a. ein Milliardengeschaeft maechtiger Klan’s geworden. Australien hat es scheinbar aus deren Sicht geloest.

  14. @G.S. Stimmt! Wenn die Frage ‚Was ist ein Rohingya‘ korrekt ist, ist auch Don Kong’s Halbsatz korrekt – sowohl semantisch als auch inhaltlich. @Benno: ‚Schriftliches Eigentor!‘ Don Kong leistet täglich etwas für uns alle. Ihn dafür so dummdreist anzugehen, halte ich für vollkommen daneben, arrogant, bösartig und besserwisserisch. Die meisten Substantive, die mir zu solcher Überheblichkeit einfallen, enden auf ‚…anz‘, ‚…heit‘ oder ‚…keit‘. Dankbarkeit gehört aber nicht dazu 🙂 Wie wär’s mal damit?

  15. Nachtrag zu Benno seinem Kommentar vom 6. Juni:
    Offensichtlich wurde von einigen Lesern angenommen, dass es sich dabei um Benno hier aus Sihanoukville handelt. Das ist jedoch nicht der Fall, denn mit dem habe ich heute persönlich gesprochen.

    Außerdem passt die bisher ausbleibende Antwort nicht zu Benno aus Sihanoukville und auch die aus Kanada stammende IP Adresse des Kommentar-Absenders lassen eher einen unpassenden Scherz eines anonymen Unbekannten vermuten.

  16. So nun habe ich mich, nachdem ich ein Gespräch mit Don Kong geführt habe dazu entschlossen mich hier anzumelden und einmal nachzuhaken.
    Ich bin gespannt wie viele Entschuldigungen jetzt hier reinkommen von Leuten die mich gar nicht kennen aber beleidigen, und von Leuten die mich kennen und mir so etwas zutrauen. Mir eilt der Ruf voraus wenn ich meine Meinung kund tue, das auch in anwesenheit derer Personen zu tun die es betrifft.
    Speziell von dir Herby der du ja sonst „so gebildet“ bist hätte ich diesen Post nicht erwartet.
    Also immer erst nachfragen bevor man hier über einen Namen urteilt den es noch ein paar mal mehr auf der Welt gibt.
    So das musste gesagt werden, jetzt könnt ihr weiter machen.

  17. @Benno: Für mich war das nicht ‚Benno aus Sihanoukville‘, sondern ein Anonymer. Diesem gegenüber bleibe ich bei meiner Aussage. Im Dorf also alles bestens 🙂

  18. tagesschau.de vom 12.06.2015:
    Der Bund stockt seine Hilfen für Länder und Kommunen zur Bewältigung der steigenden Flüchtlingszahlen auf und beteiligt sich vom kommenden Jahr an dauerhaft an den Kosten. Das vereinbarten Bund, Länder und Kommunen bei einem Spitzentreffen in Berlin.

    Danach soll die „pauschale Hilfe“ im laufenden Jahr verdoppelt werden. Das wäre dann eine Milliarde Euro.

  19. @Beboachter: Toll dass der Bund die Hilfen aufstockt, das freut insbesondere die Schlepperbanden (Klan’s + die Mafia) die werden nun auch Ihr Schiffskontigent aufstocken und noch mehr Menschen „liefern“ !

  20. @Alle Interessierten: Flüchtlinge haben an Schlepperbanden 15 Milliarden Euro seit 2000 gezahlt ! Da ist ein neuer Wirtschaftszweig entstanden.
    Dazu kommen noch 13 Milliarden Euro die die EU zur Abwehr im selben Zeitraum ausgegeben hat, also für die „Katze“ !
    Alleine die Abschiebungen machen jährlich eine Milliarde Euro aus !
    Das sind Eure / unsere sogenannten Volksvertreter, also die Leute, die mit fremden – unserem Steuergeld – wirtschaften !
    Natürlich erheben die Regierungen- keine – Statistik über die von der „The Migrants Files“ und des italienischen Magazin’s „L’espresso“ genannten Zahlen! Steuergelder zu verprassen, darüber will man lieber nichts wissen, nicht wahr !
    Der heutige Spiegelonline berichtet ausführlich darüber! Kein Wunder, wenn in D und anderen eurp. Ländern nur noch 50 % der Menschen wählen gehen ! Ein Europa-Abgeordneter in einem Parlament, das praktisch nichts zu sagen hat, bekommt monatlich bis zu 35.000.–€ dafür fliegt er wöchentlich auch zweimal zu Sitzungen zwischen Brüssel und Straßbourg hin und her und dieser Unterhalt kostet uns nochmals 100.000.–€/mtl. für sein Büro, Sekretärin, Hotels, Flüge, und die ausschweifenden Dinners in den besten Restaurants ! Wann endlich wachen die Bürger auf……..hoffentlich nicht erst dann, wenn Sie keine Rolle mehr spielen und die Großkonzerne die Macht übernommen haben !

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