Die Villa in Phnom Penh, in der die Flüchtlinge aus Nauru untergebracht sind.

Den Nauru Flüchtlingen geht es gut in Kambodscha

Wie hier bereits berichtet sind am vergangenen Donnerstag die ersten vier ­Nauru Flüchtlinge mit einer Linienmaschine in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh angekommen. Die drei Iraner und der Rohingya aus Myanmar wurden sofort nach ihrer Ankunft über den VIP-Bereich des Flughafens zu einem Kleinbus gebracht und weg gefahren. Reporter bekamen offenbar keine Gelegenheit mit den Flüchtlingen zu sprechen.

In der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „The Cambodia Daily“ war nun zu lesen, das die Flüchtlinge direkt in eine Villa im Süden von Phnom Penh gebracht wurden, die ihr neues (vorläufiges?) Zuhause sein soll. Bereits heute soll für die vier Männer der kulturelle Integrationsprozess beginnen, der aber nicht näher erläutert wurde, und am kommenden Montag soll es mit dem Khmer Sprachunterricht los gehen.

Anwohner aus der Nachbarschaft der nun mit den Flüchtlingen belegten Villa sehen die Sache mit gemischten Gefühlen. Während einige die Ausländer aus Unsicherheit eher skeptisch und ängstlich betrachten, sind andere bereit sie vorbehaltslos in die Gemeinschaft aufzunehmen. Eine Nachbarin meinte, dass sie keine Probleme mit den Fremden hätte, denn es gebe ja schließlich auch viele Kambodschaner, die in anderen Ländern leben.

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/news/nauru-refugees-settle-into-new-neighborhood-85106/

Posted in Kambodscha.

11 Comments

  1. Ja Herr @Frank, so sieht’s aus ! Die vier Fluechtlinge sind – wie ich Dir schon gestern schon geschrieben hatte – als VIP’s im VIP-Terminal von ranghohen Delegationen am Airport empfangen und in einer Villa untergebracht worden. Die Sprach-und Integrationskurse beginnen gleich am Montag! Davon kann sich Madame Merkel und Herr Pfarrer Gauck mal ein Stueck abschneiden !

  2. Sorry, aber sollte nun ein “deutschsprechender Oberlehrer“ meinen obigen Kommentar lesen, auch ich – nicht nur wie Don Kong im Vorgaengerartikel – habe versehentlich zweimal das Wort “schon“ zwischen den beiden Bindestrichen geschrieben ! Gruss Manfred

  3. Dem Rohygia aus Myanmar glaube ich dass er tatsaechlich um sein Leben gefuerchtet hat und daher Burma verlassen hat. Dort hat ein (der erste ?) Buddhistischer Hassprediger (ja, sowas gibts auch) die Menschen derart gegen die staatenlosen oder oft auch aus Bangladesch stammenden Muslime aufgebracht dass die ueberwiegende Buddhistische Bevoelkerung die Haeuser der Rohyngia in Brand gesteckt haben. Seitdem (ca 2 Jahren) muessen die Rolhyngia in Ghettos leben wo sie auch jeder Willkuer ausgesetzt sind. Aus bekannten Gruenden haelt sich mein Mitgefuehl fuer Muslime in Grenzen aber trotz aller Vorurteile sind sie genauso Menschen wie Du und Ich. Ich wuensche dem Rohyngia auf jeden Fall dass er in Kambodscha gluecklich wird.

    Bei den Iranern habe ich aufgrund eigener Erfahrungen die ich vor ca 8 Jahren selbst in Bangkok gemacht habe andere Ansichten. Dort hatte ich eine Gruppe von 4-5 jungen Iranern als Zimmer Nachbarn. Sie waren laut, ruecksichtlos und hatten auch genug Geld um nach Hause in den Iran zu telefonieren und sich eine teure Wohnung zu leisten waehrend sie auf ihren Schlepper warteten der sie nach Neuseeland bringen sollte. Das ganze hat sich ca. 1 1/2 Jahre hingezogen. Sie waren ganz direkt gesagt Wirtschaftsfluechtlinge deren Verhalten zu Hause wahrscheinlich bestraft worden waere. Was aus ihnen geworden ist weiss ich nicht nur soviel dass sie beim Abschied 3 Monatsmieten und eine dicke Telefonrechnung nicht bezahlt haben.

  4. Es freut mich sehr dass es den Vieren, die als Vorhut von Hunderten jetzt eingetroffen sind gut geht! Und ich hoffe dass es so bleibt! Gemäss den Presse-Berichten sollen Viele in Sihanoukville angesiedelt werden. Wenn man den Cambodiadaily-Bericht liest, könnte man fast glauben dass sich Kambodscha zu einem „Flüchtlings-Paradies“ mausert! Aber eben „nur fast“; -denn was ich mich selber frage, fragen sich auch die einheimischen Khmers: Was, wenn man sehen müsste dass es den Flüchtlingen besser geht als den einheimischen Mittellosen in ihren Slum-Baracken? -Oder dienen diese ersten Vier nur einem Werbezweck der Regierung? -Denn die Welt liest mit! Und noch eine Frage, die mich interessiert: Gibt es in Kambodscha eine staatlich verordnete Schulpflicht? Danke für Eure Antworten auf meinen Pessimismus!

  5. @peter=allmann: Der Hassausbruch und die Pogrome gegen die Rohingya wurden auch durch gewisse ’soziale 🙂 Netzwerke‘ befeuert. Deren Newsgroups wurden systematisch mit Fake-Anschuldigungen gefüttert. Die Methode kennen wir doch: Aus dem Nahen Osten, Nordafrika und der Ukraine…überall brennt’s. Alle reden über Flüchtlingsprobleme – aber keiner über die Brandstifter.

  6. @Herby: genau so ist es !

    Erst Chaos schaffen, die Menschen alleine lassen dann kommen die, die in trueben Wasser fischen, danach die grossen Retter die alles angezettelt haben ! So geht das nun schon viele Jahre…….und…..es funktioniert, aber nur fuer die Hintermaenner, als die hinter den Regierungen sitzen und Anweisungen dafuer geben !

  7. @Herby. Ja, der Brandstifter hat einen 3 Buchstaben Namen und legt seit Ende des II. Weltkrieg rund um den Globus Feuer damit sich Menschen gegenseitig bekaempfen und umbringen. In Myanmar kann man am besten sehen wie dieser Einfluss funktioniert denn die Ikone der Freiheit und Demokratie Frau Aung San Syu Kyi hat sich als Luftballon entpuppt und sitzt nun schoen it im Boot der Burmesischen Regierung. Geld korrumpiert halt und ihre enge Verbindung zu der 3 Buchstaben Mafia hat ihr wohl auch die Kraft verliehen sich jeglichen Kommentars zum Mord- und Totschlag an den Rohyingia in Burma zu enthalten. Im Irak hat die 3 Buchstaben Mafia religioese Gruppen die unter Sadam Hussein friedlich miteinander (naja, meistens wenigstens) ausgekommen sind so aufgehetzt dass sie sich nun als Iraker gegenseitig totschlagen.

    Es ist zu befuerchten (wenn auch unwahrscheinlich) dass diese Mafia in Zukunft auch die Bayern gegen die Ostfriesen oder Berliner aufhetzt :-)) Nichts ist unmoeglich !

  8. Die Rohygia werden aber nicht ohne Grund verfolgt. Das sie verfolgt werden ist schlimm genug, nur diese Minderheit wird von islamistischen Kräften vor allem dem Einfluss der Wahabiten aus Saudi Arabien und der Erdogan nahen Partei in der Türkei gegen die Buddhisten aufgestachelt und benutzt. Ist doch selbstverständlich, das die Burmesen irgendwann einen Hass entwickeln. Möchte es nicht schön reden, doch wenn die Muslime die Mehrheit ob nun in Deutschland oder Kambodscha bilden, hört deren Freundschaft und Toleranz auf. Bin keine Islamophobe, nur Realistin. Die Probleme kommen erst mit der Zeit und einer hohen Geburtenrate, Arbeitslosigkeit der Rohygia.

  9. @Gabi: Was Du da schreibst stimmt mich sehr nachdenklich! Ich hab die Problematik so noch gar nie hinterfragt bisher! Ich wünsche diesen Rohingya-Flüchtlingen und dem Land Kambodscha nicht dass sich das Myanmar Problem jetzt einfach auf Kambodscha ausweitet (-oder verlagert) -nur weil Australien „keine Geschwüre“ haben will auf seinem Kontinent, wo es riesige ungenutzte Landflächen gäbe! Der Islamismus scheint tatsächlich unbequem zu sein! -Aber vor noch nicht allzulanger Zeit schlugen sich Christen (Protestanten und Katholiken) einander auch die Nase platt im schönen Irland… „Die Hoffnung stirbt zuletzt“!

  10. @Gabi: Das ist (leider) richtig – doch haben die Herren, die @peter allmann sehr treffend beschreibt, zusätzlich Öl in’s Feuer gegossen, damit’s richtig schön brennt. Die ‚Erfolge‘ der Methode sind sichtbar und spürbar – in Nahost, in Nordafrika, in der Ukraine und nun auch zunehmend in SEA. Momentan werden Myanmar und Vietnam gegen China aufgehetzt. Hier könnte es noch heißer werden als in der Ukraine.

  11. @Gabi
    In welcher Weise wurden die Rohyngia von SaudiArabien, Erdogan etc. benutzt und gegen Buddhisten aufgestachelt? Habe jetzt länger recherchiert und nichts nachweisbares gefunden. Woher hast du deine Informationen, die dich schlussfolgern lassen, daß es selbstverständlich ist das Menschen so einen Hass entwickeln das sie andere lynchen, verfolgen und vertreiben?

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