Anzahl der Toten im Straßenverkehr in 2015 gestiegen

Hier die Zahlen aus Kambodschas Verkehrsunfallbilanz für das erste Halbjahr 2015. Laut Polizeiangaben ist die Anzahl an Verkehrstoten, im Gegensatz zur ersten Hälfte des letzten Jahres, gestiegen, während die Zahl der Unfälle abgenommen hat. Es heißt von Januar bis Juni sind 1.089 Verkehrsunfälle und 249 Verletzte weniger gemeldet worden als im ersten Halbjahr 2014. Dagegen ist die Zahl derer, die bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind um 59 Personen gestiegen.

Bisher starben in 2015 auf Kambodschas Straßen insgesamt 1.229 Menschen in 1.514 Verkehrsunfällen. Ein unabhängiger Verkehrssicherheitsexperte meinte, das die hohe Zahl an Toten bei weniger Unfällen, daher komme, weil es mehrere schwere Unfälle gegeben hat, in denen überdurchschnittlich viele Personen verwickelt waren. Ein Beispiel dafür ist der Verkehrsunfall im Mai in der Provinz Svay Rieng, bei dem ein Bus mit einem Kleintransporter kollidierte, der mit 39 Arbeitern besetzt war.  Allein bei diesem Unfall starben 18 Fahrgäste auf einen Schlag.

Die Anzahl an Verletzten ist dieses Jahr bisher auf 4.090 gestiegen, wovon 2.359 als schwere Fälle bezeichnet werden können. Ein Rückgang gegenüber 2014, wo es noch 4.339 Verletzte gab und 2.502 Fälle ernst waren. Dabei sollen zu schnelles Fahren 41 Prozent aller diesjährigen Verkehrsunfälle verursacht haben, fahren unter Alkoholeinfluss 12 Prozent und Fehlverhalten 13 Prozent. Alle diese Zahlen sind vorläufige Werte, weil sie bisher nur Informationen der Polizei aber nicht der Krankenhäuser beinhalten.

Weiterhin hieß es, das die neuen strengeren Verkehrsgesetze, welche eine Besserung der Situation bewirken sollen, zwar dieses Jahr verabschiedet wurden aber nun doch erst im Januar 2016 in Kraft treten sollen. Man brauche mehr Zeit um die Bevölkerung darauf vorzubereiten, dass Sie sich in Zukunft im Straßenverkehr an Regeln halten muss.

Quelle: http://www.phnompenhpost.com/national/traffic-deaths-2014

Posted in Kambodscha.

3 Comments

  1. Letzter Satz in dieses Artikels: “ …man braucht mehr Zeit, die Bevölkerung darauf vorzubereiten, dass man sich in Zukunft an Verkehrsregeln halten muss „!
    Und warum hat man das nicht schon vor 20 Jahren getan ? Die Verkehrsteilnehmer wurden sich selbst überlassen !!
    Beispiel: Ein Führerschein zu machen mit Fahrschule, Prüfung usw. kostete ca. 200.-USD, ein Führerschein unterm Tisch zu kaufen 60.–USD !
    So…und was machte nun die Bevölkerung ?
    Ja, richtig geraten….sie kauft – oder auch nicht – einen Führerschein unterm Tisch und fährt los !!
    Bin überzeugt, dass ca. 80-90 % der Verkehrsteilnehmer keinen legalen Führerschein besitzen !
    Bei den Mopepfahrern würde ich sogar 95 % sagen !

    Die Verkehrserziehung wird m.E. nicht mehr funktionieren, da ist schon zuviel „Wasser den Bach hinunter geflossen“ sprich alle Verkehrsteilnehmer haben sich an das chaotische, gesetzeswidrige Verhalten sowas von gewöhnt, dass hier die nächsten Jahre keine Besserung zu erwarten ist.
    Selbst die Offiziellen und die ganz Wichtigen – die ohne Nummernschild – machen da mit !
    Also warum sollte der einfache Khmer – und das sind 90 % der Bevölkerung – irgend etwas lernen oder erzogen sein wollen, wenn’s die Oberen auch nicht tun und wollen ?
    Ich sage immer auch zu meiner Frau, wenn Du in PP Auto fährst, musst du so mitfahren, wie es die Anderen tun, um Unfälle zu vermeiden, also genau gegenteilig zu fahren, als wie bei uns in Europa !
    Denn woher sollte ein Khmer auch wissen, dass er so ziemlich alles im Strassenverkehr falsch macht, als alle internationalen Verkehrsregeln es bestimmen ???

  2. Bin auch „stutzig“ geworden beim letzten Satz! Man musste jetzt natürlich schnell eine Begründung finden zu diesem „Eigentor“! Verschiebung auf Januar 2016? -Und ab dann sollen die verschiedenen neuen Gesetze in Kraft treten, -im Sinne natürlich dass es weniger Verletzte oder gar Tote gibt! Auf den Mopeds dürfen max. nur noch 2 Personen sein, -beide mit „Helm auf“ natürlich, -gehört auch zu einer beabsichtigten Massnahme! —> Wir sind in der 2. Jahreshälfte, -es verbleiben noch 6 Monate! Müsste die „Vorbereitung“ der Bevölkerung nicht schon längst bemerkbar sein? Vorallem im TV natürlich, weil das Ding rund um die Uhr auf „on“ geschaltet ist! Kommt mein Fahrzeug auf den Prüfstand in der Fahrzeugkontrolle? -Ach wo! Kohle her für neuen Kleber, -das war’s! Und was mit dieser unsäglichen Lichtvorschrift? Und was mit dem Telefonieren während des Fahrens? -Es wäre alles zum Heulen, -wenn ich nicht lachen müsste!

  3. Es können hier wohl nicht Birnen mit Aepfeln verglichen werden – schliesslich geht es um Asien, nicht um ein durch und durch reglementiertes Deutschland oder Helvetien… Gut Ding will eben (etwas) mehr Weile haben. Aber der eingeschlagene Weg ist sicher prinzipiell zu begrüssen! 🙂

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