Helmpflicht für Motorradfahrer in Kambodscha.

Bewegung in Kambodschas Helmpflicht Kampagne

Mit den neuen Verkehrsgesetzen, die im nächsten Jahr in ganz Kambodscha in Kraft treten sollen, will man auch eine allgemeingültige Helmpflicht für Motorradfahrer einführen. Damit dieses nicht ganz einfache Vorhaben auch gelingt, haben sich Regierungsvertreter, Polizei und NGO’s am Donnerstag getroffen um die „Head safe. Helmet on“ (deutsch = „Kopf sicher. Helm auf“) Kampagne zu diskutieren.

Dabei hat man sich entschlossen, die Bevölkerung mittels einer aggressiven Werbekampagne in Funk und Fernsehen sowie großen Hinweistafeln entlang der Straßen für dieses Thema im Vorfeld zu sensibilisieren. Denn ab dem 1. Januar 2016 soll endgültig Schluss sein mit den anarchistischen Verhältnissen im kambodschanischen Straßenverkehr.

Motorradfahrer, die dann noch ohne Helm erwischt werden, sollen mit 3,75 $ zur Kasse gebeten werden. Auch Beifahrer müssen zukünftig einen Helm tragen oder werden mit demselben Bußgeld belegt. Ein Betrag, der nicht nur einem durchschnittlich verdienenden Kambodschaner schmerzen dürfte, sondern auch so manchem am Existenzminimum lebenden Ausländer.

Im letzten Jahr waren laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 73 Prozent aller Verkehrstoten in Kambodscha Motorradfahrer gewesen, von denen nur 12 Prozent einen Helm trugen.

Momentan sind die Gouverneure aller Provinzen offenbar damit beschäftigt, die Menschen über die Notwendigkeit der Einführung verbesserter Verkehrsgesetze zu informieren. Auch der kambodschanisch angepasste Fernsehbeitrag soll schon fertig sein. Darin hat ein Mann der mit einer Frau und einem Kind, beide unbehelmt, auf einem Motorrad fährt plötzlich eine Geistervision. Die Geister erscheinen in Form eines Mannes und eines jungen Mädchens, die beide bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind, weil sie keine Helme getragen haben.

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/news/in-bid-to-increase-helmet-use-campaign-focuses-on-fines-98073/

Posted in Kambodscha.

6 Comments

  1. hoffentlich wird dieses mal diese Maßnahme vernünftig und auf Dauer durchgeführt……….

  2. Auch Kleinkinder müssen nach den letzten Gesetzesänderungen (letztes Jahr oder vor zwei Jahren?) eigentlich einen tragen, außerdem sind auch nicht mehr mehr als drei Personen erlaubt seither. Aber es stimmt schon auch, was einige sagen: so lange diese Billighelme erlaubt sind, wird die Helmpflicht auch nur bedingt helfen….

  3. Warum reiten die WHO und NGO’s auf den Schwächsten im rollenden Verkehr herum? Klar -weil es die Verletzlichsten sind! Die sollen sich schützen! Nichtbefolgung wird ab 1.1.16 mit einem durchschnittlichen Taglohn bestraft! Und was machen WHO und NGO’s, um sie, die Schwächsten vor den „Stärkeren“ zu schützen; -bezw. können WHO oder NGO’s auch sagen, wieviele von den getöteten Motorradfahrer „abgeschossen“ wurden von telefonierenden „Wichtigtuer“ in ihren Karossen und dabei 2 Fahrspuren brauchen? Ist das noch normal wenn die Schwächsten dermassen rigoros zur Kasse gebeten werden; derweil das Telefonieren im rollenden Verkehr ungestraft bleibt? Es fahren hier in Sihanoukville sogar telefonierende Polizisten herum auf ihren Mopeds; -mit Handy clever eingeklemmt zwischen Ohr und Helm! -Oder verstehe ich Ursachenbekämpfung und Verkehrserziehung etwa falsch…?

  4. ja GS du ,ich und wir vielen andere verstehen das falsch im -kingdom of wounder-
    an diese leute traut man sich nicht ran denn diese haben das geld und macht und bald sind ja wieder wahlen und da wird geld gebraucht und hier ist ein menschliches leben doch nur 5000$ wert, was soll , diese bezahlen wenn überhaupt das aus der portokasse und sind sich niemals einer schuld bewusst und die polizei kannst du vergessen ,auch der neue polizeichef bringt da nichts, alte besen von woanders kehren auch nicht gut und man lebt doch gut damit an dem jetzigen zustand,je grosser die karre um so weniger hat der fahrer im kopf in beziehung auf einhaltung der verkehrsgesetze, da gigt es noch so viele baustellen,handy am ohr,2 spuren benutzen,massiv falsches und gefährliches überholen,pausenlos rotlichtsünder( währe eine gute einnahmequelle ),pausenlos die geisterfahrer, beim abbiegen wird jeder khmer zum thai und fährt im linksverkehr, einfach losfahren ohne den nachfolgenden verkehr zu beachten,plötzlich und unerwartet zu bremsen und dann nach links oder rechts abbiegen, man wird überholt und dann ausgebremst weil der khmer plötzlich merkt das er zu weit gefahren ist und dich hart schneidet und einen zur vollbremsung zwingt, und und und – man könnte einen roman schreiben, kommt dazu noch das die polizei selbst keine oder nur wenig ahnung davon hat ,diese auch keine führerscheine besitzen oder nur sehr wenige und deren desinteresse , ja wir verstehen das falsch

  5. Kann Euch allen nur zustimmen. Am Kern der Sache, der Helmpflicht, führt jedoch kein Weg vorbei. Im Laufe meiner vielen Jahre in Kambodscha habe ich schon zu viele Gehirninhalte auf der Straße liegen gesehen, um an diesem Problem kommentarlos vorbeigehen zu können.

  6. @wertvoll
    Gut auf den Punkt gebracht. Wobei ich auch einer der Linksfahrer bin. Aber man muss sich ja der fremden Kultur anpassen, wenn man hier lebt. Man will ja nicht als schwer integrierbar bezeichnet werden 😉

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