Chinesisches Neujahr am Strand

Warnung an Kambodschas Hotels mit Strandzugang

Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, gegen alle Hotels und Resorts entlang Kambodschas Küste und auf den vorgelagerten Inseln vorzugehen, die der Öffentlichkeit den Zugang zum Stand verwehren oder zu dicht an der Küstenlinie gebaut haben. Tourismusminister Thong Khon warnte gestern, dass sein Ministerium allen privaten Hotels und Resorts eine Frist setzen wird, um alle Zäune und Bauten zu entfernen. Es müsse von der Strandlinie landeinwärts ein Abstand von 50 Metern als öffentlicher Bereich freigehalten werden.

Der Tourismusminister sagte weiterhin, dass Kambodschas Küstenregion das zweitbeliebteste Urlaubsziel des Landes sei, wo Regierung und privater Sektor bei der Organisation eng zusammenarbeiten müssen. Wenn Probleme nicht jetzt angegangen werden, können sie die weitere Entwicklung der Strände negativ beeinflussen.

An vielen Stränden an Kabodschas Küste haben Hotels und Resorts ganze Strandabschnitte als privaten Bereich für ihre Gäste abgesteckt. Laut dem Tourismusminister ein klaremr Verstoß gegen das Recht auf öffentliche Nutzung der Strände. Große Hotels in Sihanoukville, wie das Independence Hotel, oder das Sokha Hotel, welche beide mit dieser Methode arbeiten, sollen bereits aufgefordert worden sein, die Stände wieder für die Öffentlichkeit freizugeben.

Quelle: http://www.phnompenhpost.com/business/private-companies-warned-beach-access

Posted in Kambodscha.

14 Comments

  1. Fand ich schon immer merkwürdig, daß beim Sokhabeach ein privater Wachdienst den Khmer den Zutritt zum größten Teil des Strandes untersagt hat. Zugang zum Strand für Khmer war eigentlich nur als Staff möglich der den „reichen“ Barangs ihre Drinks zu den Liegestühlen bringen durfte.
    Man wollte halt das ganze „Gesindel“ nicht welches Massagen, Brillen, Schiffstouren etc. anbot und verkaufte oder eventuell sogar bettelte oder Leute bestahl oder einfach nur den Strand laut schwätzend hoch und runter zog. Man wollte eben unter sich sein.
    Leider trifft diese Entscheidung aber nicht nur Großunternehmen wie am Sokha sondern wahrscheinlich auch kleine bis mittelständische Unternehmen deren Strandzugang eh frei ist. Zumindest sind bei denen nicht unberechtigte Ängste vorhanden.

  2. > Leider trifft diese Entscheidung aber nicht nur Großunternehmen wie am Sokha sondern wahrscheinlich auch kleine bis mittelständische Unternehmen

    Tja, solche Unternehmen werden sicherlich auch als einzigste davon benachteiligt sind. Sokha und Independence werden wie in Kambodscha üblich mit Connections bzw. Bestechungsgelder von diesem Gesetz „befreit“. ….wenn dieses Gesetzt überhaupt in der Praxis umgesetzt wird.

    Anderseits ist es auch gut, dass nicht jeder den Strand betreten kann. Zum Beispiel kostet die SPA-Mitgliedschaft bei Independence 85 USD für 3 Monate. Das ist weniger als 1 USD pro Tag. Dafür hat man dann neben Fitneszentrum und Sauna auch einen sauberen Strand inkl. Handtuch und Liege und ohne Khmers.

  3. Ich stelle kopfschüttelnd wieder einmal mehr fest, wie die Ministerien in dieser Regierung ihre Daseinsberechtigung erkämpfen: Mit Schnell-Schüssen wie eben diese! „Sokha“ und „Independence“ z.B. hätten ihre Privatstrände für die Hotelgäste erkauft, publizierte die gleiche Zeitschrift vor Jahren! „Die Regierung“ ist Mr. „geliebter Führer“; -ob er, der oft im
    „Sokha“ verweilt, diesen Vorstoss eines Tourismusminister überhaupt gutgeheissen hat, wage ich zu bezweifeln!
    Es läuft eben alles nach der hiesigen Logik; -und nicht nach meiner – denke ich oft!

    Aus eigener Erfahrung: „Es gäbe seit Mai 2015 ein landesweites Hobby-Drohnen Flugverbot!“
    Ausser man hätte eine Bewilligung vom Luftamt!
    Doch die wussten nicht einmal dass es ein Verbot gibt…

  4. @esud
    Vielen Dank für Deinen Tipp!!! -Zum Beispiel kostet die SPA-Mitgliedschaft bei Independence 85 USD für 3 Monate. Das ist weniger als 1 USD pro Tag-

  5. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass z.B. die Sokha-Group vom Strand 50 Meter landeinwärts Gelände für den öffentlichen Bereich, das Volk, bzw. für Alle vorhalten, bzw. zur Verfügung stellen wird !

    Da müßte Sokha einige Hotelbauten, Villas, das Fitness-und Spa-Center, den Beachclub, das Restaurant Lemongrass, die Tennisplätze und den vorderen Swimmingpool komplett abreißen !

    Glaubt man denn im Ernst, die Eigentümer und Gäste von Sokha inclusive der oberen Zehntausend, Minister, Präsidenten, Staatsbesucher und sonstigen VIP’s lassen sich gefallen, von Bettlern, Verkäufern, Masseusen, Dieben sowie von manieren – und anstandslosen Khmer-und Ausländern, sowie ausländischen Touristen die für 10.–USD übernachten, umgeben zu sein ???

    Nein, nein nein……..das kann nicht und wird nicht sein !

    Übrigens gibt es bereits am Anfang des Sokha-Beaches einen öffentlichen Teil !

  6. Das wird weder Sokha noch Independence betreffen. Die machen ein Stückchen auf und bekommen dann eine Ausnahmegenehmigung gegen Mietzahlungen.
    Wer wohl betroffen sein wird, ob überhaupt, dann das Ende Ochheuteal vor dem Queen Hill, Otres I und Otres II. Die Holzbungalows in Otres I, die Restaurants in Otres II und die Restaurants am Ende Ochheuteal sind alle im 50-m Bereich. Egal wie, die 50 m ist eine Maximalgrösse, die in jedem Fall an einer davorliegenden Strasse endet. Die Regelung gibt es seit den 90er Jahren, es ist also nichts Neues.
    Man hat ja schon lange gemunkelt, das Otres I (Strandlage) irgendwann aufgelöst wird. Das geschah schon einmal, als ein Teil zur Enwicklung eines sog. Holiday Parks geschlossen wurde und die Restaurants und Bungalows umziehen mussten. Der Holiday Park ist natürlich immer noch in Planung; vielleicht geht das mit der jetzigen Regelung aber genauso, obwohl zu befürchten ist, dass es diesmal tatsächlich ernst gemeint ist. Alle Anzeichen deuten darauf hin.

  7. „Anderseits ist es auch gut, dass nicht jeder den Strand betreten kann. Zum Beispiel kostet die SPA-Mitgliedschaft bei Independence 85 USD für 3 Monate. Das ist weniger als 1 USD pro Tag. Dafür hat man dann neben Fitneszentrum und Sauna auch einen sauberen Strand inkl. Handtuch und Liege und ohne Khmers.“
    „Glaubt man denn im Ernst, die Eigentümer und Gäste von Sokha inclusive der oberen Zehntausend, Minister, Präsidenten, Staatsbesucher und sonstigen VIP’s lassen sich gefallen, von Bettlern, Verkäufern, Masseusen, Dieben sowie von manieren – und anstandslosen Khmer-und Ausländern, sowie ausländischen Touristen die für 10.–USD übernachten, umgeben zu sein ???“
    „Übrigens gibt es bereits am Anfang des Sokha-Beaches einen öffentlichen Teil !“

    Hört sich ganz schön elitär an. Einmal wg. 85$, kann man schon mal alle anderen ausschließen und sich über internationales Recht hinwegsetzen. Das andere mal sind es ausser den oberen 10.000 nur manieren und anstandslose Gesellen die stören egal welcher Herkunft. Na ja, 50 m Sandstrand will man diesem Volk bzw. Plebs dann doch überlassen, damit dem internationalem Recht doch etwas Genüge getan wird. Danke für die unendliche Großzügigkeit und danke für die eindeutige Sprache die zumindest zeigt welche Betrachtungsweise gegenüber und normalen Barangs der eine oder andere hat.
    Aber wahrscheinlich bin ich wieder einmal der oberlehrerhafte Preusse der eh alles falsch versteht.

  8. @m.sindelar
    Also wenn du ein Land ohne Khmer haben willst, solltest du vielleicht Kambodscha verlassen. Letztlich ist dies ihr Land. Recht geben muss ich dir allerdings, was das ausländische Gesindel angeht. Die haben hier eigentlich nichts zu suchen und sind ja nur wegen der niedrigen Preise und billigen Huren hier. Ich habe schon lange nicht mehr soviel ältere und alte alleinstehende Männer wie hier gesehen.
    Die Khmer haben einen Lebensstil, der nicht jedem gefällt, aber damit muss man leben, wenn man dieses Land als Wohnsitz ausgewählt hat. Es regt mich persönlich auch manchmal auf, dass die Müllproblem so gross ist, dass die Khmer auto- und motorradfahren ohne jegliche Rücksicht auf andere, etc. Es dauert halt seine Zeit, bis sich dass ändert. In den 50er Jahren haben die Deutschen ja auch haufenweise Müll in den Wald gekippt, ganze Kühlschränke sogar. Also Geduld und Verständnis ist hier angesagt. Wem´s nichts gefällt, sollte sich gefälligst davon machen. Konstruktive Kritik ist gut, aber Arroganz ist fehl am Platz.

  9. Hallo Klaus,

    Genau das du meinst bei mir herauszulesen kritisiere ich anhand der Zitate “ “ von Esud und dem elitärem Manfred.

  10. Ich glaube nicht dass uns der Don Kong diese deutsche Übersetzung aus der „Phnom Penh Post“ vor Augen führt um uns in die Haare zu geraten! -Denn wäre der Blog-Text auch in Englisch, wäre man „müde zu lesen“! Aber ich glaube dass in jedem Kommentar etwas Wahres dran ist.
    Es ist das „Leben in Kambodscha“ halt! -Manchmal schwer zu verstehen! -Und wohl auch nach mehr als 10 Jahren noch!
    Deshalb will ich persönlich beachten dass nicht alles was in kambodschanischen Zeitungen geschrieben steht, für „bare Münze“ gehalten werden darf!
    Ich glaube dass wir auch lachen dürfen ab solchen „Hauruck-Schnellschüssen“; -denn andere Minister sagen meist auch noch etwas dazu, was soviel bedeutet wie „halt stop-Gewehr bei Fuss!“…

  11. Die Kommentare spiegeln die Barang-in-Kambodscha Meinungen wieder. Gut so. Aber Fakt ist dass viele die hier die nicht vorhandene Gradlinigkeit/Recht der Kambodschaner kritisieren (die oberen zehntausend haben ein anderes Recht als das niedrige Volk) vergessen dass es an Europa’s Straenden auch nicht viel besser aussieht. Am Genfer See, am Bodensee etc. das gleiche.

    Fakt und geltendes kambodschanisches Recht ist schon seit Jahren dass (wurde nach dem letzten Tsunami in Thailand geaendert) im Abstand von 100 Metern von der Flutlinie am Meer ueberhaupt keine festen Bauten (gemauerte) gebaut werden duerfen. An Fluessen und Seitenarmen sind es dann immerhin noch 50 bzw 30 Meter aber dass kuemmert viele Barang auch nicht sich in dieser Zone ein nettes Haeuschen mit Terrasse direkt ueber dem Wasser zu bauen.

    Same same but no different halt.

  12. @Peter Allman
    Fakt ist erst einmal das du etwas über Kritiker behauptest welches du nicht belegen kannst. Fakt ist auch das wir über Kambodschas Strände (hier im speziellen Sokha Beach)gesprochen haben. Von daher mußte man natürlich nicht extra Europas Strände erwähnen. Ich glaube das es letztendlich darum geht wie man andere Menschen betrachtet und da gibt es dem Anschein nach deutlich Unterschiede. Letztendlich reichen diese soweit das selbst gutsituierte und gebildete Khmer am Sokha noch nicht einmal spazieren gehen können weil eine sogenannte Elite sie als „manieren- und anstandslos“ bezeichnet.

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