Touristen fotografieren und Filmen Angkor Wat. (Reuters)

Neue Regeln beim Fotografieren im Angkor Park

Mit Kameras bewaffnete Besucher des archäologischen Parks von Angkor in der Provinz Siem Reap müssen zukünftig genau überlegen was sie mit den gemachten Aufnahmen vorhaben. Denn für alle die mit den dort gemachten Fotos und Video nachher in irgendeiner Form Profit machen gelten ab dem 1. Dezember neue Regeln.

Das heißt professionelle Fotografen oder Journalisten die Foto- und Videoaufnahmen im Inneren des archäologischen Parks anfertigen, genauso wie Touristen welche die Aufnahmen später zu kommerziellen Zwecken nutzen wollen, müssen jetzt dafür eine Genehmigung beantragen. Dafür ist es erforderlich, dass man persönlich in das Hauptquartier der 10 km auswärts von Siem Reap Stadt liegenden Apsara-Behörde fährt, um dort den Antrag auszufüllen.

Der Apsara Pressesprecher verkündete am Montag der lokalen Presse, dass die Apsara Behörde darüber verärgert sei, dass nationale und internationale Journalisten sowie private Firmen Aufnahmen aus dem Park für Geschäftszwecke benutzen. Unter den neuen Regeln müssen Journalisten und Firmen nun eine Bewilligung haben und werden zusätzlich vom Sicherheitspersonal der Apsara Behörde begleitet.

Er sagte weiterhin, dass das Sicherheitspersonal angewiesen wurde jeden, den sie verdächtigen, dass er ohne Genehmigung Fotos oder Videos zu kommerziellen Zwecken macht, aufzufordern im Apsara Hauptquartier eine kostenlose Genehmigung zu beantragen. Wann die eingereichten Anträge bearbeitet werden, konnte er jedoch nicht sagen.

Einige Leute sollen Fotos aus dem Park bereits für Bücher, Filme und Informationsmaterial verwendet haben, welche sich negativ auf Angkor ausgewirkt haben. Die Frage nach konkreten Beispielen dafür blieb ebenfalls unbeantwortet. Reporter sind bereits beunruhigt über die neue Reglung, weil sie befürchten, dass sie durch das Genehmigungsverfahren kostbare Zeit verlieren.

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/news/government-imposes-new-rules-for-photos-in-angkor-park-101693/

Bildquelle: Reuters

Posted in Kambodscha.

6 Comments

  1. Oh, Government!

    Egal, was sich Regierungen und Behörden so einfallen lassen — man kann sicher davon ausgehen, dass es die Dinge schlechter und nicht besser macht. Selbst gängige Smartphones sind heute in der Lage hervorragende Bilder zu machen. Die kann man dann immer irgendwie verwerten. Ich kann Photos bei facebook verkaufen. Oder auf anderen Seiten im Netz. Ich kann Artikel schreiben in mein Blog und nebenbei Werbung schalten. Alles kommerziell.

    Wie will man vor Ort herausfinden, was jemand vielleicht irgendwann mit der Aufnahme vorhaben könnte?

  2. Ach du grüne Neune! -Schon wieder ein Schnellschuss! -Schon wieder ein Eigentor!
    Aber ich bin überzeugt: Diese „Schnapsidee“ hat kein langer Bestand!
    Genau auf die kommende Hochsaison hin, beginnt man die Touristen erst mal tüchtig zu
    verärgern! Tolle Werbung für ein Land, das ziemlich auf die Touristen angewiesen ist…

  3. Die ersten Kommentare uebersehen voellig, dass die neue Regel nur fuer
    Personen gilt, die ihre Bilder kommerziell nutzen wollen. Ich koennte mir vorstellen, dass in einem solchen Fall das Recht an den Bildern beim Park liegt und der ein Interesse daran hat zu wissen und zu bestimmen, was damit
    passiert.

  4. @Somrak:
    Ich glaube nicht dass die ersten Kommentare etwas übersehen haben! Vorallem nicht der ganz erste Kommentar mit der Frage am Schluss: „Wie will man vor Ort herausfinden, was jemand vielleicht irgendwann mit der Aufnahme vorhaben könnte?“ Vor Ort oder auch im Apsara-Büro wird man nicht verhindern können was der Tourist später dann, wenn wieder zurück in seinem Heimatland, mit seinen Bildern macht! Obwohl der Tourist diese Photo-Bewilligung gratis erhalten soll; -es ist eine Schikane! Es wäre etwa das Gleiche wenn dieser Tourist ein paar schöne Bilder vom Hamburger-Hafen machen wollte, aber zuerst eine Bewilligung in einem 10Km entfernten Büro einholen müsste, wo man in der „Schlange“ anstehen und warten müsste! Dieser Schnellschuss ist typisch und unbedacht und wird wohl ziemlich schnell ungesagt „versanden“…

  5. „Man sollte die Suppe nicht so heiss essen wie sie gekocht wird“ – muss ich mir immer wieder sagen! Und da ich ein Langnase bin, verstehe ich die „kambodschanischen Dinge“ eh meist falsch! So auch jetzt! Oben genannte Quelle hat nun 2 Tage nach Veröffentlichung eine Berichtigung abgedruckt! Unter dieser steht jedoch:
    „© 2015, The Cambodia Daily. All rights reserved. No part of this article may be reproduced in print, electronically, broadcast, rewritten or redistributed without written permission.“
    Aber die Erklärung darf wohl „verkürzt“ oder auch im Original gelesen werden, -oder?
    OPINION
    Apsara Authority Has Not Issued New Ban on Photos at Angkor
    I deeply regret the article “Gov­ern­­ment Imposes New Rules for Photos in Angkor Park” (De­cem­ber 2). I believe I was misquoted.

    The requirement for permission to take or shoot commercial photos or video was introduced long ago. This is not a new rule.

    December 4, 2015

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.