Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Aufgepasst im Straßenverkehr ab 1. Januar 2016

Hier noch mal für alle zur Erinnerung. Ab dem 1. Januar 2016 gelten in Kambodscha neue Verkehrsgesetze. Das heißt, das sich Geldbußen für Missachtung von Verkehrszeichen, Tempoüberschreitungen, fahren unter Alkoholeinfluss und andere Vergehen um das Fünffache erhöhen. Außerdem müssen laut den bereits vor einem Jahr beschlossenen neuen Gesetzen auch Beifahrer auf Motorrädern einen Helm tragen.

Mit der Einführung der neuen Straßenverkehrsgesetze Anfang 2016 soll sich aber nicht nur so einiges für die Verkehrsteilnehmer zum positiven verändern, sondern auch für die Verkehrspolizisten selber. Die erhalten dann nämlich von jedem durch Bußgeld eingenommenen Dollar, 70 Cent als Provision.

Nun bleibt abzuwarten, wie es mit der Umsetzung der neuen Verkehrsgesetze funktioniert. Während man in Phnom Penh und anderen größeren Städten keine Probleme mit einer schnellen Umstellung sieht, wird es in ländlichen Gegenden umso schwieriger werden. Denn in Kambodscha gibt es noch viel Orte, wo man nur ein wage Ahnung von Verkehrsgesetzen hat und das diese sich nun auch noch ändern, vollkommen unbekannt ist.

In Sihanoukville, wo die Verkehrspolizei bekanntlich eher einer Bande von Wegelagerern gleichkommt, könnte das neue Bezahlsystem der Polizei für Touristen jedoch zu einem Spießrutenlauf werden. Urlaubern, die in Kambodschas beliebten Badeort mit einem gemieteten Motorrad unterwegs sind, wird das Leben durch ständige Verkehrskontrollen, bei denen sie meistens wegen Nichtigkeiten zur Kasse gebeten werden, so schon schwer genug gemacht.

Wie wird es erst sein, wenn die Polizisten sich von jedem Bußgeld einen gehörigen Teil in die eigene Tasche stecken können? Man kann Touristen nur raten, gut aufzupassen und sich von der Polizei bei einer Kontrolle nicht einschüchtern zu lassen. Wenn man nichts falsch gemacht hat, muss man auch keine Strafe zahlen. Es ist bisher noch kein Tourist ins Gefängnis gesteckt worden, weil er für ein Verkehrsvergehen, welches er nicht begangen hat, keine Geldbuße zahlen wollte.

Quelle: http://www.phnompenhpost.com/national/traffic-fine-increase-gets-green-light

Posted in Kambodscha Reisen.

4 Comments

  1. Hoffentlich denken die netten Touristen auch daran dass bereits schon eingeschaltetes Licht
    am Motorrad während des Tages ein Verkehrsvergehen ist und gebüsst wird…

  2. Ja, @G.S., bei Tag mit Licht zu fahren ist verboten – bei Nacht ohne Licht zu fahren ist kambodschanisch…:-)

  3. Also wenn man der Gerüchteküche, die sich unter deutschen Expats in den letzten Monaten gerankt hatte, glauben schenken durfte, dann wäre es ab 1. Januar so gut wie vorbei gewesen mit dem Motofahren hier.
    Das was ich sehe, es ändert sich für SHV eigentlich so gut wie gar nichts.
    Man sollte die Eakarech meiden. Immer Kleingeld dabei haben, nicht mit der Polizei diskutieren, bevor die etwas sagen können ihnen 1-2$ in die Hand drücken und schnellst möglich weiterfahren.
    Ach so das waren die Empfehlungen eines befreundeten Verkehrspolizisten (mittleren Ranges).

  4. Ach so Don Kong, deine Frage, „Wie wird es erst sein, wenn die Polizisten sich von jedem Bußgeld einen gehörigen Teil in die eigene Tasche stecken können?“ hat sich in den letzten Jahren doch schon längst beantwortet. Bis jetzt kriegen sie 50% Anteil ab 1. Januar 70% oder sogar 75% wie ich gehört habe.
    Verbesserungen im Verkehrsleben sind von daher ganz sicher nicht zu befürchten.

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