Ein Sonnenuntergang an Sihanoukvilles Küste.

Das Drama um Sihanoukvilles Strände

So wie es aussieht, werden in Kürze wohl einige Restaurants, Bars und Bungalows an Sihanoukvilles Stränden etwas kleiner werden oder ganz von der Bildfläche verschwunden sein. Dies geschieht im Rahmen eines erneuten Vorstoßes der Provinzregierung, die Strände der Stadt von individueller Bebauung zu befreien und die damit verbundene private Nutzung zu unterbinden.

Schon seit Wochen herrschen bei vielen Geschäftsbetreibern am Ochheuteal Beach, Damnak Sdech Beach sowie Otres Beach I und II Verunsicherung und Existenzängste. Denn die Provinzregierung hat eine groß angelegte Räumungsaktion angekündigt, der alles was sich von der Wasserkante an 50 Meter landeinwärts gemessen, auf dem Strand befindet, zum Opfer fallen soll.

Die betroffenen Geschäftsbetreiber wurden genau einen Monat vorher über die Räumung, die jetzt am Sonntag den 13. März stattfinden sollte, informiert, sodass sie noch die Möglichkeit hatten, ihr bewegliches Eigentum vor den Abrissbaggern in Sicherheit zu bringen. Nicht selten bedeutet die Räumung für die Betroffenen einen großen finanziellen Verlust und die Vernichtung ihrer geschäftlichen Existenz.

Auch kritische Stimmen aus Sihanoukvilles Tourismus Verband und ein Protestmarsch zum Sitz der Provinzregierung haben die Räumungspläne nicht vereiteln können. Lediglich ein kleiner Zeitaufschub wurde den Geschäftsbetreibern vom Provinzgouverneur eingeräumt, demnach der Ochheuteal Beach nun erst am kommenden Dienstag geräumt wird und man sich dem Damnak Sdech und Otres Beach erst im Laufe des nächsten Monats zuwenden will.

Mal sehen, was am Ende dabei rauskommen wird, bekanntlich funktioniert ja in Kambodscha nur sehr selten etwas, wie es geplant war. Persönlich denke ich, nachdem nun schon alles so weit fortgeschritten ist, dass man die Räumung nun konsequent durchziehen sollte, um dem Drama endlich ein Ende zu setzen. Mir hat diese Hüttenbebauung entlang der Strände, mit ganz wenigen Ausnahmen, noch nie gefallen.

Quelle: http://www.phnompenhpost.com/national/sihanoukville-beach-businesses-given-brief-reprieve

Posted in Sihanoukville.

19 Comments

  1. Das ganze ist ja nun wirklich nichts neues. Waehrend der letzten 15 Jahre habe ich mehrere „Raeumungen illegaler Bauten in Strandnaehe“ wie z.B. Otres, Victory Beach, Independent Beach und Ocheteal Beach miterlebt. Bis vor ca 5 Jahren waren es noch 100 Meter ab Meeresrand (ebbe oder flut, weiss ich nicht) wo besonders nach dem Tsunami ueberhaupt keine festen Bauten errichet werden durften. Damals fiel z.B. Utopia dem Bulldozer zum Opfer. Das trotzdem immer wieder neu gebaut wurde ist zum einen mit der Unwissenheit (Dummheit ?) von Barang Investoren oder Ignoranz von Khmer Investoren zu erklaeren. Am Ende des Ocheteal Beach stand frueher eine kleine Strandbar aus Holz die von Khmer aus Frankreich betrieben wurde. Ein US-Khmer hat dann den Strandabschnitt „gekauft“ und angeblich „verschoenern“ wollen. Die franz. Strandbar Besitzer haben daraufhin kurzerhand ihre eigene Bar angesteckt damit sie keinen Hyaenen in die Haende faellt. Die Beispiele in denen ein Strandabschnitt der angeblich der Besitzering des Samudera Supermarkts gehoert mehrfach von einem Polizisten an Auslaender verkauft und kurze Zeit spaeter abgefackelt wurde ist mir auch noch in guter Erinnerung.

    Sihanoukville steht mit den illegalen Strandbars nicht alleine da. Im Tsunami betroffenen Strandgebiet von Ko Lak wurden ebenfalls viele neue Bauten im Schutzgebiet errichtet obwohl nun ja klar sein sollte dass es sich dort um ein echtes Tsunami Risiko Gebiet handelt.

    Der menschlichen Dummheit und Ignoranz sind keine Grenzen gesetzt, daher sollte auch keiner Jammern wenn es mit der Party zu Ende geht.

  2. Verstehe ich das richtig: Dann müsste also auch der erst im Nov. 2015 eröffnete neue „Chivas Beach Club“ bereits wieder „abgeräumt“ werden…? Falls nicht, wäre das wohl gut für den „Sun Tour“-Robert und die Liebhaber des Clubs; -aber was sagen dann die „Bulldozer-Betroffenen“…?
    Jedenfalls darf man gespannt sein, ob -und wie allfällige Ausnahme-Regelungen doch noch durchgesetzt werden können. Bei Kith Meng (Royal Group) haben jedenfalls seine Millionen und sein Einflussbereich nichts genützt! -Er musste seine im Bau befindliche Boot-Anlegestelle hinten in Otrès abreissen…

  3. Chivas liegt jenseits des gepflasterten Weges. Die Liegestühle und Tische sind ja keine feste Anlage, ebenso wie die Liegestühle der anderen Khmer-Lokale am Ochheuteal Strand.

  4. @ Klaus
    Wo gibt’s denn dort einen gepflasterten Weg…? Ich dachte es gehe um die 50-Meter Linie und alles was nicht diesen Abstand zum Wasser hat, werde niedergewalzt…?
    Ich glaube dass da ziemlich viel „Kacke“ von Zeitungen Anlass zu Spekulationen in der Gerüchteküche haben aufkommen lassen! Wir werden’s ja bald sehen…

  5. Verstehe ich das richtig, der gepflasterte Weg ist quasi die Grenzlinie für den Ochheuteal Beach ? Wenn nicht, würde das ja bedeuten, dass alle Bars an dem Beach weichen müssten.
    Ich bin wirklich gespannt, wie das weitergeht !!!! Ein Khmer-Freund von mir muss jedenfalls mit dem Abriss seines kleinen Reisebüros rechnen, das sich am Otres 1 direkt auf der Rückseite eines netten französischen Ressorts befindet. Der Besitzer des Resorts hat zum Glück an Ortes billage (?heißt das so ?) letztes Jahr was Neues eröffnet, nur meinen Kumpel trifft das hart. Der ist jetzt verzweifelt auf der Suche nach ´nem neuen Platz für sein Business, weil er damit seine ganze Familie ernährt.

  6. Na das ist doch gut. Die Restaurants und Bars haben schließlich lange genug auf fremden Grund Geld verdient. Vielleicht wird der Strand mal wieder schöner, wenn die ganzen Sauftempel dem Erdboden gleich gemacht werden.

  7. @ Klaus
    @ hash

    Alle Zeitungsberichte schreiben von einer 50m-Linie zum Wasser! Da staune ich dass Ihr jetzt plötzlich von einem „gepflastertem“ Weg reden, sprich der Walking Way, der am Serendipity-Pier vorne beginnt (siehe Link von Klaus!) und jetzt plötzlich suggerieren dass dies die Grenzlinie sein soll! Woher wisst ihr das? Diesen „gepflasterten“ Weg gibt’s doch bei „CHIVAS“ gar nicht? -Und deshalb meine obige Frage, was den mit dem CHIVAS geschehen soll…! Dass Tische und Liegestühle etc. (sprich Mobilien) nicht „abgerissen“ werden müssen sollte eigentlich selbsterklärend sein!
    Oder stelle ich dermassen verwirrende Fragen?

  8. @Ivo:

    Hallo Ivo, kann Dir nur zustimmen !

    Ich bin dafür, dass der Otres-Beach wieder auf die Jahreszahl 1995 zurück versetzt wird, als wir dort ganz alleine mit ein paar Khmers waren und vorallem von dutzenden grassenden Kühen bestaunt wurden !

    Mensch Meier, das waren halt noch gute Zeiten !

  9. @G.S.
    Den Weg haben die Behörden gebaut. Mein Vermieter ist ja in diese Frage aufgrund seiner Position bei der Handelskammer immer mit eingebunden. Da wurde nie von Ochheuteal von Serendipity bis zum Ende gegenüber dem Jasmin Hotel gesprochen. Den Weg gibt es bis dorthin. Bei Chivas ist der bloss voller Sand, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht.
    Aber, wie gesagt, was heute stimmt, muss morgen noch lange nicht zutreffen. Wir werden es morgen sehen, dann wird nämlich mit der Räumung begonnen. Ich persönlich gehe davon aus, dass die am Ende von Ochheuteal vor dem Queen Hill Resort anfangen und dann die Buden auf dem Stück, dass offziell von Sokha geleast, ist weitermachen.

  10. Ich weiss gar nichts, von dem Weg als Grenze habe ich nur hier in einem der Kommentare gelesen.
    Es wäre schön, wenn man mal ein paar Bilder zu sehen bekommen würde, um sich ein Bild machen zu können.

  11. „Diesen „gepflasterten“ Weg gibt’s doch bei „CHIVAS“ gar nicht? “
    Doch den gibt es und sogar schon länger, als das Chivas in deutschen u.a. Händen ist.

    „Bei Chivas ist der bloss voller Sand, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht.
    Aber, wie gesagt, was heute stimmt, muss morgen noch lange nicht zutreffen.“
    Die Erinnerung täuscht und „was heute stimmt“ war meist auch gestern schon so.

    „Den Weg haben die Behörden gebaut.“
    Die sind ja fleißig, die Behörden…, nun ja, das ist mindestens eine andere kambod. Behörde, die Verkehrskontrollpolizei, ja auch, wenn auch etwas anders fleißig…

    “ Otres-Beach wieder auf die Jahreszahl 1995 zurück versetzt wird“.
    War 2002 dort, zu Fuß und recht froh wieder mit Moto-Driver weggekommen zu sein, denn es gab dort nicht einen Verkaufstand, keine Bude, kein Gramm Reis, keinen Tropfen Irgendwas. Mit Auto und eigenen Proviant hätte es anders ausgesehen…

    „Die franz. Strandbar Besitzer haben daraufhin kurzerhand ihre eigene Bar angesteckt damit sie keinen Hyaenen in die Haende faellt.“
    Mir wurde damals gesagt, dass sie für das Abreisen und Entsorgen 300,-$ hätten zahlen sollen und so konnte sich keiner der Offiziellen etwas in die eigene Tasche stecken.

    Äußerst traurig, dass die dortige kleine Fischeredorfgesellschaft fast vollstänig eliminiert wurde, nur für Touristen, also solche wie uns!
    Leider gab es das auch andesrswo, am Hawaii Beach, am Independent Beach…

  12. Alles Abreisen, Alle Expats ab Nachhause und gut ist. Dann brauch keiner mehr Spekulieren oder sich Aufregen.

  13. @Beobachter:

    Ja, mein Lieber, wenn man den Otres-Beach auf 1995 zurückversetzen würde (was ich ironisch meinte), dann hätten wir auch wieder die frohe Fischerdorfgemeinschaft in ihren Strohütten mit der kleinen Dorfschule und dem Sandboden darin, welche ich damals vor 22 Jahren mehrfach besuchte und dabei den Schülern Bleistifte, Radiergummis und Hefte spendierte.
    Das wäre doch schon, nicht wahr „Beobachter“, dann müsstest Du, ich und viele Andere nicht mehr traurig sein !
    Leider, leider ist das Beständigste auf der Welt die Veränderung, oft auch zum Negativen – je nach Sichtweite – !

  14. „Alles Abreisen, Alle Expats ab Nachhause und gut ist. Dann brauch keiner mehr Spekulieren oder sich Aufregen.“
    Ich glaube ich kenne Dich persönlich. Schreibe aber trotzdem mal, bei „…Alle Expats ab Nachhause…“ müßtest Du der erste Freiwillige sein?

  15. Bin schon seit nem Monat weg von da. Versinkt doch alles im Chaos und das ist so gewollt. Also nochmal, alles Abreisen und alle Expats ab Nachhause. Allen voran die Positivdenker!!!

  16. Na prima – da bin ich ja froh dass wir im Januar noch für 3 Wochen in Sihanoukville waren und uns an den Stränden wohlfühlen konnten. Am besten hat es uns in Otres 2 gefallen. Aber auch Ochheuteal Beach war toll, immer was los. Ich hoffe, dass alles nicht so krass kommt, wie es hier vermutet wird. Schade wärs – sonst kommen wir nicht wieder.
    Lutz

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