Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Nach Testphase Zugverkehr an Wochenenden nun regelmäßig

Der wieder aufgenommene Personenzugverkehr zwischen Phnom Penh und Sihanoukville war während der Khmer Neujahrsfeiertage ein voller Erfolg gewesen. Nun will die kambodschanische Royal Railway ab dem kommenden Samstag an Wochenenden eine regelmäßige Verbindung, mit Zwischenstationen in Takeao und Kampot, anbieten.

Royal Railway hatte den Passagier Transportservice zwischen der Hauptstadt und der Küste, nach 14-jähriger Pause, am 10. April wieder aufgenommen. Während der achttägigen Testphase wurden, laut dem Geschäftsführer, 2.250 Bahntickets verkauft. Er kündigte an, dass aufgrund der großen Popularität der neuen Bahnverbindung, die zwar langsamer ist als andere Transportmittel aber dafür preiswerter, ein regulärer Wochenend- und Feiertagsservice eingeführt wird.

Man sei davon überzeugt, dass die Begeisterung der Öffentlichkeit anhält. Auf Grundlage der Zahlen und dem Verhältnis zwischen Touristen, die das erste Mal an die Küste fahren und Fahrgästen, die regelmäßig die Strecke nutzen, habe man ermittelt, dass die Sache funktionieren wird.

Die Züge werden zukünftig von Freitag bis Sonntag fahren, wobei aufgrund des anstehenden 1. Mai Feiertages am kommenden Wochenende zusätzlich Montag der 2. Mai mit einbezogen wird. Bereits am Samstag soll auch der große Führer aller Kambodschaner in König Norodom Sihanouk’s königlichen holzgetäfelten Waggon anreisen, um den Tag der Arbeit in Sihanoukville zu verbringen.

Für Samstag seien bereits sehr viele Tickets verkauft worden, ohne dass große Werbung gemacht wurde. Die meisten Fahrgäste wissen wahrscheinlich noch gar nicht, dass sie eventuell mit dem kambodschanischen Ministerpräsidenten in einem Zug fahren werden.

An den meisten Wochenenden werden die zwei Züge des Unternehmens, von denen einer mit Klimaanlage, und einer mit Ventilatoren ausgestattet ist, um 07:00 Uhr in Phnom Penh abfahren und die 266 km lange Strecke jeweils vier Mal zurücklegen. Tickets von Phnom Penh nach Takeo kosten 4 $, nach Kampot 5 $ und bis zur Endstation Sihanoukville 6 $.

Der Direktor von Sihanoukvilles Tourismusbehörde merkte an, dass die neue reguläre Zugverbindung eine gute Nachricht für die Stadt sei, die mit ihren Stränden und Bars ein beliebtes Ziel für inländische und ausländische Besucher ist. Dass der Premierminister zum ersten Mal mit dem Zug nach Sihanoukville kommt, würde zeigen, dass die Bahnverbindung eine sichere Möglichkeit zum Reisen sei und ein guter Service für Touristen.

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/news/after-trial-run-weekend-train-service-to-begin-111861/

Posted in Kambodscha Reisen.

14 Comments

  1. Ich möchte dem Don Kong an dieser Stelle wieder einmal „Danke“ sagen! -Nicht nur für die stets aktuellen, „upgedateten“ Infos in seinem Blog, sondern auch für seine Bemühungen uns Lesern die Berichte in deutscher Sprache zu „servieren“!

    Apropos Update: Dass Kambodscha in vielerlei Hinsicht ein Entwicklungsland ist wissen wir alle; -aber zu oft macht es mir den Anschein dass sich Kambodscha gar nicht entwickeln will aus eigener Initiative! Selbst die Web-Site der „Royal Railways Cambodia“
    http://www.royal-railway.com erachtet ein Update nicht als nötig! Da bin ich enttäuscht! Dass man Oil und Kohle etc. nach SHV fährt war und bleibt geschrieben! -Aber endlich auf die Idee zu kommen dass man jetzt auch Personen im regulären Betrieb transportiert -kommt man nicht! Geschweige denn einen Fahrplan einzupflegen oder die Ticketpreise!
    Diese Kritik trifft leider auf die meisten staatlichen Stellen zu; -selbst touristische…

  2. Sehr begrüssenswert, wenn auch keine wirkliche Alternative zum Taxi zwischen Sihanoukville und Phnom Penh… Trotzdem werden wir gerne einmal eine „Probefahrt“ mit dem Zug machen 🙂

  3. @K.F. Unter dem Aspekt der Geschwindigkeit gibt es tatsächlich keine Alternative zum Taxi per N4. Unter dem Aspekt der Sicherheit gibt es jedoch keine Alternative zu Bahn. Zu viele schlimme Unfälle passieren täglich auf der N4 – und zu viele Khmer halten ihr Buddha-Bild am Innenspiegel für einen kostengünstigen Ersatz für neue Bremsbeläge 🙂

  4. es ist alles schön und gut ,aber jeder Tourist wird wird diesen langen trail über kampot sprich mit der kirche ums kreuz nicht nützen .aber es ist eine sehr gute lösung für die ansässigen entlang der bahn. endlich können auch sie ihre Produkte aus ihren kleinen Landwirtschaften besser vermarkten.

  5. Oh, -fast hätte ich es vergessen: Heute trifft ja unser geliebte Führer mit der Bahn in SHV ein!
    Bin jedenfalls um 14 Uhr auch mal dort, -um zu sehen welchen „Bahnhof“ man veranstaltet in diesem Bahnhof von SHV!
    Und vielleicht kriege ich ja ein Fähnchen um zu winken…smile…

  6. G.S. mach doch bitte mal par Fotos von der Ankunft am Bahnhof.
    Ich versuche welche von seiner Ankunft am Strandhäuschen hin zu kriegen, wenn er mit den Tuk-Tuk kommt.

  7. Is ja doch noch was los in SHV. Obwohl insgesamt langsam alles Einschläft da unten.

  8. Von wegen „mit dem Fähnchen schwingen“: Stattdessen winkte mich eine dunkelgrün gekleidete Elite mit freundlicher Geste aus dem Areal! -Was ich auch verstehen konnte, -schon wegen meiner lockeren Freizeitkleidung und den Flip-Flops! Sieht ja wirklich übel aus inmitten fein gekleideten Herren die ihren Luxus-Karossen entstiegen! Und ich mit dem „Töffli“, -oh Gott…
    Ich habe mich dann ziemlich diskret unter die Einheimischen gemischt, die sich direkt am streng bewachten Geleise formierten.
    Auch der Luftraum wurde überwacht: Mit einer Hightech Drohne! Und dann -um 15:13 schlich er sich kurz hupend heran! Aus dem Führerstand der Lokomotive wehte links und rechts die Nationalflagge!
    Ziemlich schnell lichtete sich das umliegende Areal. Derweil wurden an die illustre Kinderschar Süssigkeiten und Überbleibsel aus dem Catering verteilt: Von den dunkelgrün gekleideten…
    Ab jetzt konnte der Bahnhof ungehindert „gestürmt“ werden; -zuerst von der riesigen Kinderschar!
    Jetzt folgte ein weiteres Spektakel: Mindestens 8 Luxus-Karossen mussten entladen werden!
    Die beiden Rampen, die erst gestern noch zusammengeschweisst wurden, erschienen heute rot/weiss bemalt und wurden von je 8 „Trägern“ zum inzwischen abgehängten Autoverlade-Waggon „gebuckelt“! Es war köstlich, diesen Drivern beim Einsteigen zuzusehen, -den links und rechts der Räder blieben nur je ca. 8-10cm! (Einige hielten sich am Scheibenwischer fest und bei anderen kam der verd….. Aussenspiegel in den Weg!)
    Der CEO der Royal-Railways John Guiry verharrte mit seinem Staff bis zur letzten Minute. Jetzt sieht man auch plötzlich einige Kamera-Stative „davonlaufen“ und die vielen Mönche und zivilen Passagiere sind wohl schon irgendwo in der Stadt untergebracht; -Zeit um mich auch zu verziehen und meine vielen Photos zu Hause meiner Familie zu zeigen…
    Ach ja -was ich noch sagen wollte: Der geliebte Führer sollte eigentlich des öfteren kommen, denn so sauber wie heute ist’s entlang der Schienen wohl selten! Und selbst die Ekkareach Road wurde von der Feuerwehr „zaubergespritzt“…

    @ Beobachter: Ist er gut angekommen an seinem Strandhäuschen? Hast wenigstens Du ihm zuwinken können? -Mit einem Fähnchen?…smile…

  9. @Isaanfranze, der Bär in Vanny’s Karaoke wird erst im Oktober wieder steppen – bis dahin in Myanmar,Bulgarien,Deutschland und Südfrankreich. Wünsche allen einstweilen viel Spaß bei entspanntem Bahnfahren 🙂

  10. @ Herby

    Na sowas! -Jetzt wird’s aber mächtig ruhig im Dorf…
    Aber es sei Dir von Herzen gegönnt und man freue sich auf den Oktober, wenn der Bär wieder gesund und munter zu steppen beginnt…

  11. Na bis dahin sollte ich auch wieder in der Stadt auftauchen und für Neuigkeiten sorgen.

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