In Kambodscha ist ja vieles ganz anders, so auch wenn es darum geht, etwas zu bezahlen. Egal ob es sich um eine Rechnung im Restaurant handelt, oder ein Einkauf auf dem Markt, bezahlt werden kann immer, entweder mit der Landeswährung Riel (KHR) und auch in stinknormalen U.S. Dollar. Beides gilt in Kambodscha als offizielles Zahlungsmittel, wobei in Regionen die vom Tourismus weniger betroffen sind, der Riel ganz klar dominiert.

Der kambodschanische Riel, wurde erstmals 1953, nach Beendigung der französischen Kolonialherrschaft eingeführt. Als dann die Roten Khmer 1975 die Macht übernahmen, wurde das Geld in Kambodscha komplett abgeschafft, sodass der Riel wieder verschwand. Erst 1980, nach der Befreiung durch die Vietnamesen, ist der Riel erneut als offizielle Währung des Landes eingeführt worden.

Riel bedeutet übrigens so viel wie “kleines Fischchen”, womit die in rauen Mengen in den Flüssen Mekong und im Tonle Sap vorkommenden kleinen sardellenartigen Fische gemeint sind. Im alten Kambodscha konnte man zum Beispiel 100 kleine Fischchen gegen eine Schüssel Reis eintauschen, das aber nur am Rande.

Anders ist in Kambodscha auch, dass es keine Münzen gibt. Es wurde zwar nach der Wiedereinführung der Währung eine geringe Anzahl an Münzen in zu je 50, 100, 200 und 500 Riel geprägt, aber diese dienen heute wahrscheinlich eher als Sammlerobjekte und tauchen somit im Zahlungsverkehr nicht mehr auf. Zuletzt hatte man 1994 neue Münzen herausgegeben, die Prägung danach aber eingestellt.

An touristischen Orten werden Beträge über einem Dollar meist in U.S. Dollar und Cent Beträge in Riel abgerechnet. Dabei gilt als landesweite Faustregel, dass 4000 Riel, unabhängig vom realen Kurs, einem U.S. Dollar entsprechen, 100 Riel dementsprechend 2,5 Cent. Diese Vorgehensweise wird überall, wo manuell abgerechnet wird, seien es Restaurants, Marktstände, Tankstellen oder Sonstiges, anstandslos akzeptiert. Nur wenn es um größere Beträge geht, in Banken, Wechselstuben und in professioneller geführten Geschäften, wie zum Beispiel internationale Ladenketten, wird nach tagesaktuellem Kurs umgerechnet. Die Schwankungsbreite des Riel zum Dollar lag in den Jahren 2011 bis 2015 bei etwa nur 2 Prozent.

Während sich der Zahlungsverkehr mit kambodschanischen Riel als Weitestgegend unproblematisch darstellt, muss man bei Dollarnoten ganz genau aufpassen. Besonders wenn man mit einem größeren Schein bezahlen will, wird dieser, bevor er angenommen wird genaustens untersucht. Dies geschieht zum einen, weil in Kambodscha immer wieder Mal Falschgeld im Umlauf ist und zu anderen, um zu prüfen, ob der Schein in irgendeiner Weise beschädigt ist. Denn schon der kleinste Riss ist in Kambodscha Grund genug, um den Schein nicht anzunehmen.

Egal wo man gerade bezahlt hat, wenn das Wechselgeld zurückgegeben wird, sollte man auf jeden Fall immer darauf achten, dass Dollarnoten in einem einwandfreien Zustand sind. Sollte ein beschädigter Schein dabei sein, ist es vollkommen unproblematisch, dies sofort zu rekalmieren und den Schein gegen einen Unbeschädigten austauschen zu lassen. Nur wenn man den Laden bereits verlassen hat, ist es dafür zu spät, dann bleibt nur noch der Gang zu einer Bank, um den Schein wieder los zu werden.

Der Zustand der Riel Noten dagegen ist beim Bezahlen vollkommen ohne Belang. Besonders alte 100, 500, 1000 und 2000 Riel Schiene sind häufig so dreckig und abgenutzt, dass man kaum noch erkennen kann, was draufsteht.

Riel Geldscheine gibt es in den folgenden Größenordnungen:

  • 50 Riel (selten) – ca. 0,0125 $
  • 100 Riel – ca. 0,025 $
  • 200 Riel (sehr selten) – ca. 0,05 $
  • 500 Riel – ca. 0,125 $
  • 1.000 Riel – ca. 0,25 $
  • 2.000 Riel – ca. 0,50 $
  • 5.000 Riel – ca. 1,25 $
  • 10.000 Riel – ca. 2,50 $
  • 20.000 Riel – ca. 5 $
  • 50.000 Riel – ca. 12,50 $
  • 100.000 Riel – ca. 25 $