Verkehrskontrolle durch die Polizei.

Noch 14 Tage für zahlungssäumige Verkehrssünder

Neulich tauchte auf Facebook von einem Kambodscha Expat die Frage auf, ob jemand wisse, was passieren kann, wenn er seinen Strafzettel nicht bezahlen würde. Die Antwort lieferte heute ein Artikel in der Tageszeitung „The Cambodia Daily“.

Dort heißt es, dass Motorradfahrer, die, seitdem im Januar das neue Verkehrsgesetz in Kraft getreten ist, einen Strafzettel erhalten haben und diesen bis jetzt nicht bezahlt haben mit einer Anklage vor Gericht rechen müssen. Den Betroffenen werde aber noch eine letzte Frist von 15 Tagen eingeräumt, die Strafe bei der nächsten Polizeidienststelle zu bezahlen.

Mit dieser erstmaligen Warnung seitens der Polizei wurde eine Liste mit 67 Namen von Personen veröffentlicht, die landesweit ihre Strafzettel nicht bezahlt haben. Neben anderen Vergehen seien die Verkehrssünder entweder ohne Helm gefahren, haben roten Ampeln überfahren, oder haben zu viele Personen auf einem Motorrad befördert.

Ein hochrangiger Polizist sagte, dass die Liste, welche am Mittwoch veröffentlicht wurde, nicht vollständig sei, und das noch weitere Personen dazukommen würden. Das neue Verkehrsgesetz sieht vor, dass Motorradfahrer ihre Geldstrafen in der nächsten Polizeistation bezahlen müssen und nicht mehr direkt bei der Verkehrskontrolle.

Weiterhin meinte der Generalleutnant, dass sich unbezahlte Geldstrafen nach 30 Tagen verdoppeln und nach 60 Tagen verdreifachen würden. Er fügt hinzu, Verkehrsunfälle haben in der ersten Hälfte des Jahres, verglichen dem gleichen Zeitraum des letzten Jahres, um 10 % abgenommen. Die Umsetzung der neuen Verkehrsgesetze würde bereits Wirkung zeigen, obwohl noch nicht alles hundertprozentig sei.

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/news/police-to-start-enforcing-traffic-ticket-fines-114555/

Posted in Kambodscha.

9 Comments

  1. Oh, -„Liste mit 67 Namen“! Ich kann das fast nicht glauben! Müsste die Liste in diesem grossen Land nicht eher 670 oder gar 6700 Namen aufweisen…?

  2. Nichts neues, genauso wie in der BRD und allen anderen Ländern, aber viel, viel billiger !
    Bin mal gespannt wie lange es noch dauern wird, bis die Behörden die „Flensburger-Punkte-Kartei“ einführen !
    Gruss aus dem heißen „Kummerland“ Deutschland !

  3. Und ueberhaupt: Was ist der Vorteil dieser neuen Bezahlungsmethode? Mit den höheren Bussen kriegen die Polizisten ein höheres Gehalt, was wohl i.O. ist. Aber jetzt entwickelt sich noch ein Büro-Apparat der auch bezahlt werden will.
    „Ausser Spesen, nix gewesen!“

  4. @G.S.

    Bürokratie = Macht

    Hun Sen hat es begriffen. Je mehr Menschen du ein einigermaßen erkleckliches Einkommen verschaffst, desto mehr Menschen hast du auf deiner Seite. Und so einen Polizeiapparat auf seiner Seite zu haben ist doch erst mal gar nicht so schlecht.

  5. @M. Sindelar
    Da hast Du den Nagel wohl wieder mal 100% auf den Kopf getroffen! Weisst Du, ich als Schweizer realisiere diese Aspekte nicht auf Anhieb…smile…

    Habe auch eine fast naive Mühe glauben zu können dass die Verkehrsunfälle wegen des neuen Bezahlungssystems um 10% zurückgegangen sind im Vergleich zum letztjährigen ersten Halbjahr,…denn wenn ich hier in SHV den Strassenverkehr beobachte, stelle ich fest dass sich überhaupt nichts zum Besseren verändert hat…

  6. Grützi G.S. : Zu Deinem letzten Kommentar ist noch zu sagen: – dto. in PP – !
    Im Strassenverkehr alles wie bisher !
    Was m.E. fehlt, ist die frühkindliche Strassenverkehrserziehung, wie wir das vor langer Zeit (50-60- ziger Jahren) in den Kinder – und Grundschulen hatten !
    Das war damals echt gut, auf den polizeilichen Übungsplätzen durften wir sogar in kleinen Autos (eine Art Seifenkiste) mit Tretpedalen fahren und alle Verkehrssschilder / Ampeln waren auch aufgestellt und mußten beachtet werden.
    Danach gab’s so ne‘ Art Teilnahmebescheinigung / Kinderführerschein.

  7. Und all die Touristen, die bald wieder ausreisen, werden wohl nicht so blöd sein, diese Bussen aud dem Polizeiposten zu bezahlen.

  8. Grüezi Manfred! Bingo! -Deine Idee „der spielerischen Verkehrserziehung“ bei Kindern wäre hier in Sihanoukville beinahe vorhanden: Auf einem der grossen Parkplätze an der Ochheuteal-Beach sieht man abends manchmal ein halbes Dutzend (oder mehr) Kinder in kleinen batteriebetriebenen Autos einen Parcours „abfräsen“! Schade spinnt niemand diese Idee weiter, um das Lustige mit dem Sinnvollen zu verbinden…

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